Freitag, 30. September 2011

Mit Daisy (Disco) Komet Queenslands Küste runter

Nachdem wir unsere Daisy die 300 Kilometer von Cooktown zurück nach Port Douglas gefahren hatten, sind wir noch ein paar Tage im Dougies Backpackers in Port Douglas geblieben, um all unsere Sachen möglichst intelligent in die kleine Daisy zu packen und um uns von all unseren Freunden dort zu verabschieden. Seit dem 19. September sind wir jetzt "on the road" und folgen Queenslands Küste gen Süden. Unsere Pläne haben sich ja mal wieder geändert: Wegen der Regenzeit im Norden Australiens, sind wir jetzt erst mal auf dem Weg Richtung Tasmanien - also wieder zurück nach Melbourne, von wo die "Spirit of Tasmania" ablegt.

Nach gut zehn Tagen sind wir mittlerweile kurz vor Brisbane und haben die Daisy Komet satte 2000 Kilometer weit chauffiert. Die Kleine läuft gut, wenn auch nur 90-100 km/h schnell - sie hat schon auch 120 drauf, schluckt dann aber mehr als Australier an Sonntagnachmittagen <- Gassenhauer! Aber auf Australiens Straßen darf sowieso nur 100 - selten 110 - Stundenkilometer gefahren werden, was allerdings niemanden - auch die dicken Roadtrains nicht - davon abhält, uns zu überholen. Nur beim Anlassen zickt sie manchmal ein bisschen, das werden wir aber bald mal in der Werkstatt klären lassen.

Daisy Komet hat uns bisher von Cooktown bis nach Maleny gebracht

Es macht auf jeden Fall Spaß, ein rollendes Zuhause zu haben, und so das Land zu erkunden. Ihr ursprünglicher Besitzer hat sie "Daisy" getauft, wir haben das "Komet" drangehängt - und seit wir das Soundsystem wieder auf Vordermann gebracht haben, hat sie sich auch den Zusatz "Disco" verdient. Wenn wir abends auf einem der freien Campingplätze ankommen, richten wir kurz unser Bett her, kochen, essen und gehen relativ früh schlafen. Morgens, wenn die Sonne uns aufwacht, klappen wir die Rückbank wieder hoch, stellen unsere drei Boxen zurück, machen uns auf den Weg und sind gespannt, wo wir heute Nacht wohl schlafen (können). Gerade sind wir in einem kleinen Städtchen namens Maleny, das idyllisch in den grünen Hügeln nördlich von Brisbane liegt und einen ziemlich alternativen Touch hat.

Hier noch ein paar Fotos von unserem bisherigen Roadtrip - leider nur mit Handykamera, da unsere Digicam ihren Geist aufgegeben hat. Bisher sind wir immer ziemlich nah an der Küste geblieben und haben meist in kleinen Ortschaften übernachtet, weil dort eher freie Campingplätze zu finden sind. Zwischendurch haben wir uns angeschaut, was uns vom Hörensagen interessiert hat:

2011.09 Queensland Roadtrip

Sonntag, 18. September 2011

Wir haben einen Van!

Da denkt man sich nichts weiter, bricht mit zwei Freunden zu einem 2-Tages-Trip nach Cooktown auf und kommt in seinem eigenen Van wieder nach Port Douglas zurück.. Jetzt sind wir glückliche und stolze Besitzer eines gelben 1986er Toyota LiteAce Vans, den seine Vorbesitzer 'Daisy' getauft haben.

Cooktown ist die nördlichste Stadt an Australiens Ostküste und etwa 3,5 Autostunden von Port Douglas entfernt. Manche halten sie für die erste europäische Ansiedlung in Australien, weil James Cook hier 1770 landete, um seine am 'Cape Tribulation' beschädigte 'Endeavour' zu reparieren. Heutzutage ist eine ziemlich abgeschiedene Kleinstadt mit etwa 1300 Einwohnern, deren zwei Pubs unter Woche um 22 Uhr schließen, weil so wenig los ist. Aber natürlich ist sie wunderschön an der Mündung des 'Endeavour'-Flusses gelegen und lässt sich vom Leuchtturm auf dem 'Grassy Hill' atemberaubend überblicken.

Der Weg nach Cooktown war wohl unser erster Vorgeschmack auf zukünftige Touren um den Kontinent und durch das Outback. Nachdem die grünen Hügel um Port Douglas überwunden waren, wurde es immer kahler, trockener und heißer. Die Steppenlandschaft - zum Teil noch verkohlt vom letzten Buschfeuer - wird immer mal wieder von Farmen, Aborigine-Siedlungen und Roadhouses (Tankstellen mit Pub und Campingplatz) unterbrochen, ansonsten bleibt die Straße gerade und die Umgebung gleich. Und der Sand beginnt schon langsam rot zu werden, wohl aber noch nichts im Vergleich zum richtigen Outback.

