Die letzten Tage haben wir den Mount Rinjani bestiegen und sind heute zum relaxen auf die Gili-Islands im Nordwesten von Lombok geschippert.
Es gibt neue Bilder, weil schnelles Internet hier. Mehr folgt morgen..
Morgen fahren wir nach 2 Naechten auf die Nachbarinsel Gili Air rueber. Gili Trawangan ist eher so der Ballermann-Style und es gibt viel zu viele Hohlnasen hier! Bintag-Shirts en masse!
UPDATE
Auf Gili Air sind wir gestern angekommen und hier ist es gleich viel angenehmer als auf der MTV-Insel Gili Trawangan. Hier bleiben wir erstmal ein paar Tage und ich mach endlich mal meinen Tauchkurs.
Montag, 28. September 2009
Mittwoch, 23. September 2009
Senggigi (23.09. - 28.09.2009)
Lombok, Indonesia
Nach dem schoenen und leider auch ein bisschen verregneten Kuta/Lombok geht's mit dem Touristen-Shuttle wieder ueber Mataram weiter noerdlich nach Senggigi, wo wir nach laengerer Suche im 'Bumi Aditja' einchecken. Da wir ein paar Tage in dieser relativ unspektakulaeren Kuestenstadt ausharren wollen, um uns das Black-Metal-Komzert am Wochenende anzuschauen, ueberlegen wir, die Tour auf den Mount Rinjani gleich von hier aus zu machen. Den ganzen ersten Tag lassen wir uns also von den Scharen von Tour-Organizern belabern und hoeren 100 verschiedene Wahrheiten und beste Angebote. Entnervt und voellig ueberfordert buchen wir abends die Tour bei unserem Homestay-Edy und seinem Boss Eddy fuer den naechsten Tag.
Gunung Rinjani (24.09. - 26.09.2009)
Eddy und Edy haben uns erklaert, dass man in 3 Tagen/2 Naechten nicht bis auf den Gipfel des heiligen Vulkans Rinjani steigen kann und dass die meisten eine Tour bis zum Kraterrand und zurueck buchen. Die ersten Gefaehrten, die morgens kurz nach 5 in unser Auto steigen - 3 Brueder aus Usbekistan - machen die Tour auf den Gipfel in 3 Tagen - na super, danke Eddy & Edy!
Nach 2 Stunden Fahrt kommen wir in Senaru am Fusse des 3700m hohen Vulkans an, wo wir erstmal Fruehstueck bekommen und uns bei der Parkbehoerde anmelden muessen (der Typ dort heisst, warum auch immer, Juergen). Dann geht der Aufstieg von den 800 Hoehenmetern, auf die wir mit dem Auto kutschiert wurden, zum 2600m hoch gelegenen Kraterrand, wo wir uebernachten werden, los. Nicht etwa, dass wir alleine gewesen waeren.. wir hatten natuerlich unseren Guide und 2 Porter, die 3 usbekischen Brueder und ein Paerchen aus Bonn als Weggefaehrten PLUS etwa 50 andere Touristen, die diesem schoenen natuerlichen Flecken Erde ein bisschen Leben eingehaucht haben.
Unser Guide Karim legt trotz seines 35kg-Rucksacks (vor allem Wasser fuer 3 Tage) ein recht zuegiges Tempo vor, das unsere Porter mit ihren 45kg-Bamboo-Konstruktionen (Zelte, Matten, Essen, etc) locker mithalten. Die erste 1h und 300 Hoehenmeter zu POS I liegt das alles auch noch in unserem 3kg-Rucksack-Rahmen, da es relativ flach durch Kaffee- und Bananenplantagen geht. Weiter zur POS II auf 1400m allerdings, faengt die Sache an, ansprechender zu werden, da es nun auf mit Wurzeln uebersaehten Pfaden durch den von Schmetterlingen, Affen und weiterer unsichtbarer Fauna bewohnten Jungle geht -> Vorteil: Schatten. Dann kochen die 5-6 Guides erstmal auf, um ihre hungrigen und untrainierten Touris wieder zu staerken und wir nutzen die Wartezeit, um unsere jetzt schon klitschnassen T-Shirts in der Sonne zu trocknen. Weitere 2h geht's dann nach dem Mittagessen zur POS III auf 2000m und ueber die Baumgrenze, was uns den ersten Ausblick ueber Lombok und noch mehr Transpiration aufgrund des nun fehlenden Schattens beschert. Aber jetzt haben wir ja schon 2/3 geschafft und das Fluchen auf den letzten 600 Hoehenmetern ueber rutschige Staub- und Steinwege haelt sich auch noch in annehmbaren Grenzen, da man meist keine Luft dafuer uebrig hat.
So ist das Bergsteigen nunmal, 1600 Hoehenmeter in 6h zehren eben, aber man beisst sich halt durch, um den Ausblick zu sehen - und der ist unglaublichst unglaublich! Der bergabgewandte Blick streift ueber die Insel Lombok, die wie ein dunkelgruener Teppich auf dem tiefblauen Meer liegt, und die drei kleinen Gili-Islands (auf denen wir nach Sengiggi unsere mueden Knochen ausruhen wollen) sehen aus, als boeten sie gerade mal Platz fuer 3 Huehner. Das alles sehen wir aber erst, als wir uns am Anblick des 600m unter uns liegenden Kratersees satt gesehen haben. Segara Anak genannt, erhebt sich aus seiner Mitte ein kleiner Vulkan mit 2351m hoher Spitze, der ein stetiges Grollen und regelmaessige Rauchwolken von sich gibt. Die vulkanischen Aktivitaeten haben den gruen-blauen See stellenweise gelb eingefaerbt -> ein Vulkan im See im Krater eines Vulkans!
Bilder unter: http://www.getdropbox.com/gallery/198087/1/09-09%20Gunung%20Rinjani?h=fb70da
Mataram - Satu Bumi (26.09.2009)
Punk & Metal Konzert 'Satu Bumi (= Eine Welt)' in Mataram.
Bilder unter: http://www.getdropbox.com/gallery/198087/1/09-09%20Mataram%20%28Satu%20Bumi%29?h=20c3fc
Senggigi (23.09. - 28.09.2009)
Sonstige Eindruecke aus Senggigi.
Bilder unter: http://www.getdropbox.com/gallery/198087/1/09-09%20Senggigi?h=21ee9a
Nach dem schoenen und leider auch ein bisschen verregneten Kuta/Lombok geht's mit dem Touristen-Shuttle wieder ueber Mataram weiter noerdlich nach Senggigi, wo wir nach laengerer Suche im 'Bumi Aditja' einchecken. Da wir ein paar Tage in dieser relativ unspektakulaeren Kuestenstadt ausharren wollen, um uns das Black-Metal-Komzert am Wochenende anzuschauen, ueberlegen wir, die Tour auf den Mount Rinjani gleich von hier aus zu machen. Den ganzen ersten Tag lassen wir uns also von den Scharen von Tour-Organizern belabern und hoeren 100 verschiedene Wahrheiten und beste Angebote. Entnervt und voellig ueberfordert buchen wir abends die Tour bei unserem Homestay-Edy und seinem Boss Eddy fuer den naechsten Tag.
Gunung Rinjani (24.09. - 26.09.2009)
Eddy und Edy haben uns erklaert, dass man in 3 Tagen/2 Naechten nicht bis auf den Gipfel des heiligen Vulkans Rinjani steigen kann und dass die meisten eine Tour bis zum Kraterrand und zurueck buchen. Die ersten Gefaehrten, die morgens kurz nach 5 in unser Auto steigen - 3 Brueder aus Usbekistan - machen die Tour auf den Gipfel in 3 Tagen - na super, danke Eddy & Edy!
Nach 2 Stunden Fahrt kommen wir in Senaru am Fusse des 3700m hohen Vulkans an, wo wir erstmal Fruehstueck bekommen und uns bei der Parkbehoerde anmelden muessen (der Typ dort heisst, warum auch immer, Juergen). Dann geht der Aufstieg von den 800 Hoehenmetern, auf die wir mit dem Auto kutschiert wurden, zum 2600m hoch gelegenen Kraterrand, wo wir uebernachten werden, los. Nicht etwa, dass wir alleine gewesen waeren.. wir hatten natuerlich unseren Guide und 2 Porter, die 3 usbekischen Brueder und ein Paerchen aus Bonn als Weggefaehrten PLUS etwa 50 andere Touristen, die diesem schoenen natuerlichen Flecken Erde ein bisschen Leben eingehaucht haben.
Unser Guide Karim legt trotz seines 35kg-Rucksacks (vor allem Wasser fuer 3 Tage) ein recht zuegiges Tempo vor, das unsere Porter mit ihren 45kg-Bamboo-Konstruktionen (Zelte, Matten, Essen, etc) locker mithalten. Die erste 1h und 300 Hoehenmeter zu POS I liegt das alles auch noch in unserem 3kg-Rucksack-Rahmen, da es relativ flach durch Kaffee- und Bananenplantagen geht. Weiter zur POS II auf 1400m allerdings, faengt die Sache an, ansprechender zu werden, da es nun auf mit Wurzeln uebersaehten Pfaden durch den von Schmetterlingen, Affen und weiterer unsichtbarer Fauna bewohnten Jungle geht -> Vorteil: Schatten. Dann kochen die 5-6 Guides erstmal auf, um ihre hungrigen und untrainierten Touris wieder zu staerken und wir nutzen die Wartezeit, um unsere jetzt schon klitschnassen T-Shirts in der Sonne zu trocknen. Weitere 2h geht's dann nach dem Mittagessen zur POS III auf 2000m und ueber die Baumgrenze, was uns den ersten Ausblick ueber Lombok und noch mehr Transpiration aufgrund des nun fehlenden Schattens beschert. Aber jetzt haben wir ja schon 2/3 geschafft und das Fluchen auf den letzten 600 Hoehenmetern ueber rutschige Staub- und Steinwege haelt sich auch noch in annehmbaren Grenzen, da man meist keine Luft dafuer uebrig hat.
