Freitag, 26. Februar 2010

Auroville (23.02. - 12.03.2010)

Tamil Nadu, India

Jetzt haben uns die Inder soweit - wir sind bei den Hippies eingezogen!

Oder so aehnlich. 'Auroville', das wenige Kilometer neben der ehemals franzoesischen Enklave 'Pondicherry' liegt, ist eine 1968 gegruendete Projektstadt, in der die Menschen unabhaengig von Nationalitaet und Glauben in Frieden zusammenleben sollen. Geplant fuer 50.000 Menschen, bewohnen nach ueber 40-jaehrigem Bestehen gut 2000 'Aurovilleaner' die Stadt (davon ca. 900 Inder und insgesamt 500 Franzosen und Deutsche), wobei jetzt in der Hauptsaison noch ein paar Hundert Studenten, FSJler und Touristen dazukommen.

Geographisches und geistiges Zentrum 'Aurovilles' ist das 'Matrimandir' (siehe Bild), das neben einem grossen Banyak-Baum in unfertigen rot (Sand) - gruenen (Gras) Gaerten thront und aussieht wie ein riesiges "Ferrero Roche". Das Innere ist weiss marmoriert und beherbergt einen der groessten Kristalle weltweit, der mittels Spiegeln vom Sonnenlicht durchflutet wird. Das 'Matrimandir' dient den 'Aurovilleanern' als Ort der Konzentration und Meditation dar. Tagestouristen koennen die goldene Kugel nur von Aussen betrachten, wir als Gaeste duerfen allerdings in das Innere, was wir die naechsten Tage mal machen werden.

Natuerlich wurde 'Auroville' von Hippies mitbegruendet und die Leute, die heute dort leben wuerde man bei uns vielleicht auch als Hippies bezeichnen, weil sie irgendwo in der Pampa von Indien in grossen Kommunen leben. Im Endeffekt aber geniessen wir hier neben der Ruhe (Indien ist selten ruhig) westliche Standards. Im Gegensatz zu den laendlichen Nachbardoerfern leben 'Aurovilleaner' naemlich im groessten Luxus: Bio-Kaffee, Pizzarien, Strom, Wasser, Internet, Kinos - soviel wir hier haben wir in Indien noch nie fuer Unterkunft und Essen bezahlt.

Mehr dazu in Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Auroville

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