Es war ein netter kleiner Ausflug, vor allem aber ein so glücklicher Zufall, dass wir über unser neues rollendes Heim gestolpert sind. Und mit dem brechen wir morgen in Richtung Süden auf, unser Roatrip beginnt! Unsere Pläne haben sich mal wieder geändert: Wegen dem heißen Wetter und der Regenzeit im Norden gehen wir erstmal wieder nach Süden und wollen uns Tasmanien anschauen.


Hier noch Bilder aus Cooktown, am Ende sieht man unseren Van:
2011.09 Cooktown

Dienstag, 6. September 2011

Happy Birthday to me

Wie es aussieht, werden wir uns in ca. einer Woche von Port Douglas verabschieden. Dann waren wir insgesamt drei Monate hier, die wir komplett in Zelten wohnend verbracht haben. Es war und ist immer noch wunderschön hier, aber es wird einfach Zeit für uns, weiter zu ziehen. Noch haben wir keine genauen Pläne, weil wir erstmal klären müssen, ob Vera ihr zweites Jahresvisum bekommt, und, ob wir uns in Cairns ein Auto kaufen oder nicht. Aber es wird dann wohl Richtung Northern Territory gehen, dem "wahren Australien", das vielen Bewohnern dieses Kontinents ein wenig unheimlich ist, weil die übernommene amerikanische Kultur die Natur dort noch nicht besiegt hat.

Gestern zu meinem Geburtstag haben wir endlich unseren Tauchtrip auf's Great Barrier Reef gemacht. Es war zwar nicht all zu sonnig und ziemlich windig und rau, aber wir hatten einen super Tag unter Wasser. Vor allem, weil unser Kumpel Rob hier gerade als Tauchlehrer arbeitet und unser privater Tauch-Guide sein konnte - inklusive Unterwasserkamera. Pascal war auch mit an Bord und so hatten wir eine nette kleine Gruppe auf einem zum Glück relativ leeren Boot, der Poseidon. Man fährt etwa 1,5 bis 2 Stunden, bis man das eigentliche Riff erreicht, hat dann vormittags zwei Tauchgänge, Mittagessen, einen weiteren Tauchgang am Nachmittag und ist gegen 16 Uhr wieder zurück in der Marina. Das Highlight des Trips waren drei 'White Tip Reef Sharks' und zwei Riesenschildkröten, die wir aus der Nähe bestaunen konnten. Ansonsten waren wir beide der Meinung, dass das Great Barrier Reef ein bisschen überbewertet ist. Es wird einfach täglich von Hunderten Leuten besucht, was den Korallen bestimmt nicht allzu gut tut. Ich hab auch ein kleines Video unter Wasser aufgenommen, nichts besonderes, aber es vermittelt einen Eindruck:


Nach dem Tauchen haben wir uns mit Freunden noch in den Parks und Bars der Stadt rumgetrieben und meinen Geburtstag gefeiert - es war auf jeden Fall ein guter :-)

Außer den Fotos vom Great Barrier Reef gibt's noch Bildmaterial von unserem Tag mit dem 'Mini Moke'. Ein kleiner Jeep, der ursprünglich von derselben Firma, wie der 'Mini', hergestellt wurde, sich nie richtig gut verkaufen konnte, aber einen gewissen Kultstatus erreicht hat. Dank Rob haben wir in den letzten Wochen zweimal beim Trivia abgeräumt und einen Haufen Gutscheine gewonnen, unter anderem für den Spielzeug-Jeep. Und als Rob's Freundin Gemma für ein paar Tage aus Melbourne auf Besuch kam, haben wir jeden Winkel der Stadt abgefahren, weil man das langsame Gefährt nicht auf dem Highway fahren darf.

Weitere Fotos gibt's vom Segeltrip nach Low Island, eine Mini-Insel vor der Küste Port Douglas'. Da war nur ich unterwegs, weil es eigentlich Arbeit war. Zum Schrubben der Unterseite der Segelyacht 'Marcrista' brauchten wir ruhiges und klares Gewässer. Mark und ich haben dort tauchend und schnorchelnd den ganzen Tag Muscheln und Algen mit Hochdruckstrahler, Schaber und Bürste entfernt. Sauanstrengend, aber wann macht man sowas sonst schon mal und noch dazu in wunderschöner Umgebung?!

2011.09 Port Douglas: Great Barrier Reef

2011.08 Port Douglas: Mini Moke Day

2011.08 Port Douglas: Sail to Low Island