Sonntag, 24. Januar 2010

Chiang Mai (22.01. - ??.01)

N-Thailand

Mit dem Morgenflug sind wir von Yangon zurueck nach Bangkok und haben gleich den Nachtzug nach Chiang Mai hoch genommen (14h im Schlafwagen). Am 01.02. koennen wir unser Indien-Visum in Bangkok abholen und dann nehmen wir den erstbesten/billigsten Flug nach Indien (hoechstwahrscheinlich Kalkutta).

Hier in Chiang Mai haben wir uns mit Volodia aus Frankreich getroffen, den wir im Oktober auf den Gili-Islans in Lombok/Indonesien kennengelernt haben. Und mit ihm und seinen Freunden verbringen wir jetzt ein paar ruhigere Tage - nach dem ganzen Reisestress in Myanmar (wenig Zeit, viel zu sehen) sehr willkommen.

Back in Yangon

coming soon..

Hpa-An

coming soon..

Mawlamyine

coming soon..

Mandalay

coming soon..

Bagan (04.01. - 08.01.2010)

Central Myanmar (Burma)

Ein Kleinbus mit viel zu engen Sitzen und viel zu vielen Passagieren sammelt uns vor Sonnenaufgang in 'Nyanung Shwe' am Inle-Lake auf und setzt uns vor Sonnenuntergang in 'Nyaung U' in der Bagan-Ebene ab. Hier gilt es 10 US-Dollar an die Regierung zu entrichten, mancher Regimebeitrag laesst sich leider nicht vermeiden. Denn die 42 qkm grosse Ebene von Bagan ist die groesste Flaeche von buddhistischen Tempeln, Pagoden, Stupas und Ruinen weltweit. Verschiedene Koenige verfielen vor allem im 11. und 12. Jh. scheinbar dem Wahnsinn und liessen insgesamt 13.000 Prachtbauten auf der Ebene errichten, wobei die dabei verschlungen Staatsgelder sicherlich ein Grund fuer die Niederlage gegen die Mongolen im 13. Jh. waren. Heute uebrig sind an die 2.200 dieser buddhistischen Bauten, die nicht dem UNESCO-Weltkulturerbe angehoeren, da sie zum Teil “unhistorisch” restauriert und wiederaufgebaut wurden (vor allem nach diversen starken Erdbeben).

Vielleicht historisch, bestimmt aber unmenschlich sind die neuen breiten Strassen mit den rot-weiss-gestreiften Bordsteinen entstanden, die die steppenartige Ebene durchziehen und den Transport von Touristenmassen ermoeglichen: Zwangsarbeiter (auch Kinder) mussten hart schuften. Dazu kam, dass man die Bewohner des Ortes Bagan ('Old Bagan'), der an den 'Ayerwaddy'-Fluss grenzt, schlichtweg auf ein trockenes Weideland ein paar Kilometer weiter ('New Bagan') zwangsumgesiedelt hat.


Inle-Lake (01.01. - 04.01.2010)

Northeastern Myanmar (Burma)

Die eiskalten Naechte des 3-Tages-Treks sind vorueber. In 'Nyanung Shwe' am noerdlichen Ende des Inle-Lakes ist es nachts nicht mehr ganz so kalt, vor allem aber haben wir wieder ein Bett in einem Zimmer mit einem Bad mit heissem Wasser. Unsere Trekkinggruppe bleibt erstmal vollstaendig ein paar Tage hier und so unternehmen wir zum Teil gemeinsam Ausfluege und gehen Abends zusammen essen. Das touristische Staedtchen (man muss 3 Dollar an die Regierung abdruecken, um ueberhaupt hier sein zu duerfen) bietet nicht allzu viel – die ueblichen Tempel, Pagoden und Buddhastatuen eben. Mit dem Rad erkunden wir Stadt und die benachbarten kleinen Doerfer in herrlicher Umgebung und besuchen die jungen Moenche in einem komplett aus Teak-Holz gebauten Kloster.