So ist das Bergsteigen nunmal, 1600 Hoehenmeter in 6h zehren eben, aber man beisst sich halt durch, um den Ausblick zu sehen - und der ist unglaublichst unglaublich! Der bergabgewandte Blick streift ueber die Insel Lombok, die wie ein dunkelgruener Teppich auf dem tiefblauen Meer liegt, und die drei kleinen Gili-Islands (auf denen wir nach Sengiggi unsere mueden Knochen ausruhen wollen) sehen aus, als boeten sie gerade mal Platz fuer 3 Huehner. Das alles sehen wir aber erst, als wir uns am Anblick des 600m unter uns liegenden Kratersees satt gesehen haben. Segara Anak genannt, erhebt sich aus seiner Mitte ein kleiner Vulkan mit 2351m hoher Spitze, der ein stetiges Grollen und regelmaessige Rauchwolken von sich gibt. Die vulkanischen Aktivitaeten haben den gruen-blauen See stellenweise gelb eingefaerbt -> ein Vulkan im See im Krater eines Vulkans!
Bilder unter: http://www.getdropbox.com/gallery/198087/1/09-09%20Gunung%20Rinjani?h=fb70da
Mataram - Satu Bumi (26.09.2009)
Punk & Metal Konzert 'Satu Bumi (= Eine Welt)' in Mataram.
Bilder unter: http://www.getdropbox.com/gallery/198087/1/09-09%20Mataram%20%28Satu%20Bumi%29?h=20c3fc
Senggigi (23.09. - 28.09.2009)
Sonstige Eindruecke aus Senggigi.
Bilder unter: http://www.getdropbox.com/gallery/198087/1/09-09%20Senggigi?h=21ee9a
Sonntag, 20. September 2009
Suranadi & Kuta/Lombok (18.09. - 23.09.2009)
Lombok, Indonesia
Bali lassen wir mit der 5-stuendigen Faehre von Padangbai nach Lembar/Lombok hinter uns, auf der wir uns mit ein paar anderen Touristen auf dem leeren weil kochend heissem Oberdeck ausbreiten. Vor dem Hafen muss man erstmal durch einen Knaeuel "Ticketverkaeufer", in dem man "very cheap tickets" fuer 250-300.000 Rph (~20 Euro) am Laufenden Band kaufen soll. Dumm nur, dass sie am normalen Schalter 30.000 Rph (~2 Euro) kosten und noch duemmer, dass manche Touristen auf den Spass reinfallen. Indonesisches Hafengebiet ist Abzockergebiet vom Feinsten -> Blick auf den Boden und Richtung des offiziellen Schalters einschlagen, jegliche Hindernisse wegdraengen oder umgehen!
Wie gesagt, sind wir erstmal alleine auf dem Oberdeck, bis nach und nach immer mehr neugierige Indonesier auf Idul Fitri (=Ende des Ramadan) Reise ihre Zigaretten in unserer Naehe rauchen, um uns "klammheimlich" zu beobachten, fotografieren und zu filmen (meist mit Handys). Die Mutigsten setzen sich zu uns, fragen ob wir gemeinsame Fotos machen koennen und unterhalten sich mit uns. Die See ist nicht allzu ruhig und wir bemerken auch auf dieser grossen (natuerlich mal wieder heillos ueberladenen) Autofaehre das Eintreten einer gewissen Uebelkeit - sind deswegen froh, als wir kurz vor Sonnenuntergang endlich in Indonesiens schoenstem Hafen einlaufen. Das sagt zumindest der Lonely Planet, wahrscheinlich wegen den gruenen Bergen und Huegeln und der netten Bucht, in der er liegt - sonst aber voll mit Faehren, Frachtern und Dreck.
Lembar (18.09. - 19.09.2009)
Weil wir erstmal vom Reisen genug haben, checken wir ins sehr indonesische Hotel 'Mashuri' (ein paar Hundert Meter weg vom Hafen) ein und bekommen von den netten Besitzern unsere erste original 'Sasak' (=Lombok-Kultur) Mahlzeit serviert. Am naechsten Morgen um 7 Uhr spueren wir unser erstes Erdbeben und fluechten gleichmal im Schlaf-"Anzug" aus dem Gebaeude. Fuehlt sich doch sehr komisch an fuer uns -> die Einheimischen sind eher von unserem Aufzug ueberrascht. Das Epizentrum lag auf Bali, das wir gestern verlassen hatten, und das Beben hatte eine Staerke von 6,4 - was zum Glueck gerade dazu gereicht hatte, ein bisschen Sachschaden anzurichten.
Suranadi (19.09. - 20.09.2009)
Warum auch immer suchen wir uns das Dorf Suranadi - oestlich der Hauptstadt Lomboks 'Mataram' - als erstes Reiseziel aus, was wir mit Kijang und Taxi in 1,5h erreichen. Das einzig wirklich verlaessliche Taxi-Unternehmen Indonesiens ist 'Blue Bird', was wir NICHT fuer die Fahrt von Mataram nach Suranadi benutzen. Um diese Lonely Planet-Weisheit zu bestaerken, faehrt unser Fahrer natuerlich gleich mal an dem deutlichen sichtbaren Schild nach Suranadi vorbei und nimmt einen grossen Umweg, den wir leicht in der kleinen Karte unseres Reisefuehrers verfolgen koennen. Macht ja nix, auf den Preis wirkt's sich's nicht allzu sehr aus, aber in Suranadi angekommen, spreche ich den arschfreundlich tuenden Fahrer darauf an, was in dazu veranlasst, schnell sein Geld einzusacken und beschaemt abzuduesen.
Naja, jetzt stehen wir mit unseren Rucksaecken in diesem kleinen Doerfchen, dessen einzige Sehenswuerdigkeit ein hinduistischer Tempel (Raritaet hier, weil Lombok wie der Grossteil Indonesiens muslimisch ist) mit heiligen Aalen ist, die man mit gekochten Eiern aus ihren Loechern locken kann. Die wenigen Touristen, die sich das Ding anschauen, fahren schnell von Mataram oder Senggigi rueber und bleiben hier fuer null Naechte. Wir checken mal in das eine der 2 Homestays namens 'Lanang' ein - indonesischer Standard, dafuer indonesische Preise..
Den Tempel sparen wir uns, weil der wieder 'Donation' kostet, die denen der Vorgaenger angemessen sein sollte, und wie durch ein Wunder zeigt das Buch, dass alle vorherigen Spender ausserordentlich grosszuegig waren. Ausserdem sehen balinesisch-hinduistische Tempel wirklich alle sehr gleich aus. Aber auf dem Tempelvorplatz nehmen wir in einem einheimischen Warung Platz, in dem wir gegrillte und nicht zuordbare Fleischstueckchen am Spiess mit Reis und very hot Sauce serviert bekommen. Auf unserem weiteren Rundgang erkunden wir einen Affenwald mit verfallenen Tempeln und einem verfallenen Zeltplatz - ueberhaupt sieht es hier aus, als waere der wenige Tourismus, der hier mal stattgefunden hat, vor Jahren komplett zusammengebrochen. Die Sache ist, dass Lombok nach den 'Bali-Bombings' 2001/2004 quasi gar keine Besucher mehr hatte.
Tja, wie gesagt, hier gibt es nichts zu tun und wir wollen es auf jeden Fall bei der einen Nacht belassen, die gleichzeitig die wichtigste Nacht fuer die Muslime Indonesiens darstellt. Endlich ist der Ramadan zu Ende und man darf wieder unter Alah's Augen bei Tageslicht essen, trinken, kettenrauchen und weitere menschliche Dinge tun.. Und das wird gefeiert -> sogar in diesem verschlafenen Kaff hoert man nach Sonnenuntergang eine dermassene Geraeuschkulisse plus Feuerwerk, etc und sieht Autokolonnen mit islamischen Sprechchoeren und Musik durch die Dorfstrasse rasen.
Geschafft! Glueckwunsch! Am naechsten Morgen sind wir froh, ein Bemo nach Mataram zu bekommen (es gibt eben auch Hindu-Bemo-Fahrer auf Lombok) und finden die pulsierende Grossstadt komplett geschlossen und leergefegt vor - die Strassen, bis auf ein wenig Reiseverkehr, eben so leer. In der Shopping Mall, die bis auf den KFC und McD auch zu hat, erfuellen wir uns erstmal den lange gehegten Traum eines BigMac Menues nach all dem Reis und Chicken. Mit uns schlagen sich einen Haufen Kiddies mal wieder so richtig die Baeuche mit Eis und Pommes voll, waehrend wir mal wieder Ziel aller Augen sind.
Bilder von der Ueberfahrt, Lembar & Suranadi unter: http://www.getdropbox.com/gallery/198087/1/09-09%20Suranadi?h=8aa6ed
Kuta/Lombok (20.09. - 22.09.2009)
Eigentlich wollen wir einen Tourist-Shuttle von Mataram nach Kuta im Sueden Lomboks nehmen, doch alle Fahrer sind im Idul Fitri Urlaub und die Dame von Perama (dem groessten Touri-Schaukel-Unternehmen des Landes) raet uns, ein Taxi zu nehmen, da dass sowieso billiger sei. Also geht's in 1,5h erst ueber Strassen, dann Schlaglochpisten, dann moderne Highways durch kleine Staedte und Doerfer und der Riesenbaustelle des internationalen Flughafens vorbei an die Suedkueste.
Wir checken im 'Surfer's Inn' ein und haben zum ersten Mal eine Anlage mit Swimming Pool. Gratis dazu, einen Haufen Surfer-Buddies (hey Yo!), die von den scheinbar super Wellen hier angezogen werden. Saucoole Burschen! Gruessen noch nicht mal zurueck - uns laeuft's jedes mal kalt den Ruecken runter vor Respekt.. Der Hausstrand ist voll mit indonesischen Familien, die ihre Feiertage am Meer verbringen und wie immer alle auf den selben 100m des 5km langen Sandstrandes abhaengen.
Kuta/Lombok hat kilometerlange und leere weisse Sandstraende, die eingebettet in Huegeln und Felsformationen liegen und ist wohl das Gegenteil des Bali-Kutas -> ruhig, gediegen, natuerlich! Es ist wohl der gefaehrlichste Ort Lomboks, weil: Man sollte seine Wertsachen nicht am Strand liegen lassen, weil die Bevoelkerung eher arm ist und es Langfinger gibt. Ah ja, schonmal die Digicam in Italien/etc. am Strand liegen lassen? Aber bleibt ruhig weg, ihr Pauschalis! In ein paar Jahren wird der internationale Flughafen fertig sein, ein Investor will ein 2. Dubai hier aufbauen mit kuenstlichen Inseln etc. und der Highway dafuer ist schon gebaut.. Dann war's das mit Paradis, sagen auch die Einheimischen, wobei sie natuerlich auch auf gute Geschaefte hoffen.
Morgens und abends regnet es immer und die Locals meinen schon den Wind drehen gespuert zu haben, was den 1,5-monate-zu-fruehen Beginn der Regenzeit andeutet - Klimawandel ist ueberall. Wir leihen uns die 2 Tage, die wir hier sind, einen Roller aus und fahren durch die wunderschoenen Landschaften Suedlomboks (siehe Bilder -> besser als meine Beschreibungskuenste). An einem der Straende lernen wir eine Gruppe Indonesier kennen (Jungs aus Mataram, die hier zusammen abhaengen), fuer die wir mal wieder beliebtes Fotoobjekt sind und die uns zu einem Metal-Konzert in ein paar Tagen einladen. An einem anderen Strand trifft sich die halbe Jugend Suedlomboks und veranstaltet Motorradrennen ueber den glatten Sandstrand - ganz im Fast & Furious Stil (sehr beliebt hier in Indonesien und immer wieder in den TV's auf Booten, Bussen, etc zu sehen).
Bali lassen wir mit der 5-stuendigen Faehre von Padangbai nach Lembar/Lombok hinter uns, auf der wir uns mit ein paar anderen Touristen auf dem leeren weil kochend heissem Oberdeck ausbreiten. Vor dem Hafen muss man erstmal durch einen Knaeuel "Ticketverkaeufer", in dem man "very cheap tickets" fuer 250-300.000 Rph (~20 Euro) am Laufenden Band kaufen soll. Dumm nur, dass sie am normalen Schalter 30.000 Rph (~2 Euro) kosten und noch duemmer, dass manche Touristen auf den Spass reinfallen. Indonesisches Hafengebiet ist Abzockergebiet vom Feinsten -> Blick auf den Boden und Richtung des offiziellen Schalters einschlagen, jegliche Hindernisse wegdraengen oder umgehen!
Wie gesagt, sind wir erstmal alleine auf dem Oberdeck, bis nach und nach immer mehr neugierige Indonesier auf Idul Fitri (=Ende des Ramadan) Reise ihre Zigaretten in unserer Naehe rauchen, um uns "klammheimlich" zu beobachten, fotografieren und zu filmen (meist mit Handys). Die Mutigsten setzen sich zu uns, fragen ob wir gemeinsame Fotos machen koennen und unterhalten sich mit uns. Die See ist nicht allzu ruhig und wir bemerken auch auf dieser grossen (natuerlich mal wieder heillos ueberladenen) Autofaehre das Eintreten einer gewissen Uebelkeit - sind deswegen froh, als wir kurz vor Sonnenuntergang endlich in Indonesiens schoenstem Hafen einlaufen. Das sagt zumindest der Lonely Planet, wahrscheinlich wegen den gruenen Bergen und Huegeln und der netten Bucht, in der er liegt - sonst aber voll mit Faehren, Frachtern und Dreck.
Lembar (18.09. - 19.09.2009)
Weil wir erstmal vom Reisen genug haben, checken wir ins sehr indonesische Hotel 'Mashuri' (ein paar Hundert Meter weg vom Hafen) ein und bekommen von den netten Besitzern unsere erste original 'Sasak' (=Lombok-Kultur) Mahlzeit serviert. Am naechsten Morgen um 7 Uhr spueren wir unser erstes Erdbeben und fluechten gleichmal im Schlaf-"Anzug" aus dem Gebaeude. Fuehlt sich doch sehr komisch an fuer uns -> die Einheimischen sind eher von unserem Aufzug ueberrascht. Das Epizentrum lag auf Bali, das wir gestern verlassen hatten, und das Beben hatte eine Staerke von 6,4 - was zum Glueck gerade dazu gereicht hatte, ein bisschen Sachschaden anzurichten.
Suranadi (19.09. - 20.09.2009)
Warum auch immer suchen wir uns das Dorf Suranadi - oestlich der Hauptstadt Lomboks 'Mataram' - als erstes Reiseziel aus, was wir mit Kijang und Taxi in 1,5h erreichen. Das einzig wirklich verlaessliche Taxi-Unternehmen Indonesiens ist 'Blue Bird', was wir NICHT fuer die Fahrt von Mataram nach Suranadi benutzen. Um diese Lonely Planet-Weisheit zu bestaerken, faehrt unser Fahrer natuerlich gleich mal an dem deutlichen sichtbaren Schild nach Suranadi vorbei und nimmt einen grossen Umweg, den wir leicht in der kleinen Karte unseres Reisefuehrers verfolgen koennen. Macht ja nix, auf den Preis wirkt's sich's nicht allzu sehr aus, aber in Suranadi angekommen, spreche ich den arschfreundlich tuenden Fahrer darauf an, was in dazu veranlasst, schnell sein Geld einzusacken und beschaemt abzuduesen.
Naja, jetzt stehen wir mit unseren Rucksaecken in diesem kleinen Doerfchen, dessen einzige Sehenswuerdigkeit ein hinduistischer Tempel (Raritaet hier, weil Lombok wie der Grossteil Indonesiens muslimisch ist) mit heiligen Aalen ist, die man mit gekochten Eiern aus ihren Loechern locken kann. Die wenigen Touristen, die sich das Ding anschauen, fahren schnell von Mataram oder Senggigi rueber und bleiben hier fuer null Naechte. Wir checken mal in das eine der 2 Homestays namens 'Lanang' ein - indonesischer Standard, dafuer indonesische Preise..
Den Tempel sparen wir uns, weil der wieder 'Donation' kostet, die denen der Vorgaenger angemessen sein sollte, und wie durch ein Wunder zeigt das Buch, dass alle vorherigen Spender ausserordentlich grosszuegig waren. Ausserdem sehen balinesisch-hinduistische Tempel wirklich alle sehr gleich aus. Aber auf dem Tempelvorplatz nehmen wir in einem einheimischen Warung Platz, in dem wir gegrillte und nicht zuordbare Fleischstueckchen am Spiess mit Reis und very hot Sauce serviert bekommen. Auf unserem weiteren Rundgang erkunden wir einen Affenwald mit verfallenen Tempeln und einem verfallenen Zeltplatz - ueberhaupt sieht es hier aus, als waere der wenige Tourismus, der hier mal stattgefunden hat, vor Jahren komplett zusammengebrochen. Die Sache ist, dass Lombok nach den 'Bali-Bombings' 2001/2004 quasi gar keine Besucher mehr hatte.
Tja, wie gesagt, hier gibt es nichts zu tun und wir wollen es auf jeden Fall bei der einen Nacht belassen, die gleichzeitig die wichtigste Nacht fuer die Muslime Indonesiens darstellt. Endlich ist der Ramadan zu Ende und man darf wieder unter Alah's Augen bei Tageslicht essen, trinken, kettenrauchen und weitere menschliche Dinge tun.. Und das wird gefeiert -> sogar in diesem verschlafenen Kaff hoert man nach Sonnenuntergang eine dermassene Geraeuschkulisse plus Feuerwerk, etc und sieht Autokolonnen mit islamischen Sprechchoeren und Musik durch die Dorfstrasse rasen.
Geschafft! Glueckwunsch! Am naechsten Morgen sind wir froh, ein Bemo nach Mataram zu bekommen (es gibt eben auch Hindu-Bemo-Fahrer auf Lombok) und finden die pulsierende Grossstadt komplett geschlossen und leergefegt vor - die Strassen, bis auf ein wenig Reiseverkehr, eben so leer. In der Shopping Mall, die bis auf den KFC und McD auch zu hat, erfuellen wir uns erstmal den lange gehegten Traum eines BigMac Menues nach all dem Reis und Chicken. Mit uns schlagen sich einen Haufen Kiddies mal wieder so richtig die Baeuche mit Eis und Pommes voll, waehrend wir mal wieder Ziel aller Augen sind.
Bilder von der Ueberfahrt, Lembar & Suranadi unter: http://www.getdropbox.com/gallery/198087/1/09-09%20Suranadi?h=8aa6ed
Kuta/Lombok (20.09. - 22.09.2009)
Eigentlich wollen wir einen Tourist-Shuttle von Mataram nach Kuta im Sueden Lomboks nehmen, doch alle Fahrer sind im Idul Fitri Urlaub und die Dame von Perama (dem groessten Touri-Schaukel-Unternehmen des Landes) raet uns, ein Taxi zu nehmen, da dass sowieso billiger sei. Also geht's in 1,5h erst ueber Strassen, dann Schlaglochpisten, dann moderne Highways durch kleine Staedte und Doerfer und der Riesenbaustelle des internationalen Flughafens vorbei an die Suedkueste.
Wir checken im 'Surfer's Inn' ein und haben zum ersten Mal eine Anlage mit Swimming Pool. Gratis dazu, einen Haufen Surfer-Buddies (hey Yo!), die von den scheinbar super Wellen hier angezogen werden. Saucoole Burschen! Gruessen noch nicht mal zurueck - uns laeuft's jedes mal kalt den Ruecken runter vor Respekt.. Der Hausstrand ist voll mit indonesischen Familien, die ihre Feiertage am Meer verbringen und wie immer alle auf den selben 100m des 5km langen Sandstrandes abhaengen.
Kuta/Lombok hat kilometerlange und leere weisse Sandstraende, die eingebettet in Huegeln und Felsformationen liegen und ist wohl das Gegenteil des Bali-Kutas -> ruhig, gediegen, natuerlich! Es ist wohl der gefaehrlichste Ort Lomboks, weil: Man sollte seine Wertsachen nicht am Strand liegen lassen, weil die Bevoelkerung eher arm ist und es Langfinger gibt. Ah ja, schonmal die Digicam in Italien/etc. am Strand liegen lassen? Aber bleibt ruhig weg, ihr Pauschalis! In ein paar Jahren wird der internationale Flughafen fertig sein, ein Investor will ein 2. Dubai hier aufbauen mit kuenstlichen Inseln etc. und der Highway dafuer ist schon gebaut.. Dann war's das mit Paradis, sagen auch die Einheimischen, wobei sie natuerlich auch auf gute Geschaefte hoffen.
Morgens und abends regnet es immer und die Locals meinen schon den Wind drehen gespuert zu haben, was den 1,5-monate-zu-fruehen Beginn der Regenzeit andeutet - Klimawandel ist ueberall. Wir leihen uns die 2 Tage, die wir hier sind, einen Roller aus und fahren durch die wunderschoenen Landschaften Suedlomboks (siehe Bilder -> besser als meine Beschreibungskuenste). An einem der Straende lernen wir eine Gruppe Indonesier kennen (Jungs aus Mataram, die hier zusammen abhaengen), fuer die wir mal wieder beliebtes Fotoobjekt sind und die uns zu einem Metal-Konzert in ein paar Tagen einladen. An einem anderen Strand trifft sich die halbe Jugend Suedlomboks und veranstaltet Motorradrennen ueber den glatten Sandstrand - ganz im Fast & Furious Stil (sehr beliebt hier in Indonesien und immer wieder in den TV's auf Booten, Bussen, etc zu sehen).
Bilder unter: http://www.getdropbox.com/gallery/198087/1/09-09%20Kuta%20%28Lombok%29?h=8369c0
Dienstag, 15. September 2009
Sanur & Padangbai (13.09. - 18.09.2009)
Bali, Indonesia
Sanur (13.09. - 14.09.2009)
Mit dem Morning-Boat um 8:00 sind wir am 13.09. wieder nach Sanur zurueck geschippert. Komischerweise sind wir dabei am Strand von Sanur aufgelaufen und mussten die letzten Meter abgeschleppt werden (eigentlich faehrt der Captain die Strecke doch jeden Tag?), waehrend die Wellen auf und in unser Boot gebrochen sind. Das ganze Schauspiel wurde von hunderten Indonesiern beaeugt und dirigiert (jeder wollte die richtigen Anweisungen geben), die alle im selben Stueck Wasser rumgeplanscht und ihren freien Sonntag verbracht haben. Das ist die indonesische Art, baden zu gehen: Ist der Strand auch noch so lang und leer - alle Grossfamilien tummeln sich zusammen auf einem kleinen Stueckchen wie die Sardinen -> sehr gesellschafts-orientiert eben.
Wir wollen nur eine Nacht in Sanur bleiben, um in Ruhe zu ueberlegen, wo es als naechstes hingehen soll und welche Art von Gefaehrt wir diesmal benutzen wollen. Wie schon Ubud, ist der Ort ziemlich Touri und man gruesst besser keinen auf der Strasse, weil man sowieso nur nach 'Taksi' und 'Transport' gefragt wird (was natuerlich auch ohne Gruessen alle 10 Meter passiert). Es gibt eine sehr lange Touristen-Strasse names 'Jalan Danau Tamblingan', an deren Anfang wir uns im 'Ida Inn' einquartieren und die wir einmal ganz entlang laufen. Alles ist vollgestopft mit Restaurants, Sports Bars und ganz vielen tollen Laeden. Jeder hat das Beste der Stadt (oder sogar Bali's) zu verkaufen - "we have the coldest beer in town..." jaja schon klar! Die meisten Sachen gehoeren irgendwelchen ausgewanderten Auslaendern und werden von Balinesen bewirtschaftet, was glaube ich sogar Vorschrift ist. Vor allem ziemlich viele Rentner bewohnen die Stadt und lassen sich immer von den ach so suessen Damen der Restaurants und Bars bewirten (die mit dem groessten Vorbau steht meistens an der Strasse, um die Leute zu catchen - "Nein danke, wir wollen nichts trinken!"). Also insgesamt eine ziemlich schreckliche Stadt fuer unser Empfinden. Auch der groesste Teil des Strandes ist mit Sternehotels zugebaut, deren Pauschal-Touris lieber am hauseigenen Pool als am 10m entfernten Strand abhaengen - da ist das Wasser wenigstens sauber, gell, und ne Touristenpolizei gibt's auch, damit ja kein Indonesier, der nicht im Hotel arbeitet, das Grundstueck betritt.
Naja, wir nutzen die Zeit zum Ueberlegen und entschliessen uns nach Padangbai, dem Haupthafen fuer die Schiffe nach Lombok im Sued-Osten Bali's, weiterzureisen.
Sanur (13.09. - 14.09.2009)
Mit dem Morning-Boat um 8:00 sind wir am 13.09. wieder nach Sanur zurueck geschippert. Komischerweise sind wir dabei am Strand von Sanur aufgelaufen und mussten die letzten Meter abgeschleppt werden (eigentlich faehrt der Captain die Strecke doch jeden Tag?), waehrend die Wellen auf und in unser Boot gebrochen sind. Das ganze Schauspiel wurde von hunderten Indonesiern beaeugt und dirigiert (jeder wollte die richtigen Anweisungen geben), die alle im selben Stueck Wasser rumgeplanscht und ihren freien Sonntag verbracht haben. Das ist die indonesische Art, baden zu gehen: Ist der Strand auch noch so lang und leer - alle Grossfamilien tummeln sich zusammen auf einem kleinen Stueckchen wie die Sardinen -> sehr gesellschafts-orientiert eben.
Wir wollen nur eine Nacht in Sanur bleiben, um in Ruhe zu ueberlegen, wo es als naechstes hingehen soll und welche Art von Gefaehrt wir diesmal benutzen wollen. Wie schon Ubud, ist der Ort ziemlich Touri und man gruesst besser keinen auf der Strasse, weil man sowieso nur nach 'Taksi' und 'Transport' gefragt wird (was natuerlich auch ohne Gruessen alle 10 Meter passiert). Es gibt eine sehr lange Touristen-Strasse names 'Jalan Danau Tamblingan', an deren Anfang wir uns im 'Ida Inn' einquartieren und die wir einmal ganz entlang laufen. Alles ist vollgestopft mit Restaurants, Sports Bars und ganz vielen tollen Laeden. Jeder hat das Beste der Stadt (oder sogar Bali's) zu verkaufen - "we have the coldest beer in town..." jaja schon klar! Die meisten Sachen gehoeren irgendwelchen ausgewanderten Auslaendern und werden von Balinesen bewirtschaftet, was glaube ich sogar Vorschrift ist. Vor allem ziemlich viele Rentner bewohnen die Stadt und lassen sich immer von den ach so suessen Damen der Restaurants und Bars bewirten (die mit dem groessten Vorbau steht meistens an der Strasse, um die Leute zu catchen - "Nein danke, wir wollen nichts trinken!"). Also insgesamt eine ziemlich schreckliche Stadt fuer unser Empfinden. Auch der groesste Teil des Strandes ist mit Sternehotels zugebaut, deren Pauschal-Touris lieber am hauseigenen Pool als am 10m entfernten Strand abhaengen - da ist das Wasser wenigstens sauber, gell, und ne Touristenpolizei gibt's auch, damit ja kein Indonesier, der nicht im Hotel arbeitet, das Grundstueck betritt.
Naja, wir nutzen die Zeit zum Ueberlegen und entschliessen uns nach Padangbai, dem Haupthafen fuer die Schiffe nach Lombok im Sued-Osten Bali's, weiterzureisen.
Padangbai (14.09. - 18.09.2009):
Ueber Ubud geht's am naechsten Tag in insgesamt 2h in einem ueberteuertem Perama-Touri-Bus nach Padangbai. 'Perama' ist der groesste Reiseveranstalter Indonesiens und hat so ziemlich in jeder groesseren Stadt ein Buero mit Shuttle-Bus-Vermittlungen zu den anderen Staedten (fuer die Qualitaet der Busse sind die Preise jedoch - wie gesagt - stark ueberteuert und Taxifahren ist ab 2 Personen meist billiger). Schlimmer noch: Auch 'Perama' bietet eine 4-taegige Reise mit dem Boot von Lombok nach Flores ueber die Komodo Islands an - was wir gerne machen wuerden - beschreibt im Prospekt jedoch: "...Anschliessend Besuch eines traditionellen Dorfes auf Sumbawa, das von Perama gerade zu einem Touristen-Spot ausgebaut wird." HALLO?! Wie traditionell kann es da wohl sein - unglaublich wie die Touristen drauf sein muessen, die das ganz toll finden!
Aber genug geschumpfen. Als wir in Padangbai aus dem Bus steigen, werden wir sofort von einem Haufen Jungs belagert, die uns alle in ihrem besten Homestay der Stadt einquartieren wollen. Geht das schon wieder los! Bali ist schoen, aber uns bisher auf jeden Fall am unsympatischten. Das Problem ist einfach, dass es hier zu viele Touristen gibt, die nach Meinung der Einheimischen natuerlich alle Geld schei.... und jeder will halt was vom Kuchen abhaben. So laeuft das nunmal mit dem Tourismus... die Malukken und Sulawesi waren einfach spannender und echter zu bereisen.
OK, jetzt ist genug. Wir checken im 'Padangbai Beach Inn' ein und beziehen einen 2-stoeckigen Bungalow aus Bambus und Stroh. Ein vielleicht 10-jaehriges Maedchen zeigt uns alles und verhandelt ganz Geschaeftsfrau mit uns ueber den Preis. Eigentlich wollten wir im 'Topi Inn' am Ende des kleinen Ortes einchecken, das ein Hollaender wirklich superschoen und mit hervorragender Kueche aufgebaut hat - aber da gibt es nur ueberteuerte Minizimmerchen mit duennen Bambuswaenden. Trotzdem wird das 'Topi Inn' zu unserem Stammplatz, weil wir ein paar andere Deutsche kennenlernen, die dort wohnen, und mit ihnen und einer Schweizerin die meisten Abende verbringen. Das Plaetzchen ist wirklich super gemuetlich, das Essen zwar teuer weil Bio aber so lecker (Spaghetti al dente (gibt's hier nicht oft) mit Sahne-Pilze-Baracuda-Sosse) und die junge Crew von Indonesiern ist superwitzig drauf. Ausserdem gibt's im oberen Stockwerk ein Internetcafe mit Blick auf's nahe Meer..
Der Strand des Ortes ist zwar einigermassen schoen (im Vergleich zu den paradiesischen Straenden, die in den letzten Monaten unseren Standard darstellen) aber voll mit Fischer- und Tauchschulbooten. Der Strand der oestlichen Nachbarbucht (Blue Lagoon Beach) ist schoener, aber voll von Touris und Verkaeufern. Bleibt noch der Strand in der westlichen Nachbarbucht, der unterhalb einer wegen Korruption abgebrochenen Grossbaustelle liegt, doch das schoenste Ambiente bietet. Ins Meer kann man zwar nur mittig gehen, weil die Wellen relativ gross hereinbrechen und einen sonst gegen die Felsen druecken wuerden, aber zum Abkuehlen reicht das ja.
Trotz der geldgierigen Polizei Bali's, die uns fuer unsere fehlende 'International Driving License' erstmal 100 USD abknoepfen wollen wuerde (die meisten zahlen dann 50.000 Rph / 3,50 Euro) leihen wir uns zusammen mit 3 Magdeburgern einen Tag einen Roller aus und befahren das oestliche Ende der Insel. Durch's Landesinnere geht's zuerst die Huegel hinauf in einen von Reisfeldern umgebenen Ort mit Wassertempel, den vor vielen vielen Jahren irgendein schwimm-verrueckter Koenig dort aufgebaut hat und der heute noch ein oeffentliches Schwimmbecken beheimatet. Naechster Stop ist Amed an der noerdlichen Kueste Bali's, wo wir erstmal an den unspektakulaeren Stramd fahren, wo uns eine Schar Kinder mit Muscheln verziehrte Doeschen verkaufen wollen und nicht locker lassen. Vera hat die rettende Idee und gibt den Kiddies unsere Kekse, mit denen sie sofort abruecken und erstaunlicherweise gerecht unter sich aufteilen. Im Shop nebenan (alle indonesischen Strassenshops, die wir bisher gesehen haben, sehen gleich aus und haben in etwa das selbe Sortiment auf selbe Art und Weise angeordnet) will Vera den Kindern noch ein paar der von der Decke haengenden Bonbontueten kaufen. Das kleine Maedchen des Shopbesitzers verplappert sich und nennt den wahren Preis von 400 Rph (2-3 Cent) - ihr Papa wollte zuerst das 5-fache. Auch die Bonbons teilen die Kleinen wieder ganz gerecht unter sich auf, bedanken sich artig und ziehen von dannen. Zurueck nach Padangbai geht's 3h die stellenweise sehr schlag-loechrige Kuestenstrasse entlang, vorbei an wunderschoenen einsamen Straenden und durch kleine Doerfchen mit freundlichen touristen-unverwoehnten Menschen.
Hm, und dann sind da noch diese beiden Reggae-Bars mit den Bob-Marley-Rasta-Indonesiern, die wohl den ganzen Tag Arak (Reisschnaps) saufen und sich vielleicht ein paar magische Pilze reinhauen (mit Kiffen ist hier ja gar nicht zu spassen) und den ganzen Abend einfach total strack sind. Natuerlich laeuft Reggae (solange es Strom gibt, sonst wird selbst gesungen) und die Gaeste werden mit Fragen der Menschheit geloechert, die an die Waende geschrieben sind ("Warum sind Frauen eifersuechtig, Maenner nicht", "Warum sind Frauen stark und Maenner nicht", etc - allerdings haben die Jungs schon Antworten parat, die flacher nicht sein koennten).
Bilder unter: http://www.getdropbox.com/gallery/198087/1/09-09%20Padangbai?h=761b47
Ueber Ubud geht's am naechsten Tag in insgesamt 2h in einem ueberteuertem Perama-Touri-Bus nach Padangbai. 'Perama' ist der groesste Reiseveranstalter Indonesiens und hat so ziemlich in jeder groesseren Stadt ein Buero mit Shuttle-Bus-Vermittlungen zu den anderen Staedten (fuer die Qualitaet der Busse sind die Preise jedoch - wie gesagt - stark ueberteuert und Taxifahren ist ab 2 Personen meist billiger). Schlimmer noch: Auch 'Perama' bietet eine 4-taegige Reise mit dem Boot von Lombok nach Flores ueber die Komodo Islands an - was wir gerne machen wuerden - beschreibt im Prospekt jedoch: "...Anschliessend Besuch eines traditionellen Dorfes auf Sumbawa, das von Perama gerade zu einem Touristen-Spot ausgebaut wird." HALLO?! Wie traditionell kann es da wohl sein - unglaublich wie die Touristen drauf sein muessen, die das ganz toll finden!
Aber genug geschumpfen. Als wir in Padangbai aus dem Bus steigen, werden wir sofort von einem Haufen Jungs belagert, die uns alle in ihrem besten Homestay der Stadt einquartieren wollen. Geht das schon wieder los! Bali ist schoen, aber uns bisher auf jeden Fall am unsympatischten. Das Problem ist einfach, dass es hier zu viele Touristen gibt, die nach Meinung der Einheimischen natuerlich alle Geld schei.... und jeder will halt was vom Kuchen abhaben. So laeuft das nunmal mit dem Tourismus... die Malukken und Sulawesi waren einfach spannender und echter zu bereisen.
OK, jetzt ist genug. Wir checken im 'Padangbai Beach Inn' ein und beziehen einen 2-stoeckigen Bungalow aus Bambus und Stroh. Ein vielleicht 10-jaehriges Maedchen zeigt uns alles und verhandelt ganz Geschaeftsfrau mit uns ueber den Preis. Eigentlich wollten wir im 'Topi Inn' am Ende des kleinen Ortes einchecken, das ein Hollaender wirklich superschoen und mit hervorragender Kueche aufgebaut hat - aber da gibt es nur ueberteuerte Minizimmerchen mit duennen Bambuswaenden. Trotzdem wird das 'Topi Inn' zu unserem Stammplatz, weil wir ein paar andere Deutsche kennenlernen, die dort wohnen, und mit ihnen und einer Schweizerin die meisten Abende verbringen. Das Plaetzchen ist wirklich super gemuetlich, das Essen zwar teuer weil Bio aber so lecker (Spaghetti al dente (gibt's hier nicht oft) mit Sahne-Pilze-Baracuda-Sosse) und die junge Crew von Indonesiern ist superwitzig drauf. Ausserdem gibt's im oberen Stockwerk ein Internetcafe mit Blick auf's nahe Meer..
Der Strand des Ortes ist zwar einigermassen schoen (im Vergleich zu den paradiesischen Straenden, die in den letzten Monaten unseren Standard darstellen) aber voll mit Fischer- und Tauchschulbooten. Der Strand der oestlichen Nachbarbucht (Blue Lagoon Beach) ist schoener, aber voll von Touris und Verkaeufern. Bleibt noch der Strand in der westlichen Nachbarbucht, der unterhalb einer wegen Korruption abgebrochenen Grossbaustelle liegt, doch das schoenste Ambiente bietet. Ins Meer kann man zwar nur mittig gehen, weil die Wellen relativ gross hereinbrechen und einen sonst gegen die Felsen druecken wuerden, aber zum Abkuehlen reicht das ja.
Trotz der geldgierigen Polizei Bali's, die uns fuer unsere fehlende 'International Driving License' erstmal 100 USD abknoepfen wollen wuerde (die meisten zahlen dann 50.000 Rph / 3,50 Euro) leihen wir uns zusammen mit 3 Magdeburgern einen Tag einen Roller aus und befahren das oestliche Ende der Insel. Durch's Landesinnere geht's zuerst die Huegel hinauf in einen von Reisfeldern umgebenen Ort mit Wassertempel, den vor vielen vielen Jahren irgendein schwimm-verrueckter Koenig dort aufgebaut hat und der heute noch ein oeffentliches Schwimmbecken beheimatet. Naechster Stop ist Amed an der noerdlichen Kueste Bali's, wo wir erstmal an den unspektakulaeren Stramd fahren, wo uns eine Schar Kinder mit Muscheln verziehrte Doeschen verkaufen wollen und nicht locker lassen. Vera hat die rettende Idee und gibt den Kiddies unsere Kekse, mit denen sie sofort abruecken und erstaunlicherweise gerecht unter sich aufteilen. Im Shop nebenan (alle indonesischen Strassenshops, die wir bisher gesehen haben, sehen gleich aus und haben in etwa das selbe Sortiment auf selbe Art und Weise angeordnet) will Vera den Kindern noch ein paar der von der Decke haengenden Bonbontueten kaufen. Das kleine Maedchen des Shopbesitzers verplappert sich und nennt den wahren Preis von 400 Rph (2-3 Cent) - ihr Papa wollte zuerst das 5-fache. Auch die Bonbons teilen die Kleinen wieder ganz gerecht unter sich auf, bedanken sich artig und ziehen von dannen. Zurueck nach Padangbai geht's 3h die stellenweise sehr schlag-loechrige Kuestenstrasse entlang, vorbei an wunderschoenen einsamen Straenden und durch kleine Doerfchen mit freundlichen touristen-unverwoehnten Menschen.
Hm, und dann sind da noch diese beiden Reggae-Bars mit den Bob-Marley-Rasta-Indonesiern, die wohl den ganzen Tag Arak (Reisschnaps) saufen und sich vielleicht ein paar magische Pilze reinhauen (mit Kiffen ist hier ja gar nicht zu spassen) und den ganzen Abend einfach total strack sind. Natuerlich laeuft Reggae (solange es Strom gibt, sonst wird selbst gesungen) und die Gaeste werden mit Fragen der Menschheit geloechert, die an die Waende geschrieben sind ("Warum sind Frauen eifersuechtig, Maenner nicht", "Warum sind Frauen stark und Maenner nicht", etc - allerdings haben die Jungs schon Antworten parat, die flacher nicht sein koennten).
Bilder unter: http://www.getdropbox.com/gallery/198087/1/09-09%20Padangbai?h=761b47
Samstag, 12. September 2009
Nusa Lembongan (09.09 - 13.04.2009)
Bali, Indonesia
Nachdem wir Ubud 9 Tage lang genossen haben, zieht es uns mal wieder weiter und wir fahren mit einem Tourist-Shuttle-Bus (ein kleiner Mitsubishi Van, vollgestopft mit 9 Touristen + Gepaeck) in einer guten Stunde runter nach Sanur (oestlich von Denpasar). Von da geht's mit einem Public-Boat eine weitere Stunde rueber nach Nusa Lembongan. Das Public Boat beherbergt vielleicht 5 Einheimische und 30 Touristen - darunter viele Klischees wie saufende Australier in Bintang-Shirts (Bintang, die Biermarke - die Shirts werden hier ueberall an zurueckgebliebene Knallkoeppe verkauft, was natuerlich nur meine subjektive Darstellung ist), aufgestylte Surferboys und -girls und franzoesische Moechtegernmodels, die einen Grossteil der unspektakulaeren Ueberfahrt mit der Handkamera filmen.
Nusa Lembongan und Nusa Ceningan (verbunden mit einer kleinen 1,5m breiten Bruecke) sind die beiden kleinen Schwesterinseln der Nusa Penida, oestlich von Denpasar, und vor allem Ziel fuer Surfer und Taucher. Wir kommen an einem von Homestays, Bars und Booten ueberfuellten Strand an, dem vorgelagert sich grosse Terminals fuer grosse Speedboote (schiffen immer die Japander fuer einen halben Tag hier an) mit Wasserrutschen (?!) ins Meer befinden sowie ein paar Bananaboat- und Parasailing-Touris. Auch ein ganzer Pulk Surfer liegen im Wasser rum und warten auf seltene Wellen, in denen sie sich dann ueber den Haufen fahren.
Wir schlagen erstmal alle Angebote der Touristenfaenger am Strand aus und quartieren uns nach laengerer Suche im 'Secret Garden' ein - der einzigen schoenen & preiswerten Bungalow-Anlage, die wir entdecken koennen. Ein ausgewanderter Englaender (Tim) hat das Gelaende vor ein paar Jahren wieder in Schuss gebracht und betreibt das Homestay jetzt zusammen mit seiner Tauchschule 'Big Fish' bzw. 'Drift Divers'. Ich ueberlege mir stark, ob ich endlich mal meinen Open-Water-Kurs hier machen soll, aber nach dem ersten Tag Inselerkundung mit dem Roller ist klar, dass es hier nicht genug zu sehen gibt, um mehr als ein paar Tage zu bleiben.
Wo wir in Ubud noch gehadert haben, uns einen Roller auszuleihen (die balinesische Polizei ist bekannt fuer ihre gierigen Haende in Sachen International Driving License etc.), ist das hier gar kein Stress, was hauptsaechlich an den fehlenden Polizisten liegt. In knappen 3h hat man sehr gemuetlich beide kleinen Inseln abgefahren und dabei 2x die kleine gelbe Bruecke mit den ratternden Holzbrettern ueberquert. Auf Nusa Ceningan entdecken wir 'Jenny's Place', ein Riesenhaus mit Stelzenbungalows direkt an der Klippenkueste mit brillantem Blick auf die hohen hereinbrechenden Wellen. Jenny (Australien) und ihre Freundin (Kalifornien) - beide um die 60 ?? - haben das Ding vor ein paar Monaten erst hier aufgebaut, um dem stressigen Bali zu entfliehen (wo beide schon seit 12/14 Jahren leben) und ein paar Gaeste zu bewirten. Das Haus ist echt der Hammer. Eine riesen Haupthalle mit offener Kueche und extralangem Essenstisch, deren Seite zum Meer komplett mit Fenstertueren verkleidet ist. Wir trinken Tee mit den beiden Ladies und ueberlegen uns stark hierher umzuziehen, was wir aus Bequemlichkeit dann aber sein lassen -> mit dem 'Secret Garden' sind wir auch sehr zufrieden.. Ansonsten haengen wir noch am 'Dream Beach' auf Lembongan ab (der einzige Strand ohne Boote vor der Schnauze, dafuer mit ziemlich hohen Wellen und starker Stroemung) und schauen am 'Devil's Tear' den Wellen zu, wie sie an die schroffen Klippen knallen und oft 20m Gischtfontaenen ueber die Felsen schiessen -> laut und beeindruckend.
Das absolute Highlight ist aber der Trip zur Manta-Bay mit Tim dem Tauchlehrer (hat eine gewisse Aehnlichkeit mit Willi Wills Wissen aus dem Fernsehen -> super Typ!), 3 Oldenburgern (-> Super Typen, Gruss ;-), die ihren Open-Water bei ihm machen und einer ziemlich redefaulen weil arroganten (weil schon Dive-Instructor und wir gar nix) Russin. Vor den Klippen der Nusa Penida gibt es einen Felsen, der als 'Cleaning Station' fuer Manta-Rochen fungiert, weil sie dort von den vielen kleinen
Fischen geputzt werden. Waehrend die anderen in das 8-10m teife Wasser, wo es sonst nur Sand und Felsen zu sehen gibt, abtauchen, schnorcheln wir in Neoprenanzuegen auf die Klippen zu und entdecken bald den ersten grossen Manta ueber dem Sandboden dahinfliegen. Die Dinger sind minimum 3m breit, oben schwarz unten weiss und sehr beeindruckend (die ersten grossen Viecher, die ich unter Wasser sehe). Wir sehen ungefaehr 10 Manta-Rochen immer mal wieder im eher trueben Wasser auftauchen und unter uns hinweggleiten, bevor uns die Taucher zur eigentlichen 'Cleaning Station' winken. Da geht's dann richtig ab: In 4er-Gruppen schwimmen die Riesendinger 2-3 Meter entfernt direkt an und um uns vorbei und drehen majestetisch ihre Runden. Obergeil!
