Montag, 28. Dezember 2009

News: Myanmar (Burma)

Wir sind gut in Burma angekommen und haben die letzten 2 Tage in der kommerziellen Hauptstadt Rangon verbracht. In ein paar Stunden besteigen wir einen Bus nach 'Kawar', wo wir dann eine 3-Tages-Wanderung zum 'Inle-See' beginnen. Die Tour geht also ueber Silvester und so werden wir in einem Kloster in den Bergen ins neue Jahr rutschen.

Irgendwann so in geschaetzten 10 Tagen (vielleicht laenger) werden wir nach Mandalay (2. groesste Stadt) kommen, da gibt es wieder Internet und wir koennen uns melden.

Bis dahin: EUCH ALLEN EINEN GUTEN RUTSCH INS NEUE JAHR!

derELGRILLO und dieBAMBAM

Mittwoch, 23. Dezember 2009

Back in Bangkok (24.12. - 26.12.2009)

Thailand

Am Mittag des 24. sind wir vom ruhigen Ayutthaya wieder ins hektische Bangkok zurueck, um den Weihnachtstag nicht zu verschlafen. Den Abend haben wir mit einer entspannenden Thai-Massage begonnen und in Patpong (einem der roetlicheren Viertel Bangkoks) weitergefuehrt. In Patpong gibt es vor allem eins - zumindest wollen einen kumpelhafte Maenner davon alle 2m ueberzeugen: Ping-Pong -Shows. Dabei geht es - ohne naeher darauf einzugehen, denn wir haben's nicht gesehen - um 2 Frauen, 1 Tischtennisball und 0 Klamotten. Auf der einen Seite der Hauptstrasse sieht man zwischen Nachtmarkt, Bars und Clubs haufenweise junge Maedels in knapper rot-weisser Kleidung - auf der anderen Seite dasselbe Bild mit noch knapper bekleideten jungen Burschen. Die Geschlechterfrage wird mit Thailands Ladyboys allerdings ein wenig verkompliziert ;-) Wir trinken zur Feier des Tages ein paar Biere und Coktails - vor allem vor Supermaerkten, wo die Preise nicht ganz so unverschaemt sind - und muessen um 2 Uhr nachts feststellen, dass auch dieses Viertel Bangkoks Sperrstunde einhaelt.

Den 1. Weihnachtsfeiertag nutzen wir nach Ausschlafen komplett fuer die Dollarbeschaffung. In Myanmar/Burma muss man ziemlich viel mit US-Dollars bezahlen und die wollen ins Land eingefuehrt werden, denn Geldautomaten gibt es dort keine. Was die Sache noch ein bisschen komplizierter macht: Die Geldscheine duerfen keine Flecken, Knicke, Risse etc haben, muessen den neueren Serien angehoeren und gewisse Seriennummern nicht beinhalten. Wir muessen also mit Thai-Bath so ziemlich druckfrische Dollarscheine kaufen, was uns nach laengerer Suche in Richtung Siam-Square, dem Shopping-Mall-Zentrum Bangkoks bringt. Nach den Geldgeschaeften schlendern wir noch ein bisschen um und durch die riesigen Malls mit ihren protzig-kitschigen Weihnachtsdekorationen. Dort treffen wir auch auf den Klausi Santa, der wohl grad aus Frankreich kommt und mit dem wir natuerlich ein Erinnerungsfoto machen.

Morgen also (am 26.12.) geht's nach Burma. Wir haben Visa, Fluege, Moneten, alles organisiert und sind sehr gespannt. Es gibt Orte mit 1 Millionen Buddhas oder mit 30.000 Tempeln - unvorstellbare Geschichten haben wir gehoert.. Mal sehen, wie das mit dem Internet wird, das es dort natuerlich gibt, das von der Regierung aber unter strenge Kontrolle gestellt wird. Falls ihr laenger nichts hoert, wurden unsere Texte wohl als regierungskritisch oder aehnliches eingestuft.

FROHE WEIHNACHTEN ALSO UND SCHON MAL EINEN GUTEN RUTSCH INS 2010-JAHR!

derELGRILLO und dieBAMBAM

Montag, 21. Dezember 2009

Ayutthaya (21.12. - 24.12.2009)

Thailand

Der Bus zu Bangkok's 'Hualamphong'-Bahnhof kostet uns nichts, weil der Kassierer scheinbar zu faul ist, die Fahrgaeste abzuklappern. Der 2-stuendige 3.-Klasse-Zug nach Ayutthaya kostet 15 Bath (=30 Euro-Cent) und erinnert an eine mit Busmotor angetriebene alte U-Bahn. Das Boot ueber den Fluss ins Zentrum der alten Hauptstadt Thailands raubt uns nochmal 4 Bath aus unserem Geldbeutel - unglaubliche 38 Euro-Cent zahlen wir also pro Person fuer die mit Abstand billigste 3h-Reise unseres bisherigen Trips.

Ayutthaya ist von Fluessen eingerahmt - also eine Art Insel - und wird von vielen kleinen Fluesschen und Kanaelen durchzogen. Als altes Macht- und Kulturzentrum Thailands bietet die 80.000-Einwohner-Stadt eine Menge an alten Tempeln und Buddha-Darstellungen. Vieles davon haben wir uns mittels minimal-ausgestattetem, aber billigen (60 Cent/Tag), Fahrrad angeschaut. Riesige Parks voll mit (teils sehr intakten) Ruinen, ewigen Strassen, Wegen und Kanaelen laden zur Radltour in der thailaendischen Vorweihnachts-Hitze ein. Unter anderem ein riesiger orange-verhuellter liegender Buddha, den bekannten Wurzel-umwucherten Buddhakopf und einen riesigen bronzenen sitzenden Buddha - plus haufenweise alte Steine..

Auch Ayutthaya ist (mittlerweile) weihnachtlich geschmueckt - glitzernde Strassenbeleuchtung, Schriftzuege, Christbaeume und das uebliche. Das Fest wurde einfach (aufgrund seines durchschlagenden Erfolgs?) importiert. Die wenigsten Thais sind Christen, aber die meisten tragen dieser Tage eine rot-weisse Zipfelmuetze - Bedienungen, Bankangestellte, Pendler im Anzug..

Mittwoch, 16. Dezember 2009

Bangkok (16.12. - 21.12.2009)

Thailand

Nach einer 24h-Reise mit Longtail-Boot, Speed-Boot, Minibus und Zug (16h) sind wir in der Hauptstadt des Landes eingetroffen. Einquartiert sind wir in der 'Villa', die 10min Fussweg von der beruehmten Backpacker-Road KhaoSan in einer ruhigen Seitenstrasse liegt, und einem Museum aehnelt, da lauter alte Holzmoebel und Eisenventilatoren die Zimmer schmuecken. Wir sind also im nord-westlichen Teil des Zentrums.

Das Sightseeing stellen wir erstmal hinten an, weil wir uns um Visa und Flug nach Myanmar kuemmern muessen. Die Fluege sind gerade ziemlich ausgebucht und teurer als normal, aber wir ergattern 2 Plaetze bei AirAisa ueber das Internet fuer den 26.12.09 nach Yangon (Myanmar's fruehere und eigentliche Hauptstadt) und zurueck nach Bangkok am 22.01.2010. Wir hatten zwar vor, von Myanmar direkt nach Indien weiterzufliegen, aber zurueck ueber Bangkok sind die Tickets um einiges billiger. Visa zu bekommen ist relativ einfach: Man darf sich nur nicht von dem super-unfreundlichen Herr hinter dem vergitterten Schalter und dem Gefaengnis-Flair der myanmarischen Botschaft einschuechtern lassen. Wir zahlen ein bisschen was extra und koennen unsere Reisepaesse samt 28-Tage-Single-Entry-Touristen-Visum-Stempel am naechsten Tag wieder abholen.

Bangkok ist eindeutig unser Favorit unter den wenigen richtigen Grossstaedten, die wir auf unserer bisherigen Reise besucht haben (Jakarta, Singapur, Kuala Lumpur). Die Stadt ist zwar voll, laut und verstopft, aber hat superviel Flair. Was andere Grossstaedte mit ihren Chinatowns und Little Indias als typisch alltaegliches Leben verkaufen wollen, findet hier immer und ueberall statt und die Thais sind wirklich immer am Laecheln. Dazu kommt die schoene Architektur der Stadt, die weniger mit verspiegelten Neubauten als mit sympatisch-alt-bunten Niedrigbauten und imposanten Tempeln und Palaesten besticht. Am besten zu bewundern vom Flusstaxi aus - der billigste und schnellste Weg, sich im von Fluessen und Kanaelen durchzogenen Bangkok fortzubewegen. Seit 10 Jahren gibt es auch Metro bzw. Skytrain, aber das Netz deckt noch nicht das gesamte Zentrum ab.

Nach 5 Monaten wird es auch mal Zeit, unsere Reisegaderobe ein wenig zu erneuern - manche T-Shirts (vor allem meine) zeigen mittlerweile unabwaschbare Spuren von Schweiss und Rucksackriemen und sind wie unser Teint dunkler geworden ;-) Deswegen verbingen wir ziemlich viel Zeit auf der KhaoSan-Road, die sich vor allem nach Einbruch der Dunkelheit in einen einzigen riesigen Markt verwandelt und decken uns fuer wenige Euros mit neuen Sachen ein. Fehlen noch Anti-Malaria-Pillen fuer die naechsten Reiseziele, neue Buecher (unglaublich, wie viel man liest, wenn man viel Zeit in Haengematten verbringt) und Dollar-Scheine fuer Myanmar. Alles kein Problem auf und um die KhaoSan. Das wohl beruehmteste Backpacker-Viertel der Welt bietet alles in hundertfacher Ausfuehrung.

Unseren Plan, Weihnachten im Norden des Landes (Pai/Chiang Mai) zu verbringen, haben wir aufgegeben, weil wir sonst die Nacht vom 24. auf 25. Dez. im Zug verbringen muessten, um unseren Flug am Morgen des 26. Dez. von Bangkok nach Myanmar zu erwischen. Schade, aber jetzt gehen wir ein paar Tage nach Ayutthaya (die alte Hauptstadt, 2h noerdlich) und werden Weihnachten Back-in-Bangkok feiern.

Samstag, 12. Dezember 2009

Koh Lipe (12.12. - 15.12.2009)

South-Thailand

Wir sind in Thailand! Heute nachmittag sind wir um 14:30 (malaysische Zeit) mit dem Speedboot von Langkawi losgefahren und um 14:30 (thailaendische Zeit) auf der nahen thailaendischen Insel Koh Lipe angekommen...

Nicht dass die Straende auf unserer bisherigen Reise nicht wunderschoen gewesen waeren, aber hier merkt man irgendwie sofort, dass man in Thailand ist. Tuerkisfarbenes Wasser, die typischen Longtail-Boote und dank Jahrzehnte-langer Tourismus-Erfahrung sind alle Plaetze schoen und nett dekoriert. Allerdings sind auch die Preise nicht mehr ganz auf bisherigen Niveau.

Weil wir nicht per Flugzeug eingereist sind, haben wir nur ein 15-Tages-Visum bekommen, duerfen also bis 26.12. im Land bleiben. Wir haben beschlossen, weiter nach Burma und Indien zu reisen, weshalb wir einige Sachen in Bangkok zu organisieren haben. Wir lassen also den Sueden Thailands aus und werden den ganzen morgigen Tag mit Boot, Bus und Zug hoch in die Hauptstadt unterwegs sein.

Nach Bangkok und um die Weihnachtszeit wollen wir dann vielleicht in den Norden Thailands (Chiang-Mai oder Pai). Der Sueden und vor allem die Inseln sind zur Weihnachts-/Silvesterzeit heillos ueberlaufen - bekommt man normalerweise einen Bungalow fuer 10-15 Euro, kostet dann ein Bett im 14er-Schlafsaal 40 Euro..

Mittwoch, 9. Dezember 2009

Langkawi (07.12. - 12.12.2009)

North-West-Malaysia

400 Leute fahren allein jeden Morgen von Penang mit der Faehre nach Langkawi (3,5h) und wir hoffen, dass wir nicht wieder allzu lange nach einer Unterkunft suchen muessen. Vor ein paar Tagen ist eine grosse Marine-Messe auf der Insel zu Ende gegangen und wenigstens die Preise sollten sich wieder normalisiert haben. Unser Taxifahrer erklaert uns, dass alle 2 Jahre die halbe Welt zu dieser Messe nach Langkawi kommt, um neue Waffen einzukaufen. Dieses Jahr kamen allerdings weniger Kriegssuechtige - wegen der Wirtschaftskrise (wenigstens eine positive Nebenwirkung).

Langkawi ist nochmal ein Stueck groesser als Penang aber weniger dicht besiedelt. Ein Grossteil der Hauptinsel (das Archipell hat 99 Inseln, von denen nur 2 bewohnt sind) besteht aus urspruenglichem Regenwald. Vor ein paar Jahren hat die malaysische Regierung das Archipell als steuerfrei erklaert, um Touristen anzulocken. Hat auch (scheinbar) ganz gut geklappt, vor allem dank des neuen internationalen Flughafens. Preislich merkt man das aber eigentlich nur an Tabak und Alkohol, die hier jeweils die Haelfte im Vergleich zum Rest des Landes kosten. Alles andere ist eher ein bisschen teurer als ueblich - die angelockten Touris wollen ja schliesslich von den Locals ein bisschen ausgenommen werden.

Der Cenang-Strand ist unser Zuhause. Der Sandstreifen ist sehr lang, sehr breit und fuer einen typischen Touri-Strand ziemlich schoen. Die vielen Besucher verteilen sich ganz gut hier, es gibt haufenweise nette Bars und Restaurant direkt am Meer und wegen der Ausrichtung nach Westen den allabendlichen Panoramablick auf den Sonnenuntergang. Leider auch hier wieder: Jetskis, Speedboats, Parasailing, Bananaboat-Riding - den ganzen Strand entlang von morgens bis abends.

Verkehrsmittel der Wahl fuer uns ist natuerlich wieder der Roller. Wer ueberbezahlt schon gerne Taxifahrer und darf dann noch nicht mal selber durch die schoene Kuesten- und Tropenwald-Landschaft fahren? Heute ging's in den nordwestlichen Part der Insel, wo eine Sky-Bridge auf 700m einen Ausblick ueber das Archipell und nach Thailand bietet. Rauf geht's mit der Seilbahn, die schwindelerregend hoch ueber den Regenwald dahinschwingt. Ausserdem ein Fluss, der sich von den Huegeln ueber mehrere Terassen, Becken und Wasserfaelle auf Meeresebene herunter ergiesst und ein paar natuerliche Rutschen mit Panoramablick bietet.

Samstag, 5. Dezember 2009

Penang (05.12. - 07.12.2009)

North-West-Malaysia

Naechster Stopp auf dem Weg nordwaerts an Malaysias Westkueste ist Penang. Die grosse Insel liegt vor der Kuestenstadt Butterworth und besitzt eine eben so grosse Hauptstadt (Georgetown). Die Faehre rueber dauert gerade mal 15min (man koennte auch ueber die riesige Bruecke fahren) und gibt den Blick auf Oelraffinerien, Oel- und Containerschiffe, Industriehaefen und eine Menge Hochhaeuser auf beiden Seiten frei. Zwischen den beiden Grossstaedten fehlt jeglicher Eindruck von Inselflair.

Wir checken nach langer Suche (alles voll -> Ferien) im chinesisch gefuehrten 'Modern Hotel' ein. 3 alte Chinesen sitzen den ganzen Tag in der "Lobby", schauen fern und rauchen & trinken Kette. Ein freier Shuttlebus faehrt uns ein bisschen durch die Stadt. Aber mir reichts mit den west-malaysischen Staedten. Schon wieder Chinatown, Little India, Kolonialviertel und ein paar Disneyworld-maessig restaurierte Ueberbleibsel aus alten Zeiten. Zwar gibt es natuerlich vieles andere auf der grossen Insel zu entdecken, aber ich will weiter in Richtung Thailand. Ich will den Laenderwechsel!

Vera ist schnell ueberzeugt und wir kaufen uns gleich am 2. Tag Faehren-Tickets nach Langkawi. 2 Naechte sind genug. Wir verschlafen morgens ein bisschen, rasen mit dem Taxi zum Faehren-Anleger und ab geht's auf die naechste Insel.

Pangkor (01.12. - 05.12.2009)

West-Malaysia

Mit dem einem Bus ging's von den Cameron Highlands nach Ipoh (viele in die massiven Felsformationen eingeschlagene bunte Tempel) und mit dem anderen Bus weiter nach Lumut an der Kueste. Dort fahren den ganzen Tag Faehren nach Pangkor rueber (30min) und das Terminal ist perfekt auf den Touri-Ansturm (der aufgrund der malaysischen grossen Ferien gerade groesstenteils aus Einheimischen besteht) abgestimmt.

