Täglich um 4:45 Uhr klingelt der Wecker und wir quälen uns raus in die Kälte, schrubben Zähne und machen uns Müsli und Tee. Etwa eine Stunde später sitzen wir in unserem Van und tuckern in der Kolonne über zwei Kilometer Feldwege, während links von uns die Sonne hinter der Schafsherde aufgeht. Punkt sechs Uhr stehen wir an einem von geschätzten hunderdtausend Kirschbäumen und schnippen die ersten paar Kirschen des Tages in unseren umgeschnallten Korb. Für zwei dieser Körbe, die eine Kiste mit ca. 14 Kilo Kirschen füllen, bekommen wir elf Dollar. Und um einen angemessenen Stundenlohn von gut 20 Dollar zu erreichen, sollten wir jeweils vier dieser Körbe pro Stunde schaffen - sprich 28 Kilo Kirschen. Und das ist am Anfang gar nicht so leicht. Während wir uns noch abmühen, brechen erfahrene Pflücker auch mal locker mal 30 bis 40 Dollar die Stunde runter.
![]() |
| "14 Kilo Kirschen, bitte!" |
Die Farm, die uns anfangs vom Arbeitsamt vermittelt wurde, hatten wir schnell verlassen, als in einer der ersten Nächte unser alkoholsüchtigen Mitpflücker "out of control" waren. Wo wir jetzt sind, ist es wirklich super, denn zufälligerweise arbeiten auch ein paar alte Freunde aus Port Douglas hier und unser Boss ist eigentlich viel zu nett für einen Boss. Wenn alles gut geht, werden wir hier bis Ende Dezember durchackern..

Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen