Dienstag, 1. September 2009

Ubud (31.08. - 09.09.2009)

Bali, Indonesia

Tja, das mit dem spontanen Flug von Makassar/Sulawesi nach Denpasar/Bali hat geklappt - gegen 13:00 Uhr am Flughafen angekommen und um 16:30 abgeflogen. Der Flug dauert nur knappe 2h und bald sehen wir den hoechsten und heiligsten Berg Bali's (Gunung Agung) aus den Wolken herausragen. Mit einem anderen hollaendisch-neu-seelaendischen Paerchen teilen wir uns das teure und 1-std. Taxi nach Ubud noerdlich von Denpasar (Taxi's vom Flughafen kosten meist das Doppelte des normalen Preises fuer die Rueckfahrt zum Flughafen -> Touri-Abzocke halt).

Zuerst checken wir abends ins 'Ala Hibiscus II' in den Reisfeldern neben der Jl. Bisma ein, suchen aber gleich am naechsten Tag nach anderen Unterkuenften, weil sich eine Baustelle direkt vor unserer Terasse befindet und das angepriesene Idyll zu Nichte macht. Westlich von Ubud befindet sich das Doerfchen Penestanan auf einem Huegel - erreichbar ueber eine Lianen-bedeckte lange Treppe. Und dort entdecken wir zufaellig Junia's House - ein groesseres und ein kleineres vollausgestattetes Haeuschen einer 78-jaehrigen Australierin. Das Ding ist der Hit und wir wollen dahin! Der Typ vom 'Ala Hibiscus II' gestern noch harter Geschaeftsmann, dem wir nur mit Muehe und Not einen kleinen Rabatt abhandeln konnten, ist auf einmal ganz traurig und will uns das Zimmer doch ploetzlich fuer 150.000 Rph (das zahlen wir fuer das kleine Haeuschen) anstatt 200.000 Rph geben. Nach 2 Naechten ziehen wir also in unser neues Domizil um und freuen uns, dank der Kueche die eher teuren Restaurantpreise der Stadt zu umgehen (leider kaufen wir hungrig im extragrossen und gut sortierten Bintag(=Stern)-Supermarkt ein, was unsere Sparplaene wieder zu Nichte macht - dafuer gibt's mal wieder richtig gute Spaghetti zur Abwechslung).

Ubud ist mit Abstand die touristischte Stadt, die wir bisher gesehen haben - voll mit Pauschaltouris und massenweise westlichen Geschaeften (Dolce & Gabana und so'n Schmarrn - buy 1, get 2 ...), hunderten von Homestays und Luxushotels und noch mehr Bars und Restaurants. Angefangen hat die ganze Sache mal mit ein paar westlichen Kuenstlern, die in den 1930ern in das damalige Dorf ausgewandert sind, sich von der schoenen Umgebung (Huegellandschaf mit Fluesse, Schluchten und Reisfeldern) inspirieren haben lassen und den balinesischen Stil gepraegt haben. Vorher gab es den "Kuenstlerberuf" hier gar nicht, die Leute haben staendig kunstvolle Dinge hergestellt, um Zeremonien zu schmuecken oder Goetter zu ehren. Das, auf jeden Fall, macht die Stadt kulturell auch interessant, weil in jeder Ecke irgendwelche Galerien und Ausstellungen sind. Trotz der vielen Touris und der staendigen "Transport" und "Taxi"-Rufe auf den Strassen ist Ubud der erste Ort fuer uns, an dem wir uns vorstellen koennten, ein paar Jaehrchen zu leben - und dank unseres kleinen Haeuschens tun wir erstmal eine Woche so als ob.

Wir machen ein paar Wander- und Radlausfluege in alle vier Himmelsrichtungen von Ubud, verlaufen uns in riesigen Reisfeldern, durchqueren kleine Schluchten, ueberqueren Huegelkaemme, verfahren uns in den vielen gleich-aussehenden Doerfern, drehen grosse Runden obwohl wir eigentlich einem Fluss immer in Richtung Norden folgen wollen, besuchen die Affen im 'Sacred Monkey Forest Sanctuary' (ein kleiner Wald mit Tempeln im Sueden der Stadt -> jeder Balinese witzelt, ob man seine Verwandten besucht hat, wenn man erzaehlt, in Ubud gewesen zu sein), ueben unser Verhandlungsgeschick auf dem Markt, schauen uns eine balinesische Tanzauffuehrung an, essen den geilsten Schokokuchen (Chocolate-Mud-Cake) unserer bisher entdeckten Welt im 'Bali Buddha Cafe' und checken abends ein paar gemuetliche Bars der Stadt aus (wobei Bier trinken im Verhaeltnis immer am teuersten ist -> 25.000 Rph pro 600ml Flasche, also knappe 2 Euro).

Bilder unter: http://www.getdropbox.com/gallery/198087/1/09-09%20Ubud?h=5fd5aa

3 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Hallo ihr 2 Lieben,
mein Urlaub ist nun vorbei. Ich hatte heute meinen 1. Arbeitstag in meiner neuen Stelle :) Und es war echt prima. Ich bereue es überhaupt nicht gekündigt zu haben und freue mich nun sehr mit deiner Mama zusammen zu arbeiten.
Sonst gibt es auch nicht viel neues. Hier ist es ebenfalls super warm. Ich habe meine Beach- Tennis- Karriere gestartet und auch sonst waren wir im Tennis sehr erfolgreich.
Dult war lustig, aber sonst wie immer.
Viel Spaß und lasst es euch gutgehen. An fetten Schamtz eure Sabi!

Anonym hat gesagt…

Hallo ihr zwei Hüpfer!
Schön sind die Fotos von Pantai Bira. So als würdet ihr alleine auf der Welt leben. Ich kann mir vorstellen, dass es euch wieder weiterzieht zu neuen Abenteuern.

Grüße aus Landshut
Micha

Unknown hat gesagt…

Schöne Bilder! Lassts euch gut gehen. Thilo, ich hoff, dass du deinen Geb. gscheit feierst. Zum 50gsten hat meine Mutter damals ne fette Strandparty mit dekadentem Spanferkel und philippinschen Gerichten gegeben. Leider war keins der engeren Familienmitglieder dabei ;) aber ich glab es war spassig...

Grüße Johnny

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