Die Insel ist relativ klein und in 1h ist man mit dem Roller einmal rundrum gefahren. Eine Stadt, 2 Fischerdoerfer, viele Hotelanlagen. Wir haben uns am Backpacker- und groesstem Strand (Teluk Nipah) einquartiert. Der ist eigentlich ganz schoen, aber leider fahren staendig Jetskis und kleine Speed-Boote durch die Bucht, der vorgelagert zwei Mini-Inseln liegen. Auf eine der beiden sind wir mit dem Kajak rueber gepaddelt und haben dort etwa 100 Malaysier mit Schwimmwesten angetroffen - im knietiefen Wasser schwimmend (?) oder schnorchelnd (??).

Wie so viele Inseln, ist auch Pangkor vom Muellproblem geplagt. Ganz im Norden liegt die Muellraffinerie, die mit ihrem Geruch im weiten Umkreis auf sich aufmerksam macht. Riesige Berge Abfall (vor allem Plastik) warten neben der Strasse darauf, verbrannt zu werden. Nach 4 Naechten haben wir wirklich alles gesehen und es ist Zeit weiterzureisen..

Sonntag, 29. November 2009

Cameron Highlands (28.11. - 01.12.2009)

West-Malaysia

Es ist Sockenzeit! Jetzt wissen wir wieder, warum wir seit 4 Monaten Socken in diesem tropischen Klima in unseren Rucksaecken rumschleppen. Abends kann es hier auf 1500m ganz schoen frisch werden und ohne Pulli, Socken und Schuhe geht da nix.

Die Stadt Tanah Rata, in der wir hier sind, ist nicht gerade schoen, erinnert aber mit ihren vielen Hotels auf den Huegeln ein bisschen an den Schwarzwald. Sonst dehnt sich das kleine charmelose Zentrum mit Supermaerkten und Restaurants an der Hauptstrasse aus und wird von ein paar kitschigen Parks und Spielplaetzen ergaenzt.

Gross rumgekommen sind wir noch nicht - das werden wir morgen mittels Roller oder Bus machen. Dann schauen wir uns die Tee- und Erdbeerplantagen und den Regenwald genauer an (ein bisschen was haben wir auf der Herfahrt aus dem Busfenster raus schon gesehen). Bisher waren wir nur nahe der Stadt bei den Robinson Wasserfaellen und im Starbuck's, der in dieses kleine Bergstaedtchen so gar nicht reinpassen will.

Es wurde der Roller, nicht der Bus. 5h haben uns gereicht, die komplette Umgebung anzuschauen. Die riesigen Teeplantagen, die sich saftig gruen und in Mustern ueber die Huegel erstrecken, und ein paar Erdbeer- und Kakteenfelder, die aber mehr grosses Gewaechshaeusern mit Verkaufstresen aehneln. Die gruene huegelige Landschaft hier ist superschoen, die Doerfer und Staedtchen eher nicht so - am besten sind die modernen Strassen, die sich durch die Gegend winden und das Rollerfahren sehr spassig machen.

Als wir ankamen, fanden wir die Kuehle hier im Hochland sehr angenehm. Jetzt aber freuen wir uns wieder auf waermere Gefilde (ohne kalten Nieselregen) - und die werden wir auf den Inseln, die auf dem Reiseplan stehen auch bekommen..

Freitag, 27. November 2009

Kuala Lumpur (26.11. - 28.11.2009)

West-Malaysia

Tja, Kuala Lumpur auslassen hat nicht geklappt. Als wir uns gestern Bustickets zu den Cameron-Highlands kaufen wollten, waren die aufgrund der Schulferien schon ausverkauft. Also sind wir in 2h von Melaka in die Hauptstadt gefahren, um von dort einen Bus weiter zu den Highlands zu bekommen. Aber wenn wir doch schon mal in KL sind, sollten wir es uns auch anschauen..

Obwohl wir wirklich keine Lust auf ne weitere Grossstadt haben, latschen wir durch Little India und Teile Chinatowns (die beiden Stadtteile scheinen obligatorisch in asiatischen Staedten zu sein - sind zudem einfach bunter, dreckiger und naeher dran). Natuerlich duerfen auch die Petronas-Zwillingstuerme nicht fehlen, aber leider ist nix mit hochfahren, weil muslimischer Feiertag ist (Hari Raya). Ansonsten gibt's viele weitere Hochhaeuser, das Kolonialviertel und Shopping-Malls.. einfach nix besonderes (mehr) -> wir wollen wieder gruene Huegel sehen ;-)

Aber die Bustickets nach Tanah Rata (Cameron Highlands) sind gekauft und morgen (28.11.) frueh geht's naus aus der Stadt und nei in'd Natur. Dort hat's 18 statt 35 Grad und wahrscheinlich wird's oefter mal regnen, aber es ist vollgestopft mit Teeplantagen und Regenwaeldern statt mit Haeusern und Autos.

Montag, 23. November 2009

Melaka (23.11. - 26.11.2009)

South-West-Malaysia

Heute morgen sind wir mit dem Bus von Singapur nach Malaysia hoch und haben in einem netten Hostel in Melaka eingecheckt. Die Grosstadt (600.000 Einwohner) liegt suedlich von Kuala Lumpur an der Westkueste Malaysias und ist UNESCO Kulturerbe - warum, werden wir uns in den naechsten Tagen anschauen.

So, fast 3 Naechte spaeter koennen wir sagen: Die Stadt ist eigentlich nix dolles.. Kulturerbe ist sie, weil sie vor langer Zeit mal einer der wichtigsten Handelspunkte war (Strasse von Melaka/Malacca) - zuerst waren die Portugiesen, dann die Hollaender und Englaender hier. Es gibt viele alte Bauten, die aber allesamt restauriert und angemalt sind - was der ganzen Historie einen Plastik-Look verleiht. Dutzende Museen, Riesen-Riesenrad (scheinbar beliebt in dieser Gegend), Shopping-Malls und bestimmt 10 McDonald's in 1km Umkreis. Zudem sind gerade Schulferien und die Malaysier stroemen zu den Touristenattraktionen hier - die Innenstadt aehnelt einem Freizeitpark. Lustig sind die Fahrradrikschas, die alle mit haufenweise Blumen geschmueckt sind und mit ihrer Soundanlage gut in die Angeberkolonnen deutscher Innenstaedte passen wuerden. Jeder Rikscha-Fahrer faehrt seinen eigenen Musikstil durch die Gegend, sehr beliebt ist aber Michael Jackson.

Wir werden uns wohl auf die Westkueste Malaysiens beschraenken muessen, da ueberall sonst gerade Regenzeit ist. Ein kleines Auslaeufergewitter hat uns gestern Morgen aufgeweckt. War wahrscheinlich direkt ueber uns, denn auf den Blitz folgte augenblicklich der krachende Donner (und so laut haben wir das noch nie gehoert). Sonst ist es aber superheiss hier - gut, dass es ein paar unterkuehlte Shoppingmalls gibt (mit Weihnachtsdeko und -Musik).

Morgen geht's mit dem Bus weiter in die Cameron Highlands, die noerdlich der Hauptstadt Kuala Lumpur liegen. KL selbst werden wir erstmal auslassen, weil wir nach Singapur und Melaka keinen Bock auf eine weitere Grossstadt haben. Lieber wieder ein bisschen Natur...

Dienstag, 17. November 2009

Singapur (17.11. - 23.11.2009)

Singapore

Gerade eben sind wir in unserer Air Asia Maschine ueber die vielen vielen kleinen Inselchen vor und Flaechen von Hochhaeusern in Singapur geflogen und sicher gelandet. Zwischen Sicherheitscheck und Gepaeck abholen ein kurzer Gruss - ueberall hier am Flughafen gibt es freies Internet, das muss genutzt werden. Sieht von oben schon so sauber und riesig aus die Stadt, wir sind gespannt, wie ist durch die Strassen zu wandern.

Das erste, was auffaellt sind die vielen Verbotsschilder, vor allem in den Metros und Stationen. Essen, Trinken, Muell auf den Boden schmeissen kostet 250 Euro, Rauchen 500. Wer Beamten anluegt (ueberall beweisen Kameras begangene Straftaten) oder schlimmeres anstellt, muss mit Pruegelstrafen rechnen (das Schlagrohr soll mit mind. 160 km/h auf das nackte Hinterteil knallen). Wo frueher Inder, Chinesen und andere als Hilfsarbeiter die Stadt aufgebaut haben, sollen heute vor allem gut gebildete Auslaender mit schoenen und sicheren Strassen und Wohnvierteln mit allen Extras angelockt werden. Singapur macht auf heile Welt und die meisten Einwohner arbeiten fleissig, um sich Kreditkarte, Wohnanlage, Auto, etc leisten zu koennen.

Wie sich bei uns in den Einkaufsmeilen Geschaefte aneinanderreihen, stehen hier riesige Shoppingmalls dicht an dicht - vor allem in der Orchad-Rd., die an New York erinnert und gerade zur Vorweihnachtszeit aberwitzig, aber schoen, beleuchtet ist. Wir haben beschlossen, uns hier ein kleines Netbook zu kaufen und hatten die Auswahl einer handvoll 8-stoeckiger Shoppingmalls, in denen es nur Elektronik-Zeug zu kaufen gibt. Wie die Londoner haben sich auch die Singapurianer ein Millenium-Riesenrad hingestellt, natuerlich nochmal groesser. Das Stadtzentrum bietet neben ein paar uebriggebliebenen Kolonial-Prachtbauten vor allem Wolkenkratzer und eben Shoppingmalls en masse + Little India und Chinatown. Weiter draussen gibt es dann vereinzelt Siedlungen mit Einfamilienhaeusern, vor allem aber Hochhaus-Wohnanlagen - die nobleren davon mit Security, Swimming-Pools, Tennisplaetzen, etc. Im Norden des Stadtstaates befindet sich der hochgelobte Zoo, der zwar schoen war, uns aber ein bisschen enttaeuscht hat, weil er gar nicht so barrierefrei ist, wie man gerne behauptet.

Das Angenehme nach 4 Monaten Indonesien ist auf jeden Fall das super ausgebaute Verkehrssystem, die fixen (und nicht allzu hohen) Preise und das Fehlen jeglicher Art von Touriabzocke. Ausserdem haben wir uns hier mit 2 Freundinnen aus der Heimat getroffen, mit denen wir ein paar Tage verbracht haben und von denen wir in Sachen Freundeskreis wieder auf den neuesten Stand gebracht wurden. Ein luxurioeses und kostenloses Zuhause hatten wir so auch, schoen war's! Danke nochmal an alle Beteiligten ;-)

Nach einer schoenen und interessanten Woche im hochmodernen Singapur, wo alles (im Gegenteil zu Indonesien) funktioniert reicht's dann aber auch wieder -> weiter geht die Reise..

Hab ich schon erwaehnt, dass man als Autofahrer sogar bestraft werden kann, wenn man in einem ungewaschenen Gefaehrt auf den schoenen Strassen rumfaehrt? Oder, dass die meist philipinischen Hausmaedchen und andere "niedere" Arbeiter wie Sklaven und Menschen 2. Klasse behandelt werden?

Freitag, 13. November 2009

Kuta (13.09. - 17.09.2009)

Bali, Indonesia

Sind heute Mittag gut wieder auf Bali angekommen und haben uns Tickets fuer den 17. nach Singapur gekauft. Also nur noch ein paar Tage, dann wechseln wir mal das Land..

Die Zeit bis dahin verbringen wir jetzt noch in Kuta/Legian/Seminyak (liegt alles an einem Strand und ist zu einem riesigen aetzenden Krebsgeschwuer zusammengewachsen). Sorry, wenn ich das so formuliere, aber wir hatten schon gute Gruende, die Gegend bisher zu meiden. Immergleiche Surfshops, Souvenirshops, Supermaerkte und natuerlich Restaurants, Bars und Hotels erstrecken sich ueber Kilometer und man kommt gar nicht mehr raus aus dem ganzen ueberfuellten Einheitsbrei. Ueberall ununterbrochen Verkehr und Rufe nach "Transport, Souvenir, Scooter, Massage, Fruits, Billbong-Tshirts, Bintang-Tshirts, Halsketten, Armbaender, Eis, Pfeil und Bogen (wer kauft sowas und in welchem Flugzeug nimmt man sowas mit?)". Was viele Deutsche nach Mallorca treibt, treibt viele Australier nach Kuta - aber natuerlich sind alle Nationalitaeten hier vertreten. Stadt, Bars und Strand sind voll mit Leuten, denen wir zum Glueck anderswo in Indonesien nicht begegnet sind. Aber den Rest Bali's haben wir gesehen und man muss ja schliesslich Sachen gesehen haben, bevor man sich drueber auslaesst - also werden wir hier durchhalten ;-)

Mittwoch, 11. November 2009

Maumere (07.11. - 13.11.2009)

East-Flores, Indonesia

Die ersten 2 Naechte haben wir 7km westlich von Maumere in einem Bunglow direkt am Strand verbracht und sind dort wieder auf ein paar alte Bekannte von den Komodo Islands gestossen. Fuer 2 weitere Naechte sind wir dann nach Wodong an der Kueste, 27km oestlich der Stadt. Das gleiche dort, ausser dass wir die einzigen Touristen dort waren. Die Straende sind nicht die besten hier (dreckiger Sand oder Steine) und so haben wir die meiste Zeit mit lesen und rumspazieren verbracht.

Frueher war um Maumere einmal eines der besten Tauch/Schnorchel Gebiete der Welt, doch 1992 gab es ein starkes Erdbeben und einen 20m Tsunami, der tausende Opfer und starke Zerstoerung auf dem Land und unter Wasser mit sich brachte. Aus diesem Grund ist auch Maumere selbst nicht gerade ansehnlich, weil es eine chaotisch neu errichtete Stadt ist. Seit heute sind wir direkt in der Stadt und bleiben noch 2 Naechte, bis am 13. November unser Flug zurueck nach Denpasar/Bali geht.

Dort muessen wir dann noch einen billigen Flug nach Singapur ergattern - spaetestens fuer 17. November, wenn unser Indonesien-Visum auslaeuft. Also, weitere News aus Bali oder Singapur!

Nachtrag:
Leider haben wir mit den Visa-Verlaengerungen auf Bali zu viel Zeit vertroedeln muessen. So hatten wir jetzt auf Flores zu wenig Zeit, um auch noch weiter ueber Larantuka (oestlichste Stadt Flores') auf das Solor & Alor Archipell nach Lembata zu kommen, wo die Leute noch Wale jagen duerfen - und zwar so wie auf dem Foto links. 20-25 Wale erlegen die Kerle in den Doerfern dort pro Jahr, indem sie sie mit einem motorisierten 10-Mann-Boot verfolgen und mit all ihrem Koerpergewicht harpunieren. Infrastruktur gibt es dort zwar nicht wirklich, aber naechstes Mal, wenn wir in dieser Ecke sind, muessen wir uns das anschauen.

Moni & Kelimutu (06.11. - 07.11.2009)

Central-Flores, Indonesia

Moni ist ein kleines Dorf auf 600m im Innland der Insel und touristisch, weil es am Fuss des Kelimutus liegt, einer der Hauptattraktionen von Flores. Der Kelimutu ist ein alter Vulkan (ca. 1300m) mit drei nebeneinanderliegenden Kraterseen, deren Farben von Zeit zu Zeit wechseln. Vor kurzem waren die Seen rot, gruen und schwarz, vor laengerem mal rot, weiss und blau (es gibt Bilder davon!) - wir haben sie allerdings leider nur tuerkis, tuerkis und schwarz gesehen. Zum letzten Mal sollen sie die Farbe bei dem Erdbeben auf Sumatra gewechselt haben - warum weiss keiner so genau. Natuerlich sind es verschiedene Mineralien und Zeug im Wasser, die Einheimischen glauben ausserdem an weitere spirituelle Gruende. Die Kelimutu Seen sind fuer sie heilig und der Ort, an den die Seelen der Toten wandern.

Morgens um 4:30 ging's mit dem Motorradtaxi hoch auf den Kelimutu (natuerlich erwarten einen dort auf dem Parkplatz schon Verkaeufer) und zu Fuss bei Sonnenaufgang auf die Aussichtsplattform (natuerlich erwarten einen auch dort Verkaeufer). Zurueck nach Moni sind wir dann gelaufen - durch kleine Doerfer und an Wasserfaellen vorbei. Direkt danach hat uns auch schon unser Shared Taxi nach Maumere abgeholt und so haben wir noch nicht mal 24h in dem kleinen Oertchen verbracht.