Traditionsgemaess sollte jeder Burmese 2x in seinem Leben eine gewisse Zeit im Kloster verbingen um die Lehren Buddhas zu lernen. Allerdings erfuellen die meisten diesen Brauch mit ein paar Tagen und die der Grossteil der jungen Moenche rekrutiert sich wohl aus Waisen und Obdachlosen oder aus ambitionierten Buddha-Anhaengern. Arbeiten duerfen die Moenche nicht - sie sollen ihre Zeit zum Lernen und Lehren nutzen - und so ziehen sie am fruehen Morgen in langen Schlangen mit ihren Gabentoepfen durch die Strassen. Eigentlich sollen sie auch keinen Sport betreiben und natuerlich auf gesundheitsschaedigende Mittel wie Nikotin, Koffein und Alkohol verzichten. Trotzdem sieht man manchmal Jungs in weinroten Roben dem Ball hinterherjagen oder aeltere Moenche in Teestuben sitzen und quatschen, waehrend sie genuesslich an selbstgebauten Zigaretten ziehen. Die Moenche sind in Burma einerseits omnipraesenter und integrierter Teil der Gesellschaft und andererseits dann und wann sehr gefragte Meinungsbildner und Ratgebende. Generell gesehen, stehen sie auf der Gegenseite der Militaer-Junta, drehen zum Protest ihre Gabenschuesseln um (was im Buddhismus ein ultimatives Zeichen ist, da nur gutes Karma sammeln kann, wer ihnen Gaben spendet) und fuehren friedliche Demonstrationen gegen die Regierung und ihre Entscheidungen an. Moenche schlaegt man nicht, und wenn man es tut, bringt man das ganze empoerte Land gegen sich auf – was z.B. 2007 passierte, als die Regierung die Kraftstoff-Subventionen restlos strich und schlagartig alles teurer wurde (damals wurde auch der japanische Fotograf auf offener Strasse erschossen). Leider nur ist der Regierung die Empoerung des eigenen Volkes ziemlich egal – wer auch nur ein Sterbenswoertchen sagt, hat gute Chancen denunziert zu werden und fuer 15 Jahre in Arbeitslager oder Gefaengnis zu verschwinden.

Soviel zu ein paar Dingen, an die man als Tourist natuerlich gar nicht denken sollte, von denen man eigentlich gar nicht wissen sollte, ginge es nach der Regierung. Brav das Land besuchen, teuere Regierungshotels bewohnen, Zug fahren (Regierungsgeschaeft), Fliegen (Regierungsgeschaeft) und allen Freunden erzaehlen, wie toll es ist, damit die auch noch ein paar Dollar in Regierungskassen pumpen, wobei die hauptsaechlich durch das Verscherbeln der vielen Rohstoffe des Landes an wohlgesinnte Regierungen gefuellt werden. Aber das Land ist toll und wuerden wir es nicht bereisen und erleben, waere Burma fuer uns nur eines der vielen Laender auf der Welt, in denen einiges schief laeuft, ohne genau zu wissen was und somit ohne wirkliches Interesse daran zu haben.

Den Inle-See selbst, auf dessen riesiger Flaeche ein Haufen Menschen wohnt, lebt und arbeitet, schauen wir uns auf einer eintaegigen Bootstour an. Im Sueden sind ganze Staedte mit ansehnlichen Wohnhaeusern, Stromleitungen und Schulen auf Stelzen ins Wasser gebaut und die Menschen bewegen sich ganz natuerlich in Booten (beziehungsweise eher ausgehoehlten Holzstaemmen) vorwaerts, waschen sich im und trinken aus dem See. Lange Auslaeufer ziehen sich zu den einzelnen Doerfern am suedlichen Festland, wo die Menschen unter einfachsten Verhaeltnissen verschiedenen Handwerken nachgehen und in denen abwechselnd der regionale Markt stattfindet. Dazwischen immer wieder Tempel und Pagoden, die entweder verwittert oder frisch geweisselt die burmesische Landschaft mit ihren goldenen Spitzen vervollstaendigen. Touristisch ist der See sehr gut erschlossen – er gehoert zu den Hauptattraktionen des Landes – und so besuchen wir leider auch Touristenrestaurants (vollgestopft mit Pauschalreisegruppen), Webereien und Silberschmieden, wo von uns erwartet wird, uns mit Souvenirs einzudecken.