(Leider keine Unterwasser-) Bilder unter: http://www.getdropbox.com/gallery/198087/1/09-09%20Nusa%20Lembongan?h=ac560c
UPDATE: Ha! Ein Mantafoto habe ich gerade zufaellig auf dem Computer hier in Padangbai/Bali gefunden - zwar nicht meins, aber so sahen die Dinger aus..
Nachdem wir Ubud 9 Tage lang genossen haben, zieht es uns mal wieder weiter und wir fahren mit einem Tourist-Shuttle-Bus (ein kleiner Mitsubishi Van, vollgestopft mit 9 Touristen + Gepaeck) in einer guten Stunde runter nach Sanur (oestlich von Denpasar). Von da geht's mit einem Public-Boat eine weitere Stunde rueber nach Nusa Lembongan. Das Public Boat beherbergt vielleicht 5 Einheimische und 30 Touristen - darunter viele Klischees wie saufende Australier in Bintang-Shirts (Bintang, die Biermarke - die Shirts werden hier ueberall an zurueckgebliebene Knallkoeppe verkauft, was natuerlich nur meine subjektive Darstellung ist), aufgestylte Surferboys und -girls und franzoesische Moechtegernmodels, die einen Grossteil der unspektakulaeren Ueberfahrt mit der Handkamera filmen.
Nusa Lembongan und Nusa Ceningan (verbunden mit einer kleinen 1,5m breiten Bruecke) sind die beiden kleinen Schwesterinseln der Nusa Penida, oestlich von Denpasar, und vor allem Ziel fuer Surfer und Taucher. Wir kommen an einem von Homestays, Bars und Booten ueberfuellten Strand an, dem vorgelagert sich grosse Terminals fuer grosse Speedboote (schiffen immer die Japander fuer einen halben Tag hier an) mit Wasserrutschen (?!) ins Meer befinden sowie ein paar Bananaboat- und Parasailing-Touris. Auch ein ganzer Pulk Surfer liegen im Wasser rum und warten auf seltene Wellen, in denen sie sich dann ueber den Haufen fahren.
Wir schlagen erstmal alle Angebote der Touristenfaenger am Strand aus und quartieren uns nach laengerer Suche im 'Secret Garden' ein - der einzigen schoenen & preiswerten Bungalow-Anlage, die wir entdecken koennen. Ein ausgewanderter Englaender (Tim) hat das Gelaende vor ein paar Jahren wieder in Schuss gebracht und betreibt das Homestay jetzt zusammen mit seiner Tauchschule 'Big Fish' bzw. 'Drift Divers'. Ich ueberlege mir stark, ob ich endlich mal meinen Open-Water-Kurs hier machen soll, aber nach dem ersten Tag Inselerkundung mit dem Roller ist klar, dass es hier nicht genug zu sehen gibt, um mehr als ein paar Tage zu bleiben.
Wo wir in Ubud noch gehadert haben, uns einen Roller auszuleihen (die balinesische Polizei ist bekannt fuer ihre gierigen Haende in Sachen International Driving License etc.), ist das hier gar kein Stress, was hauptsaechlich an den fehlenden Polizisten liegt. In knappen 3h hat man sehr gemuetlich beide kleinen Inseln abgefahren und dabei 2x die kleine gelbe Bruecke mit den ratternden Holzbrettern ueberquert. Auf Nusa Ceningan entdecken wir 'Jenny's Place', ein Riesenhaus mit Stelzenbungalows direkt an der Klippenkueste mit brillantem Blick auf die hohen hereinbrechenden Wellen. Jenny (Australien) und ihre Freundin (Kalifornien) - beide um die 60 ?? - haben das Ding vor ein paar Monaten erst hier aufgebaut, um dem stressigen Bali zu entfliehen (wo beide schon seit 12/14 Jahren leben) und ein paar Gaeste zu bewirten. Das Haus ist echt der Hammer. Eine riesen Haupthalle mit offener Kueche und extralangem Essenstisch, deren Seite zum Meer komplett mit Fenstertueren verkleidet ist. Wir trinken Tee mit den beiden Ladies und ueberlegen uns stark hierher umzuziehen, was wir aus Bequemlichkeit dann aber sein lassen -> mit dem 'Secret Garden' sind wir auch sehr zufrieden.. Ansonsten haengen wir noch am 'Dream Beach' auf Lembongan ab (der einzige Strand ohne Boote vor der Schnauze, dafuer mit ziemlich hohen Wellen und starker Stroemung) und schauen am 'Devil's Tear' den Wellen zu, wie sie an die schroffen Klippen knallen und oft 20m Gischtfontaenen ueber die Felsen schiessen -> laut und beeindruckend.
Das absolute Highlight ist aber der Trip zur Manta-Bay mit Tim dem Tauchlehrer (hat eine gewisse Aehnlichkeit mit Willi Wills Wissen aus dem Fernsehen -> super Typ!), 3 Oldenburgern (-> Super Typen, Gruss ;-), die ihren Open-Water bei ihm machen und einer ziemlich redefaulen weil arroganten (weil schon Dive-Instructor und wir gar nix) Russin. Vor den Klippen der Nusa Penida gibt es einen Felsen, der als 'Cleaning Station' fuer Manta-Rochen fungiert, weil sie dort von den vielen kleinen
(Leider keine Unterwasser-) Bilder unter: http://www.getdropbox.com/gallery/198087/1/09-09%20Nusa%20Lembongan?h=ac560c
UPDATE: Ha! Ein Mantafoto habe ich gerade zufaellig auf dem Computer hier in Padangbai/Bali gefunden - zwar nicht meins, aber so sahen die Dinger aus..
Sonntag, 6. September 2009
News: Wir fliegen nicht nach KL, sondern bleiben..
An unserem heutigen letzten Tag in Ubud/Bali kam uns die Erleuchtung in Form eines aelteren Mannes mit seinem Riesenhund. Der hat uns erklaert, wie man das hier mit dem Visum-Verlaengern machen kann und der Mann hat es bestaetigt!
Auf "Immigration" spezialisierte Firmen (unsere heisst 'Highway' - wow!) treten als Sponsor auf und erledigen den Papierkram. Das lassen sich die Firmen natuerlich was kosten (ca. 70 Euronen fuer Visum + Service), was sich im Normalfall aber lohnt, da man sonst ja Flug und Unterkunft nach/in KL oder Singapur zahlen muss.
Sprich: Wir cancellen unseren Flug morgen nach KL und bleiben noch ein paar Tage in Ubud bzw. erkunden den Norden Bali's, bis wir naechste Woche unsere Reisepaesse wieder abholen koennen. Dann werden wir uns wohl auf nach Flores machen und die vielen Inseln wieder zurueck nach Bali hoppen. Bis Mitte Oktober duerfen wir jetzt in Indonesien bleiben und koennen dann theoretisch noch 3x unsere Visa fuer jeweils 1 Monat verlaengern (dann stellt sich nur die Frage wegen der Regenzeit, die im November beginnt).
Man wird sehen, es aendert sich sowieso immer alles. Aber jetzt sind wir erstmal froh, morgen nicht ins stressige Kuala Lumpur zu muessen und erstmal weiter in unserem geilen kleinen Haeuschen auf den Huegeln ueber Ubud bleiben zu koennen.
Auf "Immigration" spezialisierte Firmen (unsere heisst 'Highway' - wow!) treten als Sponsor auf und erledigen den Papierkram. Das lassen sich die Firmen natuerlich was kosten (ca. 70 Euronen fuer Visum + Service), was sich im Normalfall aber lohnt, da man sonst ja Flug und Unterkunft nach/in KL oder Singapur zahlen muss.
Sprich: Wir cancellen unseren Flug morgen nach KL und bleiben noch ein paar Tage in Ubud bzw. erkunden den Norden Bali's, bis wir naechste Woche unsere Reisepaesse wieder abholen koennen. Dann werden wir uns wohl auf nach Flores machen und die vielen Inseln wieder zurueck nach Bali hoppen. Bis Mitte Oktober duerfen wir jetzt in Indonesien bleiben und koennen dann theoretisch noch 3x unsere Visa fuer jeweils 1 Monat verlaengern (dann stellt sich nur die Frage wegen der Regenzeit, die im November beginnt).
Man wird sehen, es aendert sich sowieso immer alles. Aber jetzt sind wir erstmal froh, morgen nicht ins stressige Kuala Lumpur zu muessen und erstmal weiter in unserem geilen kleinen Haeuschen auf den Huegeln ueber Ubud bleiben zu koennen.
Samstag, 5. September 2009
News: Erdbeben in West-Java/Indonesien
Scheinbar gab es ja ein ziemlich heftiges und schlimmes Erdbeben mit Epizentrum in West-Java. Wir haben davon gar nichts gespuert und allen, die sich vielleicht Sorgen gemacht haben, sei gesagt: Uns geht's gut!
Hoffentlich war das Beben nicht allzu schlimm - wir haben bis jetzt noch nicht viel erfahren darueber.
Hoffentlich war das Beben nicht allzu schlimm - wir haben bis jetzt noch nicht viel erfahren darueber.