Donnerstag, 5. November 2009

Bajawa (04.11. - 06.11.2009)

Central-Flores, Indonesia

Hm, das mit Wandern in Cancar war ne Finte. In Wirklichkeit musste sie dort einen fiesen Infekt auskurieren, den sie sich irgendwo eingefangen hatte - Fieber, Kopf- & Bauchschmerzen. Ein deutscher Arzt, den wir auf Saraya kennengelernt haben, hat uns das St. Rafael Krankenhaus in dem kleinen Oertchen Cancar sehr empfohlen, weil er dort selbst mal gearbeitet hatte und es im Vergleich zu den staedtischen Krankenhaeusern auf Flores sehr viel saubere und besser ausgestattet ist. Also haben wir 6 Tage in unserem kleinen Zimmer mit Blick auf den Garten verbracht, bis es ihr wieder gut ging. Schwester Regi aus Stuttgart, die seit unglaublichen 44 Jahren in medizinischen Einrichtungen ihres Ordens in Indonesien arbeitet, hat uns in der Woche bestens versorgt.

Gestern sind wir dann weitergezogen nach Bajawa - weitere 4h Fahrt ueber Flores schlaengelnde Strassen (1x hatten wir ein 2min Stueck, das geradeaus ging). Und heute vormittag sind wir mit Michael und Joseph (Flores ist christlich, so auch die Namen) mit den Motorraedern in der Umgebung rumgefahren und haben uns 2 traditionelle Doerfer angeschaut. Diese Doerfer rund um die 1100m-Stadt Bajawa sind zusammen mit den Heissen Quellen (Vulkan reiht sich an Vulkan auf Flores) so ziemlich der einzige Grund, warum Touristen (wir + 5) hier halten. Die Hotels sind trotzdem voll, weil gerade eine ganze Division Chinsesen da ist, die irgendein Dampfkraftwerk (Vulkane), das aus ihrem Land hier her importiert wurde, zum Laufen bringen sollen.

Morgen werden wir uns weiter auf den Weg nach Maumere machen, wo wir am 13. Nov. einen Flugzeug zureuck nach Bali besteigen werden. Allerdings werden wir erstmal in Moni zwischenstoppen - bis dahin sind's auch wieder 5h staendiges Links-Rechts-Links.

Donnerstag, 29. Oktober 2009

News: Wieder zurueck und weiter nach Cancar

Sind nach einer Nacht auf der wunderschoenen Mini-Insel Saraya schon wieder zurueck in Labuan Bajo und werden gleich weiter nach Cancar (3h Richtung Ruteng, der naechstgroesseren Stadt) fahren. Dort auf 2000m ist es kuehler als hier an der Kueste und wir werden ein bisschen durch die schoene Landschaft trecken gehen.

Ich glaub eher nicht, dass es dort Internet geben wird, also hoert ihr in ein paar Tagen wieder von uns..

Dienstag, 27. Oktober 2009

News: Weiter nach Salayar

Imposante Viecher diese Komodo-Varane, aber vor allem faul. Frueher wurden die mit lebendigen Ziegen angelockt, die man als Tourist sogar kaufen konnte. Zeiten aendern sich, heutzutage laeuft man stundenlang durch die bruetende Hitze, um ein paar von ihnen im Schatten rumliegen zu sehen.

Seit gestern Abend sind wir wieder in Labuan Bajo und werden morgen fuer ein/zwei Naechte auf die kleine Insel Salayar vor der Kueste uebersiedeln. Eine Stunde von der Zivilisation weg, wird es dort sicherlich kein Internet geben.

Gruesse an alle und bis die Tage!

Samstag, 24. Oktober 2009

News: Komodo Islands

Wir sind gut auf den Komodo Islands im Westen Flores' (im Osten
Indonesien's) angekommen und werden die naechsten 2 Tage mit dem Boot um und auf den Inseln unterwegs sein.

Wir hatten einen 1h Flug von Denpasar/Bali nach Bima/Sumbawa, eine 4h Busfahrt von Bima nach Sape (westlicher Hafen Sumbawas) und gestern eine 9h Fahrt mit der Faehre rueber nach Flores.

Weitere News nachdem wir bei den Drachen waren...




Dienstag, 20. Oktober 2009

News: Endlich nach Flores

Endlich hat dieses Rumwarten auf Bali ein Ende - am 22. Oktober haben wir einen Flug nach Bima/Sumbawa, dann 3h mit dem Bus zum Hafen und 1h mit der Faehre nach Labuan Bajo/Flores.

Dann sind wir endlich da, wo wir seit 2 Monaten hinwollen und schauen uns erstmal die Komodo-Varane an. Juchu!

Sonntag, 18. Oktober 2009

News: Bedogol & Lovina

Gerade sind wir ja uebrigens in Lovina an der Nordkueste Bali's, was ein ziemlich uninteressanter Ort ist, der die Touristen nur anzieht, weil man vor der Kueste mit Delphinen schnorcheln kann. Das wird einem aber auch an jeder Ecke eingehaemmert und angeboten - mal seh'n, ob wir uns dem Druck noch lange widersetzen koennen..

Die letzten 2 Naechte haben wir in Bedogol, einem Bergdorf in Zentral-Bali auf 1100m Hoehe verbracht, wo es nicht viel zu sehen gab, die Naechte dafuer aber saukalt waren.

Zeit wird's, dass wir unseren Reisepass wieder abholen koennen - am Dienstag soll's soweit sein (vor ein paar Tagen haben wir in Kuta am Flughafen unsere Fingerabruecke, Passfotos & Unterschrift digititalerweise abgeben duerfen).

Bilder von Bedogol unter: http://www.getdropbox.com/gallery/198087/1/10-09%20Bedogol?h=a43595

Bilder von Lovina unter: http://www.dropbox.com/gallery/198087/1/10%20-%2009%20Lovina?h=0b5e10

Donnerstag, 8. Oktober 2009

News: Back in Bali

Sind heute wieder zurueck nach Padangbai/Bali mit der Faehre, weil wir leider hier noch Visa/Angelegenheiten zu klaeren haben, bevor wir endlich nach Flores koennen.

Morgen geht's wahrscheinlich wieder nach Ubud, wo die Firma unseres Vertrauens ihren Sitz hat.

UPDATE: Wir sind seit 08.10.09 in Ubud und faulenzen hier solange rum, bis wir nach Denpasar muessen, um fuer die Visa-Verlaengerung unsere Fingerabdruecke abzugeben.

Donnerstag, 1. Oktober 2009

News: Erdbeben auf Sumatra

Schlimm die beiden schweren Erdbeben auf Sumatra direkt hintereinander! Die armen Menschen dort.

Wir sind sehr sehr weit weg von dort und erleben zum Glueck nichts ausser schoene Straende, also keine Sorgen machen!

Montag, 28. September 2009

News: Gili Islands

Die letzten Tage haben wir den Mount Rinjani bestiegen und sind heute zum relaxen auf die Gili-Islands im Nordwesten von Lombok geschippert.

Es gibt neue Bilder, weil schnelles Internet hier. Mehr folgt morgen..

Morgen fahren wir nach 2 Naechten auf die Nachbarinsel Gili Air rueber. Gili Trawangan ist eher so der Ballermann-Style und es gibt viel zu viele Hohlnasen hier! Bintag-Shirts en masse!

UPDATE
Auf Gili Air sind wir gestern angekommen und hier ist es gleich viel angenehmer als auf der MTV-Insel Gili Trawangan. Hier bleiben wir erstmal ein paar Tage und ich mach endlich mal meinen Tauchkurs.

Mittwoch, 23. September 2009

Senggigi (23.09. - 28.09.2009)

Lombok, Indonesia

Nach dem schoenen und leider auch ein bisschen verregneten Kuta/Lombok geht's mit dem Touristen-Shuttle wieder ueber Mataram weiter noerdlich nach Senggigi, wo wir nach laengerer Suche im 'Bumi Aditja' einchecken. Da wir ein paar Tage in dieser relativ unspektakulaeren Kuestenstadt ausharren wollen, um uns das Black-Metal-Komzert am Wochenende anzuschauen, ueberlegen wir, die Tour auf den Mount Rinjani gleich von hier aus zu machen. Den ganzen ersten Tag lassen wir uns also von den Scharen von Tour-Organizern belabern und hoeren 100 verschiedene Wahrheiten und beste Angebote. Entnervt und voellig ueberfordert buchen wir abends die Tour bei unserem Homestay-Edy und seinem Boss Eddy fuer den naechsten Tag.

Gunung Rinjani (24.09. - 26.09.2009)
Eddy und Edy haben uns erklaert, dass man in 3 Tagen/2 Naechten nicht bis auf den Gipfel des heiligen Vulkans Rinjani steigen kann und dass die meisten eine Tour bis zum Kraterrand und zurueck buchen. Die ersten Gefaehrten, die morgens kurz nach 5 in unser Auto steigen - 3 Brueder aus Usbekistan - machen die Tour auf den Gipfel in 3 Tagen - na super, danke Eddy & Edy!