Kalaw & Trek zum Inle-Lake (29.12.2009 - 01.01.2010)

Northeastern Myanmar (Burma)

Da wir wissen, dass wir noch 1,2 mal nach Yangon zurueckkommen werden, und uns der Sinn wieder mehr nach Natur steht, nehmen wir bald einen Uebernachtbus in das kleine Bergdoerfchen Kalaw, von wo aus wir zum Inle Lake trekken wollen. Yangon's Busterminal liegt 45min Taxifahrt ausserhalb des Zentrums und gleicht mehr einem riesigen Schrottplatz. Zwischen dem bunten Treiben aus Taxis, Markt, Garkuechen und Ticketschaltern stehen ueberall Wracks herum, die nach und nach ausgenommen werden, um die restlichen Busse ein paar weitere Wochen lang fahrtuechtig zu machen. So schlecht ist unser Bus dann aber gar nicht und dank der gutausgebauten Strassen vorbei an der neuen Hauptstadt (in der mitten in der Nacht wirklich jede Gluehbirne brennt) haben wir eine ruhige Fahrt. Schlaf-stoerend ist nur der laute Fernseher, der burmesisches Theater und amerikanische Actionfilme zeigt, sowie die regelmaessigen Checkpoints. Myanmars Regierung will wissen, wohin das Volk und die Touristen reisen, und so muessen wir oefters in die kalte Nacht raus und unsere Paesse vorzeigen.

Nichts leichter als in Kalaw mitten in der Nacht um 3:00 Uhr einen Guide fuer die 3-Tages-Tour zum Inle-Lake aufzutreiben. Jimmy liest uns auf der Hauptstrasse auf, nachdem uns der Bus dort muede und mitsamt Gepaeck abgesetzt hat. Die indischen Besitzer (viele Inder kamen damals mit der britischen Armee ins Land) unseres Guest Houses sind darueber nicht so erfreut, da die beiden Soehne (Rambo & Harry) ebenfalls Tourguides sind, und so fluestern sie uns am Lagerfeuer, dass Jimmy mit der Regierung zusammenarbeiten und morgens das Essen der Moenche stehlen wuerde. Natuerlich totaler Quatsch, aber der Konkurrenzkampf ist gross und auch Jimmy laesst ein paar Kommentare in die Gegenrichtung los. Wir bleiben nur einen Tag in dem Bergstaedtchen, wo es bitterkalt wird sobald die Sonne untergeht, um auf ein paar Leute aus Yangon zu warten.

Am 30.12. startet unser 9er-Trupp seine Wanderung zum 30km entfernten Inle-Lake – 3 BelgierINNEN, 1 Hollaenderin, 1 Kanadier, der in Kalifornien lebt, 1 Englaender, der in Sydney lebt, Jimmy und wir. Natuerlich nehmen wir nicht die Strasse sondern kleine – teils sehr zerfurchte und staubige – Wege, die sich bergauf, bergab durch die Huegel ziehen. Der 3-Tages-Trek ist eine feste touristische Institution und so sind Restaurants auf dem Weg auf unser Kommen vorbereitet und wir begegnen ein paar anderen Trekking-Gruppen. An einem laendlichen Bahnhof machen wir unsere letzte Pause des Tages und haben Glueck, dass gerade ein Zug einfaehrt und wir das einsetzende Treiben beobachten koennen. Dutzende Verkaeufer stroemen an die offenen Fenster des antiken Zugs und bringen Essen, Trinken und Blumen unter die Passagiere. Da das Schienennetz in Myanmar mindestens so antik wie die Zuege selbst ist, dauern Zugfahrten meist doppelt so lange wie die ebenfalls langsamen Busfahrten, und sind scheinbar so holprig, dass man nicht mal ein Buch lesen kann. Obwohl sich die Zuege gemuetlich durch idyllische Landschaft schlaengeln, haben wir's nie ausprobiert, da das Geld fuer die ueberteuerten Touristen-Tickets in die Taschen der Generaele wandert.

Die erste Nacht verbringen wir in einem nahen Dorf, in dem mit deutschen Hilfsmitteln ein Gaestehaus errichtet wurde. Den Abend ueber waermen wir uns am Lagerfeuer auf, zum Schlafen wickeln wir uns zitternd in mehrere dicke Decken. Wie angenehm, als wir am naechsten Morgen wieder aufbrechen und die Sonne langsam an Hoehe und Waerme gewinnt. Mit zwei weiteren Reisegefaehrten (1 Deutsche, die in Hong Kong lebt und 1 Argentinier, der ein Guest House auf Ibiza hat) geht's den ganzen Tag weiter durch Reis- und Chili-Plantagen und ein paar einfache Doerfer, wo uns die Kinder schon erwartungsvoll begruessen. Abends erreichen wir das Kloster auf einem bewaldeten Huegel, in dem wir die Silvesternacht verbringen werden. Im Hauptgebaeude hat man uns und anderen Wandergruppen mit Vorhaengen abgetrennte Matratzenlager hergerichtet - dahinter die Buddha-Schreine und betenden jungen Moenche. Nach Koerperpflege mit eiskaltem Brunnenwasser und Abendessen halten wir uns mit Whiskey, Rum und gruenem Tee warm und wach, bis wir es am Lagerfeuer knapp ueber den Jahreswechsel nach burmesischer Zeit schaffen.

Noch ein halber Tagesmarsch, dann haben wir's fast geschaft. In einem Dorf, das an einem der langen Auslaeufer-Fluessen im Sueden des Inle-Lakes liegt, steigen wir in eines der typischen flachen Boote um. Nach einer knappen Stunde Bootsfahrt erreichen wir die grosse Weite des 22km langen Sees und haben eine weitere Stunde bis nach 'Nyaung Shwe' – der Touristenstadt im Norden.


Yangon (26.12. - 28.12.2009)

Irrawaddy, Myanmar (Burma)

Hier in Yangon beginnt unsere 28-taegige Myanmar-Reise und die ersten Kilometer in einem sehr alten Kleinbus zu unserem Hotel, dem 'Motherland Inn 2', der noch dazu mit Motorschaden liegenbleibt, lassen uns gleich in eine bisher fremde Welt eintauchen. Yangon hiess frueher Rangoon (der britische Name) und war bis 2005 die Hauptstadt des Landes. Dann haben die Generaele beschlossen, sich eine prunkvolle neue Hauptresidenz (Naypyidaw) mitten ins Nirgendwo bauen zu lassen. Aber Yangon ist mit mehr als 5 Mio. Einwohnern immer noch die groesste Stadt des Landes und Wirtschaftszentrum.

Die Stadt versprueht einen ganz besonderen und irgendwie morbiden Geist. Die Strassen sind voll von britischen Kolonialbauten, die die Regierung aus Trotz dem Zahn der Zeit ueberlaesst. Ueberall sind tausendfach abgezweickte Stromleitungen in allen Himmelsrichtungen ueber die (kleineren) Strassen gespannt, wobei die staatliche Stromversorgung sehr inkonsequent ist, denn 24/7 Strom haben in diesem Land nur die neue Hauptstadt und ein paar Orte mit wichtigen Industrien. Vielmehr ist Yangon die dunkelste Grossstadt, die wir je gesehen haben. Anstatt von Laternen werden die Strassen von den vielen kleinen batterie- oder Generatorbetriebenen Lampen der Shops, Staende und Restaurants diffus beleuchtet. Der typische Sound dieser Stadt ist das Rattern und Brummen tausender Generatoren. Fuer eine asiatische Stadt sehr untypisch ist das Fehlen jeglicher Motorroller/-motorraeder - die hat die Regierung einfach kurzerhand verboten, weil es zu viele Unfaelle gab. Den Transport der Einwohner uebernehmen stattdessen Massen von schrottreifen Bussen und Pick-Ups. Die einzigen Autos, die hier nicht mindestens 20 Jahre alt sind und in Europa eine geringe Chance haetten, zugelassen zu werden, sind die Diplomatenwagen (meist aeltere Mercedes-Modelle). Die Botschaften und auslaendischen Vertretungen sollten nicht in die neue Hauptstadt mit umziehen, denn da wollen die Generaele unter sich sein. Staatsdiener hingegen wurden unter Androhung von langen Gefaengnisstrafen gezwungen, mitsamt ihrer Familien umzuziehen.

