Samstag, 29. Januar 2011

Australian Open

Gestern waren wir auf den Australian Open, die ja gerade hier in Melbourne stattfinden. Vom Federation Square, dem Epizentrum der Stadt, aus sind es nur ein paar Hundert Meter den Yarra-Fluß entlang zum Austragungsort des ersten Grand-Slam-Turnier des Jahres. Für 19 AUD bekommt man einen Tagespass und somit Zugang zum kompletten Gelände - außer dem Centercourt. Für die dortigen Spitzenspiele müsste man gleich ein paar Hundert Australische Dollar berappen, die wir gestern nicht locker machen wollten. Hätte sich allerdings vielleicht sogar gelohnt für das gestrige Halbfinale zwischen Ferrer und Murray.

Stattdessen haben wir uns ein paar Spiele der Junioren, Rollstuhl-Fahrer, gemischten Doppel und das sogenannte Legends-Final, wo altgediente Stars wie Patrick Rafter halbernstes Tennis präsentieren, angeschaut. Wären wir jetzt "geil-auf-Stars", wäre wohl die Begegnung mit David Ferrer unser Highlight gewesen, der nach seinem Aufschlagtraining umringt von kreischenden Fans an uns vorbei gelaufen ist. Dann hätten wir aber auch einen der Basketball-großen Tennisbälle gebraucht, auf denen man Autogramme sammeln kann, und hätten uns bewaffnet mit Digitalkamera zu ihm durchdrücken müssen, um einen Schnappschuss von uns und seiner Schulter zu ergattern. Da haben wir mal wieder nicht schnell genug geschalten..

Seinen Rauswurf aus dem Turnier haben wir dann abends auf dem Nachhauseweg in drei Etappen verfolgt. Weil wir mittags bei 30 Grad nicht genug Jacken eingepackt hatten, mussten wir uns dem tückisch-kalten Melbourner Wind geschlagen geben und den letzten Satz im trauten Heim verfolgen. Morgen soll es allerdings gleich 40 Grad geben, das sollte hoffentlich reichen, um sich abends gemütlich das Finale beim Public Viewing auf dem Federation Square anzuschauen.


Hier noch ein paar Fotos von unserem Besuch auf den Australian Open:
2011.01 Melbourne: Australian Open

Der Australia Day zum Einstieg

Obwohl wir am Abend des 24. Januars hier angekommen sind und gleich mal gemäß dem neuen australischen Rhytmus schlafen konnten, hat uns der Jetlag am 25. gnadenlos eingeholt. Also haben wir diesen Tag nochmal komplett mit Schlafen verbracht und den 26. Januar zu unserem ersten "offiziellen" Tag in Melbourne gemacht.

Und dieses Datum bedeutet hier Nationalfeiertag, denn am 26. Januar 1788 erreichte die sogenannte "First Fleet" aus England die Küste Australiens, um das Land zu besiedeln. An Bord insgesamt 1300 Strafgefangene und Besatzungsmitglieder, die die beiden ersten Ansiedlungen im heutigen Sydney und auf der östlich gelegenen Norfolkinsel aufbauten. Dieses geschichtliche Faktum feiert die australische Masse mit viel Fahnenschwingen und Nationalstolz, ein großer Tag mit Familie und Freunden. Allerdings bezeichnen viele den "Australia Day" eher als "Invasion-" oder "Survivalday", weil die Ankunft der Engländer letztlich die Unterwerfung der Aborigines bedeutete.

Für uns auf jeden Fall eine gute Möglichkeit, direkt in die australische Kultur einzusteigen. Unsere Mitbewohnerin nimmt uns mit ins Zentrum, wo wir uns mit einem Haufen anderer Deutscher die Feierlichkeiten vor der Town Hall anschauen. Marines, Pfadfinder und andere Uniformierte marschieren auf und nehmen Haltung an. Als Kängurus oder Crocodile Dundee verkleidete Sunnyboys auf Stelzen verteilen Australienflaggen. Jemand hält eine Rede, die Australien als Land preist und simultan in Gebärdensprache übersetzt wird. Die Nationalhymne wird gesungen und Soldaten hissen die Landesflagge. Dann geht die Parade los. Angeführt von den Uniformierten laufen nach und nach alle möglichen ethnischen oder sonstwie Gruppen an uns vorbei und freuen sich des Lebens.

Als der ganze Spaß vorbei ist, kaufen wir uns alle Barbecue-Utensilien und machen uns auf zum Strand, wo "Deutsche in Melbourne" zum gemeinsamen Grillen geladen hat. Der Strand ist, weil mitten in der Stadt gelegen, zwar nicht der schönste, der Wind frisch und unsere Augen müde, weil der Jetlag immer noch nicht ganz ausgestanden ist, aber es ist super, gleich mal ein paar Bekanntschaften zu schließen.