Nach 2 Stunden Fahrt kommen wir in Senaru am Fusse des 3700m hohen Vulkans an, wo wir erstmal Fruehstueck bekommen und uns bei der Parkbehoerde anmelden muessen (der Typ dort heisst, warum auch immer, Juergen). Dann geht der Aufstieg von den 800 Hoehenmetern, auf die wir mit dem Auto kutschiert wurden, zum 2600m hoch gelegenen Kraterrand, wo wir uebernachten werden, los. Nicht etwa, dass wir alleine gewesen waeren.. wir hatten natuerlich unseren Guide und 2 Porter, die 3 usbekischen Brueder und ein Paerchen aus Bonn als Weggefaehrten PLUS etwa 50 andere Touristen, die diesem schoenen natuerlichen Flecken Erde ein bisschen Leben eingehaucht haben.

Unser Guide Karim legt trotz seines 35kg-Rucksacks (vor allem Wasser fuer 3 Tage) ein recht zuegiges Tempo vor, das unsere Porter mit ihren 45kg-Bamboo-Konstruktionen (Zelte, Matten, Essen, etc) locker mithalten. Die erste 1h und 300 Hoehenmeter zu POS I liegt das alles auch noch in unserem 3kg-Rucksack-Rahmen, da es relativ flach durch Kaffee- und Bananenplantagen geht. Weiter zur POS II auf 1400m allerdings, faengt die Sache an, ansprechender zu werden, da es nun auf mit Wurzeln uebersaehten Pfaden durch den von Schmetterlingen, Affen und weiterer unsichtbarer Fauna bewohnten Jungle geht -> Vorteil: Schatten. Dann kochen die 5-6 Guides erstmal auf, um ihre hungrigen und untrainierten Touris wieder zu staerken und wir nutzen die Wartezeit, um unsere jetzt schon klitschnassen T-Shirts in der Sonne zu trocknen. Weitere 2h geht's dann nach dem Mittagessen zur POS III auf 2000m und ueber die Baumgrenze, was uns den ersten Ausblick ueber Lombok und noch mehr Transpiration aufgrund des nun fehlenden Schattens beschert. Aber jetzt haben wir ja schon 2/3 geschafft und das Fluchen auf den letzten 600 Hoehenmetern ueber rutschige Staub- und Steinwege haelt sich auch noch in annehmbaren Grenzen, da man meist keine Luft dafuer uebrig hat.

So ist das Bergsteigen nunmal, 1600 Hoehenmeter in 6h zehren eben, aber man beisst sich halt durch, um den Ausblick zu sehen - und der ist unglaublichst unglaublich! Der bergabgewandte Blick streift ueber die Insel Lombok, die wie ein dunkelgruener Teppich auf dem tiefblauen Meer liegt, und die drei kleinen Gili-Islands (auf denen wir nach Sengiggi unsere mueden Knochen ausruhen wollen) sehen aus, als boeten sie gerade mal Platz fuer 3 Huehner. Das alles sehen wir aber erst, als wir uns am Anblick des 600m unter uns liegenden Kratersees satt gesehen haben. Segara Anak genannt, erhebt sich aus seiner Mitte ein kleiner Vulkan mit 2351m hoher Spitze, der ein stetiges Grollen und regelmaessige Rauchwolken von sich gibt. Die vulkanischen Aktivitaeten haben den gruen-blauen See stellenweise gelb eingefaerbt -> ein Vulkan im See im Krater eines Vulkans!


Bilder unter: http://www.getdropbox.com/gallery/198087/1/09-09%20Gunung%20Rinjani?h=fb70da

Mataram - Satu Bumi (26.09.2009)
Punk & Metal Konzert 'Satu Bumi (= Eine Welt)' in Mataram.

Bilder unter: http://www.getdropbox.com/gallery/198087/1/09-09%20Mataram%20%28Satu%20Bumi%29?h=20c3fc

Senggigi (23.09. - 28.09.2009)
Sonstige Eindruecke aus Senggigi.

Bilder unter: http://www.getdropbox.com/gallery/198087/1/09-09%20Senggigi?h=21ee9a

Sonntag, 20. September 2009

Suranadi & Kuta/Lombok (18.09. - 23.09.2009)

Lombok, Indonesia

Bali lassen wir mit der 5-stuendigen Faehre von Padangbai nach Lembar/Lombok hinter uns, auf der wir uns mit ein paar anderen Touristen auf dem leeren weil kochend heissem Oberdeck ausbreiten. Vor dem Hafen muss man erstmal durch einen Knaeuel "Ticketverkaeufer", in dem man "very cheap tickets" fuer 250-300.000 Rph (~20 Euro) am Laufenden Band kaufen soll. Dumm nur, dass sie am normalen Schalter 30.000 Rph (~2 Euro) kosten und noch duemmer, dass manche Touristen auf den Spass reinfallen. Indonesisches Hafengebiet ist Abzockergebiet vom Feinsten -> Blick auf den Boden und Richtung des offiziellen Schalters einschlagen, jegliche Hindernisse wegdraengen oder umgehen!

Wie gesagt, sind wir erstmal alleine auf dem Oberdeck, bis nach und nach immer mehr neugierige Indonesier auf Idul Fitri (=Ende des Ramadan) Reise ihre Zigaretten in unserer Naehe rauchen, um uns "klammheimlich" zu beobachten, fotografieren und zu filmen (meist mit Handys). Die Mutigsten setzen sich zu uns, fragen ob wir gemeinsame Fotos machen koennen und unterhalten sich mit uns. Die See ist nicht allzu ruhig und wir bemerken auch auf dieser grossen (natuerlich mal wieder heillos ueberladenen) Autofaehre das Eintreten einer gewissen Uebelkeit - sind deswegen froh, als wir kurz vor Sonnenuntergang endlich in Indonesiens schoenstem Hafen einlaufen. Das sagt zumindest der Lonely Planet, wahrscheinlich wegen den gruenen Bergen und Huegeln und der netten Bucht, in der er liegt - sonst aber voll mit Faehren, Frachtern und Dreck.

Lembar (18.09. - 19.09.2009)
Weil wir erstmal vom Reisen genug haben, checken wir ins sehr indonesische Hotel 'Mashuri' (ein paar Hundert Meter weg vom Hafen) ein und bekommen von den netten Besitzern unsere erste original 'Sasak' (=Lombok-Kultur) Mahlzeit serviert. Am naechsten Morgen um 7 Uhr spueren wir unser erstes Erdbeben und fluechten gleichmal im Schlaf-"Anzug" aus dem Gebaeude. Fuehlt sich doch sehr komisch an fuer uns -> die Einheimischen sind eher von unserem Aufzug ueberrascht. Das Epizentrum lag auf Bali, das wir gestern verlassen hatten, und das Beben hatte eine Staerke von 6,4 - was zum Glueck gerade dazu gereicht hatte, ein bisschen Sachschaden anzurichten.

Suranadi (19.09. - 20.09.2009)
Warum auch immer suchen wir uns das Dorf Suranadi - oestlich der Hauptstadt Lomboks 'Mataram' - als erstes Reiseziel aus, was wir mit Kijang und Taxi in 1,5h erreichen. Das einzig wirklich verlaessliche Taxi-Unternehmen Indonesiens ist 'Blue Bird', was wir NICHT fuer die Fahrt von Mataram nach Suranadi benutzen. Um diese Lonely Planet-Weisheit zu bestaerken, faehrt unser Fahrer natuerlich gleich mal an dem deutlichen sichtbaren Schild nach Suranadi vorbei und nimmt einen grossen Umweg, den wir leicht in der kleinen Karte unseres Reisefuehrers verfolgen koennen. Macht ja nix, auf den Preis wirkt's sich's nicht allzu sehr aus, aber in Suranadi angekommen, spreche ich den arschfreundlich tuenden Fahrer darauf an, was in dazu veranlasst, schnell sein Geld einzusacken und beschaemt abzuduesen.

Naja, jetzt stehen wir mit unseren Rucksaecken in diesem kleinen Doerfchen, dessen einzige Sehenswuerdigkeit ein hinduistischer Tempel (Raritaet hier, weil Lombok wie der Grossteil Indonesiens muslimisch ist) mit heiligen Aalen ist, die man mit gekochten Eiern aus ihren Loechern locken kann. Die wenigen Touristen, die sich das Ding anschauen, fahren schnell von Mataram oder Senggigi rueber und bleiben hier fuer null Naechte. Wir checken mal in das eine der 2 Homestays namens 'Lanang' ein - indonesischer Standard, dafuer indonesische Preise..