Dienstag, 1. September 2009
Ubud (31.08. - 09.09.2009)
Bali, Indonesia
Tja, das mit dem spontanen Flug von Makassar/Sulawesi nach Denpasar/Bali hat geklappt - gegen 13:00 Uhr am Flughafen angekommen und um 16:30 abgeflogen. Der Flug dauert nur knappe 2h und bald sehen wir den hoechsten und heiligsten Berg Bali's (Gunung Agung) aus den Wolken herausragen. Mit einem anderen hollaendisch-neu-seelaendischen Paerchen teilen wir uns das teure und 1-std. Taxi nach Ubud noerdlich von Denpasar (Taxi's vom Flughafen kosten meist das Doppelte des normalen Preises fuer die Rueckfahrt zum Flughafen -> Touri-Abzocke halt).
Zuerst checken wir abends ins 'Ala Hibiscus II' in den Reisfeldern neben der Jl. Bisma ein, suchen aber gleich am naechsten Tag nach anderen Unterkuenften, weil sich eine Baustelle direkt vor unserer Terasse befindet und das angepriesene Idyll zu Nichte macht. Westlich von Ubud befindet sich das Doerfchen Penestanan auf einem Huegel - erreichbar ueber eine Lianen-bedeckte lange Treppe. Und dort entdecken wir zufaellig Junia's House - ein groesseres und ein kleineres vollausgestattetes Haeuschen einer 78-jaehrigen Australierin. Das Ding ist der Hit und wir wollen dahin! Der Typ vom 'Ala Hibiscus II' gestern noch harter Geschaeftsmann, dem wir nur mit Muehe und Not einen kleinen Rabatt abhandeln konnten, ist auf einmal ganz traurig und will uns das Zimmer doch ploetzlich fuer 150.000 Rph (das zahlen wir fuer das kleine Haeuschen) anstatt 200.000 Rph geben. Nach 2 Naechten ziehen wir also in unser neues Domizil um und freuen uns, dank der Kueche die eher teuren Restaurantpreise der Stadt zu umgehen (leider kaufen wir hungrig im extragrossen und gut sortierten Bintag(=Stern)-Supermarkt ein, was unsere Sparplaene wieder zu Nichte macht - dafuer gibt's mal wieder richtig gute Spaghetti zur Abwechslung).
Ubud ist mit Abstand die touristischte Stadt, die wir bisher gesehen haben - voll mit Pauschaltouris und massenweise westlichen Geschaeften (Dolce & Gabana und so'n Schmarrn - buy 1, get 2 ...), hunderten von Homestays und Luxushotels und noch mehr Bars und Restaurants. Angefangen hat die ganze Sache mal mit ein paar westlichen Kuenstlern, die in den 1930ern in das damalige Dorf ausgewandert sind, sich von der schoenen Umgebung (Huegellandschaf mit Fluesse, Schluchten und Reisfeldern) inspirieren haben lassen und den balinesischen Stil gepraegt haben. Vorher gab es den "Kuenstlerberuf" hier gar nicht, die Leute haben staendig kunstvolle Dinge hergestellt, um Zeremonien zu schmuecken oder Goetter zu ehren. Das, auf jeden Fall, macht die Stadt kulturell auch interessant, weil in jeder Ecke irgendwelche Galerien und Ausstellungen sind. Trotz der vielen Touris und der staendigen "Transport" und "Taxi"-Rufe auf den Strassen ist Ubud der erste Ort fuer uns, an dem wir uns vorstellen koennten, ein paar Jaehrchen zu leben - und dank unseres kleinen Haeuschens tun wir erstmal eine Woche so als ob.
Wir machen ein paar Wander- und Radlausfluege in alle vier Himmelsrichtungen von Ubud, verlaufen uns in riesigen Reisfeldern, durchqueren kleine Schluchten, ueberqueren Huegelkaemme, verfahren uns in den vielen gleich-aussehenden Doerfern, drehen grosse Runden obwohl wir eigentlich einem Fluss immer in Richtung Norden folgen wollen, besuchen die Affen im 'Sacred Monkey Forest Sanctuary' (ein kleiner Wald mit Tempeln im Sueden der Stadt -> jeder Balinese witzelt, ob man seine Verwandten besucht hat, wenn man erzaehlt, in Ubud gewesen zu sein), ueben unser Verhandlungsgeschick auf dem Markt, schauen uns eine balinesische Tanzauffuehrung an, essen den geilsten Schokokuchen (Chocolate-Mud-Cake) unserer bisher entdeckten Welt im 'Bali Buddha Cafe' und checken abends ein paar gemuetliche Bars der Stadt aus (wobei Bier trinken im Verhaeltnis immer am teuersten ist -> 25.000 Rph pro 600ml Flasche, also knappe 2 Euro).
Bilder unter: http://www.getdropbox.com/gallery/198087/1/09-09%20Ubud?h=5fd5aa
Tja, das mit dem spontanen Flug von Makassar/Sulawesi nach Denpasar/Bali hat geklappt - gegen 13:00 Uhr am Flughafen angekommen und um 16:30 abgeflogen. Der Flug dauert nur knappe 2h und bald sehen wir den hoechsten und heiligsten Berg Bali's (Gunung Agung) aus den Wolken herausragen. Mit einem anderen hollaendisch-neu-seelaendischen Paerchen teilen wir uns das teure und 1-std. Taxi nach Ubud noerdlich von Denpasar (Taxi's vom Flughafen kosten meist das Doppelte des normalen Preises fuer die Rueckfahrt zum Flughafen -> Touri-Abzocke halt).
Zuerst checken wir abends ins 'Ala Hibiscus II' in den Reisfeldern neben der Jl. Bisma ein, suchen aber gleich am naechsten Tag nach anderen Unterkuenften, weil sich eine Baustelle direkt vor unserer Terasse befindet und das angepriesene Idyll zu Nichte macht. Westlich von Ubud befindet sich das Doerfchen Penestanan auf einem Huegel - erreichbar ueber eine Lianen-bedeckte lange Treppe. Und dort entdecken wir zufaellig Junia's House - ein groesseres und ein kleineres vollausgestattetes Haeuschen einer 78-jaehrigen Australierin. Das Ding ist der Hit und wir wollen dahin! Der Typ vom 'Ala Hibiscus II' gestern noch harter Geschaeftsmann, dem wir nur mit Muehe und Not einen kleinen Rabatt abhandeln konnten, ist auf einmal ganz traurig und will uns das Zimmer doch ploetzlich fuer 150.000 Rph (das zahlen wir fuer das kleine Haeuschen) anstatt 200.000 Rph geben. Nach 2 Naechten ziehen wir also in unser neues Domizil um und freuen uns, dank der Kueche die eher teuren Restaurantpreise der Stadt zu umgehen (leider kaufen wir hungrig im extragrossen und gut sortierten Bintag(=Stern)-Supermarkt ein, was unsere Sparplaene wieder zu Nichte macht - dafuer gibt's mal wieder richtig gute Spaghetti zur Abwechslung).
Ubud ist mit Abstand die touristischte Stadt, die wir bisher gesehen haben - voll mit Pauschaltouris und massenweise westlichen Geschaeften (Dolce & Gabana und so'n Schmarrn - buy 1, get 2 ...), hunderten von Homestays und Luxushotels und noch mehr Bars und Restaurants. Angefangen hat die ganze Sache mal mit ein paar westlichen Kuenstlern, die in den 1930ern in das damalige Dorf ausgewandert sind, sich von der schoenen Umgebung (Huegellandschaf mit Fluesse, Schluchten und Reisfeldern) inspirieren haben lassen und den balinesischen Stil gepraegt haben. Vorher gab es den "Kuenstlerberuf" hier gar nicht, die Leute haben staendig kunstvolle Dinge hergestellt, um Zeremonien zu schmuecken oder Goetter zu ehren. Das, auf jeden Fall, macht die Stadt kulturell auch interessant, weil in jeder Ecke irgendwelche Galerien und Ausstellungen sind. Trotz der vielen Touris und der staendigen "Transport" und "Taxi"-Rufe auf den Strassen ist Ubud der erste Ort fuer uns, an dem wir uns vorstellen koennten, ein paar Jaehrchen zu leben - und dank unseres kleinen Haeuschens tun wir erstmal eine Woche so als ob.
Wir machen ein paar Wander- und Radlausfluege in alle vier Himmelsrichtungen von Ubud, verlaufen uns in riesigen Reisfeldern, durchqueren kleine Schluchten, ueberqueren Huegelkaemme, verfahren uns in den vielen gleich-aussehenden Doerfern, drehen grosse Runden obwohl wir eigentlich einem Fluss immer in Richtung Norden folgen wollen, besuchen die Affen im 'Sacred Monkey Forest Sanctuary' (ein kleiner Wald mit Tempeln im Sueden der Stadt -> jeder Balinese witzelt, ob man seine Verwandten besucht hat, wenn man erzaehlt, in Ubud gewesen zu sein), ueben unser Verhandlungsgeschick auf dem Markt, schauen uns eine balinesische Tanzauffuehrung an, essen den geilsten Schokokuchen (Chocolate-Mud-Cake) unserer bisher entdeckten Welt im 'Bali Buddha Cafe' und checken abends ein paar gemuetliche Bars der Stadt aus (wobei Bier trinken im Verhaeltnis immer am teuersten ist -> 25.000 Rph pro 600ml Flasche, also knappe 2 Euro).
Bilder unter: http://www.getdropbox.com/gallery/198087/1/09-09%20Ubud?h=5fd5aa
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