Unser erster Tag in diesem Land und dieser Stadt ist ein Samstag und zusammen mit einem Schweizer stolpern wir spontan in das Nachtleben. Ueber einen Aufzug gelangen wir auf einen Dach-Biergarten mit Karaoke-Buehne und einem Dutzend weiss-hemdiger Kellner. Zwischen den Gesangsdarbietungen ueber eine kraechzende Sound-Anlage findet hier jeden Samstag eine Modellshow statt. Gruppen junger aufgetackelter Maedels praesentieren unsicher verschiedene (natuerlich nicht sehr freizuegige) Modeschoepfungen. Die einheimischen Maenner sitzen derweil im Dunkeln an den mit Whiskeyflaschen bestueckten Tischen und geniessen den Anblick - mehr an oeffentlicher Erotik gibt es wohl nicht in Myanmar. Wer will, kann einem der Maedels eine Blumenscherpe oder einen -kranz kaufen (3-5 USD), der dieser dann unter Applaus ueberreicht wird. Das beschenkte Modell bekommt einen Teil des Geldes und setzt sich als Gegenleistung fuer ein paar Minuten an den Tisch des Spenders. Im 2. Stock des Gebaeudes statten wir danach der Disco einen Besuch ab. Der laengliche Raum ist dunkel und nur Tanzflaeche und DJ-Kanzel sind bunt beleuchtet. Waehrend das DJ-Duo enthusiastisch grausame Pop-Techno-Mixes (etwa eine Technoversion Celine Dion's Titanic-Songs) auflegt, tanzen gerade mal 2-3 Maedels auf der leerenTanzflaeche. Hier geniessen sie die Freiheit, zu rauchen, Bier zu trinken und ihre T-Shirts unter ihre BH's zu stopfen. Wieder sitzen die wenigen anderen maennlichen Gaeste Whiskey-trinkend im Dunkeln und beobachten das Treiben. Und auch hier gibt es rausgeputzte Kellner, die einem als persoenlicher Getraenke-Besorgunger und Unterhalter zur Verfuegung stehen. Sehr skurril das alles..

Mittwoch, 20. Januar 2010

News: (Fast) 28 Tage in Myanmar

Unsere 4 Wochen im wunderschoenen Myanmar sind fast vorbei. Die Nacht
auf morgen werden wir (hoffentlich schlafenderweise) in einem
unklimatisierten Bus nach Yangon verbringen, wo wir dann noch einen
vollen Tag haben. Am Morgen des 22. Jan. fliegen wir zurueck nach
Bangkok, ordern unser Indien-Visum und werden noch eine Woche nach
'Chiang Mai' oder 'Pai' im Norden schauen.

Von Thailand aus gibt's dann wieder mehr Gruesse, Neuigkeiten und Fotos!


Mittwoch, 6. Januar 2010

News: Das neue Jahr in Burma

Ein Hallo in die freie Welt hinaus! Nur mit Tricks kann man hier
Kommunikationsmittel wie Email, Facebook, Blogs etc nutzen. Ausserdem
sind Internetcafes eher rar gesaet und ultra langsam. Deswegen mal ein
schneller Gruss von uns aus Bagan!

Bagan ist eine Ebene, die im 11. und 12. Jahrhundert von verschiedenen
Koenigen mit etwa 4400 Tempeln verschoenert wurde. Mittlerweile sind
einige natuerlich mehr Ruine als Tempel, trotzdem sieht man (und zwar
wirklich) "soweit das Auge reicht" Tempel aus der Erde ragen.
Unglaublich!

Ueber Silvester waren wir, wie angekuendigt, 3 Tage wandern und sind
in einem Kloster in den Bergen ins neue Jahr rueber gerutscht. Danach
waren wir ein paar Tage am Inle-Lake, einem sehr grossen See, auf dem
ein Haufen Menschen in Stelzenhaeusern wohnen. An diesen Orten war es
nachts bitterkalt und wir hatten einen Eindruck von eurem Wetter
zuhause - nur dass unsere Haeuser weder abgedichtet noch beheizt
waren. Hier in Bagan ist es zum Glueck ein wenig waermer und in
Mandalay - unserem naechsten Stopp - bleibt es dann auch nachts bei
sommerlichen Temperaturen.

Burma ist der Hammer; so reich an Kultur und voll mit netten Menschen,
die ihr schweres Los mit Wuerde tragen. Sie sind eben groesstenteils
Buddhisten (und zwar sehr glaeubige) und sehen ihr aktuelles Leben als
Bestrafung fuer Suenden im vorherigen. Harte Ansicht, aber es hilft,
die Situation anzunehmen und sein Leben positiv zu sehen.

Es wird bestimmt wieder dauern, bis ihr wieder was hoert von uns.
Spaetestens am 22.01. - da kommen wir wieder in Bangkok an. Macht euch
keine Sorgen, Burma ist das wohl sicherste Land Sued-Ost-Asiens und
uns wird nur was passieren, wenn wir oeffentlich gegen die Regierung
wettern wuerden ;-)