Den Tempel sparen wir uns, weil der wieder 'Donation' kostet, die denen der Vorgaenger angemessen sein sollte, und wie durch ein Wunder zeigt das Buch, dass alle vorherigen Spender ausserordentlich grosszuegig waren. Ausserdem sehen balinesisch-hinduistische Tempel wirklich alle sehr gleich aus. Aber auf dem Tempelvorplatz nehmen wir in einem einheimischen Warung Platz, in dem wir gegrillte und nicht zuordbare Fleischstueckchen am Spiess mit Reis und very hot Sauce serviert bekommen. Auf unserem weiteren Rundgang erkunden wir einen Affenwald mit verfallenen Tempeln und einem verfallenen Zeltplatz - ueberhaupt sieht es hier aus, als waere der wenige Tourismus, der hier mal stattgefunden hat, vor Jahren komplett zusammengebrochen. Die Sache ist, dass Lombok nach den 'Bali-Bombings' 2001/2004 quasi gar keine Besucher mehr hatte.

Tja, wie gesagt, hier gibt es nichts zu tun und wir wollen es auf jeden Fall bei der einen Nacht belassen, die gleichzeitig die wichtigste Nacht fuer die Muslime Indonesiens darstellt. Endlich ist der Ramadan zu Ende und man darf wieder unter Alah's Augen bei Tageslicht essen, trinken, kettenrauchen und weitere menschliche Dinge tun.. Und das wird gefeiert -> sogar in diesem verschlafenen Kaff hoert man nach Sonnenuntergang eine dermassene Geraeuschkulisse plus Feuerwerk, etc und sieht Autokolonnen mit islamischen Sprechchoeren und Musik durch die Dorfstrasse rasen.

Geschafft! Glueckwunsch! Am naechsten Morgen sind wir froh, ein Bemo nach Mataram zu bekommen (es gibt eben auch Hindu-Bemo-Fahrer auf Lombok) und finden die pulsierende Grossstadt komplett geschlossen und leergefegt vor - die Strassen, bis auf ein wenig Reiseverkehr, eben so leer. In der Shopping Mall, die bis auf den KFC und McD auch zu hat, erfuellen wir uns erstmal den lange gehegten Traum eines BigMac Menues nach all dem Reis und Chicken. Mit uns schlagen sich einen Haufen Kiddies mal wieder so richtig die Baeuche mit Eis und Pommes voll, waehrend wir mal wieder Ziel aller Augen sind.

Bilder von der Ueberfahrt, Lembar & Suranadi unter: http://www.getdropbox.com/gallery/198087/1/09-09%20Suranadi?h=8aa6ed

Kuta/Lombok (20.09. - 22.09.2009)
Eigentlich wollen wir einen Tourist-Shuttle von Mataram nach Kuta im Sueden Lomboks nehmen, doch alle Fahrer sind im Idul Fitri Urlaub und die Dame von Perama (dem groessten Touri-Schaukel-Unternehmen des Landes) raet uns, ein Taxi zu nehmen, da dass sowieso billiger sei. Also geht's in 1,5h erst ueber Strassen, dann Schlaglochpisten, dann moderne Highways durch kleine Staedte und Doerfer und der Riesenbaustelle des internationalen Flughafens vorbei an die Suedkueste.

Wir checken im 'Surfer's Inn' ein und haben zum ersten Mal eine Anlage mit Swimming Pool. Gratis dazu, einen Haufen Surfer-Buddies (hey Yo!), die von den scheinbar super Wellen hier angezogen werden. Saucoole Burschen! Gruessen noch nicht mal zurueck - uns laeuft's jedes mal kalt den Ruecken runter vor Respekt.. Der Hausstrand ist voll mit indonesischen Familien, die ihre Feiertage am Meer verbringen und wie immer alle auf den selben 100m des 5km langen Sandstrandes abhaengen.

Kuta/Lombok hat kilometerlange und leere weisse Sandstraende, die eingebettet in Huegeln und Felsformationen liegen und ist wohl das Gegenteil des Bali-Kutas -> ruhig, gediegen, natuerlich! Es ist wohl der gefaehrlichste Ort Lomboks, weil: Man sollte seine Wertsachen nicht am Strand liegen lassen, weil die Bevoelkerung eher arm ist und es Langfinger gibt. Ah ja, schonmal die Digicam in Italien/etc. am Strand liegen lassen? Aber bleibt ruhig weg, ihr Pauschalis! In ein paar Jahren wird der internationale Flughafen fertig sein, ein Investor will ein 2. Dubai hier aufbauen mit kuenstlichen Inseln etc. und der Highway dafuer ist schon gebaut.. Dann war's das mit Paradis, sagen auch die Einheimischen, wobei sie natuerlich auch auf gute Geschaefte hoffen.

Morgens und abends regnet es immer und die Locals meinen schon den Wind drehen gespuert zu haben, was den 1,5-monate-zu-fruehen Beginn der Regenzeit andeutet - Klimawandel ist ueberall. Wir leihen uns die 2 Tage, die wir hier sind, einen Roller aus und fahren durch die wunderschoenen Landschaften Suedlomboks (siehe Bilder -> besser als meine Beschreibungskuenste). An einem der Straende lernen wir eine Gruppe Indonesier kennen (Jungs aus Mataram, die hier zusammen abhaengen), fuer die wir mal wieder beliebtes Fotoobjekt sind und die uns zu einem Metal-Konzert in ein paar Tagen einladen. An einem anderen Strand trifft sich die halbe Jugend Suedlomboks und veranstaltet Motorradrennen ueber den glatten Sandstrand - ganz im Fast & Furious Stil (sehr beliebt hier in Indonesien und immer wieder in den TV's auf Booten, Bussen, etc zu sehen).

Bilder unter: http://www.getdropbox.com/gallery/198087/1/09-09%20Kuta%20%28Lombok%29?h=8369c0


Dienstag, 15. September 2009

Sanur & Padangbai (13.09. - 18.09.2009)

Bali, Indonesia

Sanur (13.09. - 14.09.2009)
Mit dem Morning-Boat um 8:00 sind wir am 13.09. wieder nach Sanur zurueck geschippert. Komischerweise sind wir dabei am Strand von Sanur aufgelaufen und mussten die letzten Meter abgeschleppt werden (eigentlich faehrt der Captain die Strecke doch jeden Tag?), waehrend die Wellen auf und in unser Boot gebrochen sind. Das ganze Schauspiel wurde von hunderten Indonesiern beaeugt und dirigiert (jeder wollte die richtigen Anweisungen geben), die alle im selben Stueck Wasser rumgeplanscht und ihren freien Sonntag verbracht haben. Das ist die indonesische Art, baden zu gehen: Ist der Strand auch noch so lang und leer - alle Grossfamilien tummeln sich zusammen auf einem kleinen Stueckchen wie die Sardinen -> sehr gesellschafts-orientiert eben.

Wir wollen nur eine Nacht in Sanur bleiben, um in Ruhe zu ueberlegen, wo es als naechstes hingehen soll und welche Art von Gefaehrt wir diesmal benutzen wollen. Wie schon Ubud, ist der Ort ziemlich Touri und man gruesst besser keinen auf der Strasse, weil man sowieso nur nach 'Taksi' und 'Transport' gefragt wird (was natuerlich auch ohne Gruessen alle 10 Meter passiert). Es gibt eine sehr lange Touristen-Strasse names 'Jalan Danau Tamblingan', an deren Anfang wir uns im 'Ida Inn' einquartieren und die wir einmal ganz entlang laufen. Alles ist vollgestopft mit Restaurants, Sports Bars und ganz vielen tollen Laeden. Jeder hat das Beste der Stadt (oder sogar Bali's) zu verkaufen - "we have the coldest beer in town..." jaja schon klar! Die meisten Sachen gehoeren irgendwelchen ausgewanderten Auslaendern und werden von Balinesen bewirtschaftet, was glaube ich sogar Vorschrift ist. Vor allem ziemlich viele Rentner bewohnen die Stadt und lassen sich immer von den ach so suessen Damen der Restaurants und Bars bewirten (die mit dem groessten Vorbau steht meistens an der Strasse, um die Leute zu catchen - "Nein danke, wir wollen nichts trinken!"). Also insgesamt eine ziemlich schreckliche Stadt fuer unser Empfinden. Auch der groesste Teil des Strandes ist mit Sternehotels zugebaut, deren Pauschal-Touris lieber am hauseigenen Pool als am 10m entfernten Strand abhaengen - da ist das Wasser wenigstens sauber, gell, und ne Touristenpolizei gibt's auch, damit ja kein Indonesier, der nicht im Hotel arbeitet, das Grundstueck betritt.