Hier noch ein paar Fotos von unserem ersten "Australia(n) Day":

2011.01 Melbourne: Australia Day

Donnerstag, 27. Januar 2011

Wo wir jetzt wohnen

Melbourne in Australien
So, jetzt sind wir also hier in Australien oder Oz oder Down Under gelandet. Ein riesiges Land, in dem ganze 2,8 Menschen pro Quadratkilometer wohnen. Bei uns in Deutschland sind es 229. Hätten wir die selbe Bevölkerungsdichte wie Australien, würden sich statt 82 nur eine Millionen Leute zwischen Flensburg, Obersdorf, Aachen und Görlitz verteilen. Genug Platz hier also, falls noch jemand einen Claim abstecken will. Bessere Chancen bestehen allerdings im Landesinneren, denn Australiens Bevölkerung drückt sich vor allem an die Küsten. Dort liegen auch alle Ballungszentren des Landes.

Australiens Bundesstaat Victoria
Uns hat es nach Melbourne im australischen Bundesstaat Victoria verschlagen. Die südlichste Millionenstadt der Welt und mit vier Millionen Einwohnern nach Sydney die zweitgrößte Stadt Australiens. Genauer gesagt, sind wir in Brunswick, was bei uns Braunschweig heißen würde. Brunswick ist ein Vorort von Melbourne und liegt etwa 6 km nördlich des Zentrums. Mit der Tram, dem Hauptverkehrsmittel hier in der Stadt, sind das gute 20 Stationen respektive 30 Minuten. Beachtet man die Ausmaße der Metropolregion Melbourne, die sich über eine Breite von 50 und eine Höhe von 70 Kilometern erstreckt, wohnen wir somit mittendrin. Will man in das wirkliche Zentrum, den Central Business District, muss man entweder horrende Mieten bezahlen oder seine Ansprüche in Sachen Wohnkomfort kräftig herunterschrauben.

Melbournes Stadtteil Brunswick
Wir sind hier bei Helen untergekommen und können weder über den Komfort noch den Preis meckern. Helen, eine Australierin in den 60ern, vermietet seit Jahren Zimmer ihres großen schönen Hauses nahe der Sydney Road, der Hauptstraße in Richtung Zentrum, und wir sind super glücklich, eines davon bewohnen zu dürfen. Außer uns wohnt noch eine andere Deutsche hier und bald vervollständigt eine Stuttgarterin unsere australisch-deutsche Wohngemeinschaft. Und ja, Melbourne ist voll von Deutschen.

Auf jeden Fall fühlen wir uns hier so wohl, dass wir statt der geplanten fünf Wochen erstmal auf unbestimmte Zeit hier bleiben.


Hier noch ein paar Fotos von unserem neuen Zuhause:

2011.01 Melbourne: Louisa Street & Brunswick

Dienstag, 25. Januar 2011

In 30 Stunden um die halbe Welt

Gute 12.000 km liegen München und Melbourne Luftlinie auseinander. Ungefähr 18.000 km muss man reisen, berechnet man die Umwege über London und Hong Kong sowie die Luftrouten mit ein. Und diese Strecke vergeht nicht wie im Flug, sondern dauert knappe 30 Stunden. 30 Stunden ständigen Halbschlafs, unterbrochen durch Hollywood-Filme und Flugzeug-Essen.

Von München nach London
Über australischem Boden


Montag, 24. Januar 2011

News: Hello Melbourne

Wir sind gut in Melbourne angekommen, beziehen gerade unser schönes Zimmer im schönen Haus der netten Helen und werden uns dann bald nochmal auf's Ohr hauen. Alles super! Grüße!


Zwischenbericht aus Hong Kong

Puh.. nach einer gefühlten Ewigkeit haben wir gerade mal die Hälfte geschafft und sind jetzt in Hong Kong. Hier wird unser Riesenflieger aufgetankt, versorgt und geputzt bevor es in 1h auf zum 2. Filmmarathon geht. Nochmal 9-10h bis wir endlich da sind..

Unser neues "Heim" - London Heathrow 
















Freitag, 21. Januar 2011

Es geht wieder los!

Am Sonntag (23.01.) um 7 Uhr morgens startet unser Flieger nach Melbourne, wo wir ca. 30 Stunden später ankommen werden. Sprich am 24.01. gegen 22 Uhr Ortszeit - 12 Uhr mittags Deutscher Zeit. 

Wir melden uns dann sobald wie möglich aus Melbourne wieder!