Naja, wir nutzen die Zeit zum Ueberlegen und entschliessen uns nach Padangbai, dem Haupthafen fuer die Schiffe nach Lombok im Sued-Osten Bali's, weiterzureisen.

Padangbai (14.09. - 18.09.2009):
Ueber Ubud geht's am naechsten Tag in insgesamt 2h in einem ueberteuertem Perama-Touri-Bus nach Padangbai. 'Perama' ist der groesste Reiseveranstalter Indonesiens und hat so ziemlich in jeder groesseren Stadt ein Buero mit Shuttle-Bus-Vermittlungen zu den anderen Staedten (fuer die Qualitaet der Busse sind die Preise jedoch - wie gesagt - stark ueberteuert und Taxifahren ist ab 2 Personen meist billiger). Schlimmer noch: Auch 'Perama' bietet eine 4-taegige Reise mit dem Boot von Lombok nach Flores ueber die Komodo Islands an - was wir gerne machen wuerden - beschreibt im Prospekt jedoch: "...Anschliessend Besuch eines traditionellen Dorfes auf Sumbawa, das von Perama gerade zu einem Touristen-Spot ausgebaut wird." HALLO?! Wie traditionell kann es da wohl sein - unglaublich wie die Touristen drauf sein muessen, die das ganz toll finden!

Aber genug geschumpfen. Als wir in Padangbai aus dem Bus steigen, werden wir sofort von einem Haufen Jungs belagert, die uns alle in ihrem besten Homestay der Stadt einquartieren wollen. Geht das schon wieder los! Bali ist schoen, aber uns bisher auf jeden Fall am unsympatischten. Das Problem ist einfach, dass es hier zu viele Touristen gibt, die nach Meinung der Einheimischen natuerlich alle Geld schei.... und jeder will halt was vom Kuchen abhaben. So laeuft das nunmal mit dem Tourismus... die Malukken und Sulawesi waren einfach spannender und echter zu bereisen.

OK, jetzt ist genug. Wir checken im 'Padangbai Beach Inn' ein und beziehen einen 2-stoeckigen Bungalow aus Bambus und Stroh. Ein vielleicht 10-jaehriges Maedchen zeigt uns alles und verhandelt ganz Geschaeftsfrau mit uns ueber den Preis. Eigentlich wollten wir im 'Topi Inn' am Ende des kleinen Ortes einchecken, das ein Hollaender wirklich superschoen und mit hervorragender Kueche aufgebaut hat - aber da gibt es nur ueberteuerte Minizimmerchen mit duennen Bambuswaenden. Trotzdem wird das 'Topi Inn' zu unserem Stammplatz, weil wir ein paar andere Deutsche kennenlernen, die dort wohnen, und mit ihnen und einer Schweizerin die meisten Abende verbringen. Das Plaetzchen ist wirklich super gemuetlich, das Essen zwar teuer weil Bio aber so lecker (Spaghetti al dente (gibt's hier nicht oft) mit Sahne-Pilze-Baracuda-Sosse) und die junge Crew von Indonesiern ist superwitzig drauf. Ausserdem gibt's im oberen Stockwerk ein Internetcafe mit Blick auf's nahe Meer..

Der Strand des Ortes ist zwar einigermassen schoen (im Vergleich zu den paradiesischen Straenden, die in den letzten Monaten unseren Standard darstellen) aber voll mit Fischer- und Tauchschulbooten. Der Strand der oestlichen Nachbarbucht (Blue Lagoon Beach) ist schoener, aber voll von Touris und Verkaeufern. Bleibt noch der Strand in der westlichen Nachbarbucht, der unterhalb einer wegen Korruption abgebrochenen Grossbaustelle liegt, doch das schoenste Ambiente bietet. Ins Meer kann man zwar nur mittig gehen, weil die Wellen relativ gross hereinbrechen und einen sonst gegen die Felsen druecken wuerden, aber zum Abkuehlen reicht das ja.

Trotz der geldgierigen Polizei Bali's, die uns fuer unsere fehlende 'International Driving License' erstmal 100 USD abknoepfen wollen wuerde (die meisten zahlen dann 50.000 Rph / 3,50 Euro) leihen wir uns zusammen mit 3 Magdeburgern einen Tag einen Roller aus und befahren das oestliche Ende der Insel. Durch's Landesinnere geht's zuerst die Huegel hinauf in einen von Reisfeldern umgebenen Ort mit Wassertempel, den vor vielen vielen Jahren irgendein schwimm-verrueckter Koenig dort aufgebaut hat und der heute noch ein oeffentliches Schwimmbecken beheimatet. Naechster Stop ist Amed an der noerdlichen Kueste Bali's, wo wir erstmal an den unspektakulaeren Stramd fahren, wo uns eine Schar Kinder mit Muscheln verziehrte Doeschen verkaufen wollen und nicht locker lassen. Vera hat die rettende Idee und gibt den Kiddies unsere Kekse, mit denen sie sofort abruecken und erstaunlicherweise gerecht unter sich aufteilen. Im Shop nebenan (alle indonesischen Strassenshops, die wir bisher gesehen haben, sehen gleich aus und haben in etwa das selbe Sortiment auf selbe Art und Weise angeordnet) will Vera den Kindern noch ein paar der von der Decke haengenden Bonbontueten kaufen. Das kleine Maedchen des Shopbesitzers verplappert sich und nennt den wahren Preis von 400 Rph (2-3 Cent) - ihr Papa wollte zuerst das 5-fache. Auch die Bonbons teilen die Kleinen wieder ganz gerecht unter sich auf, bedanken sich artig und ziehen von dannen. Zurueck nach Padangbai geht's 3h die stellenweise sehr schlag-loechrige Kuestenstrasse entlang, vorbei an wunderschoenen einsamen Straenden und durch kleine Doerfchen mit freundlichen touristen-unverwoehnten Menschen.

Hm, und dann sind da noch diese beiden Reggae-Bars mit den Bob-Marley-Rasta-Indonesiern, die wohl den ganzen Tag Arak (Reisschnaps) saufen und sich vielleicht ein paar magische Pilze reinhauen (mit Kiffen ist hier ja gar nicht zu spassen) und den ganzen Abend einfach total strack sind. Natuerlich laeuft Reggae (solange es Strom gibt, sonst wird selbst gesungen) und die Gaeste werden mit Fragen der Menschheit geloechert, die an die Waende geschrieben sind ("Warum sind Frauen eifersuechtig, Maenner nicht", "Warum sind Frauen stark und Maenner nicht", etc - allerdings haben die Jungs schon Antworten parat, die flacher nicht sein koennten).

Bilder unter: http://www.getdropbox.com/gallery/198087/1/09-09%20Padangbai?h=761b47

Samstag, 12. September 2009

Nusa Lembongan (09.09 - 13.04.2009)

Bali, Indonesia

Nachdem wir Ubud 9 Tage lang genossen haben, zieht es uns mal wieder weiter und wir fahren mit einem Tourist-Shuttle-Bus (ein kleiner Mitsubishi Van, vollgestopft mit 9 Touristen + Gepaeck) in einer guten Stunde runter nach Sanur (oestlich von Denpasar). Von da geht's mit einem Public-Boat eine weitere Stunde rueber nach Nusa Lembongan. Das Public Boat beherbergt vielleicht 5 Einheimische und 30 Touristen - darunter viele Klischees wie saufende Australier in Bintang-Shirts (Bintang, die Biermarke - die Shirts werden hier ueberall an zurueckgebliebene Knallkoeppe verkauft, was natuerlich nur meine subjektive Darstellung ist), aufgestylte Surferboys und -girls und franzoesische Moechtegernmodels, die einen Grossteil der unspektakulaeren Ueberfahrt mit der Handkamera filmen.

Nusa Lembongan und Nusa Ceningan (verbunden mit einer kleinen 1,5m breiten Bruecke) sind die beiden kleinen Schwesterinseln der Nusa Penida, oestlich von Denpasar, und vor allem Ziel fuer Surfer und Taucher. Wir kommen an einem von Homestays, Bars und Booten ueberfuellten Strand an, dem vorgelagert sich grosse Terminals fuer grosse Speedboote (schiffen immer die Japander fuer einen halben Tag hier an) mit Wasserrutschen (?!) ins Meer befinden sowie ein paar Bananaboat- und Parasailing-Touris. Auch ein ganzer Pulk Surfer liegen im Wasser rum und warten auf seltene Wellen, in denen sie sich dann ueber den Haufen fahren.

Wir schlagen erstmal alle Angebote der Touristenfaenger am Strand aus und quartieren uns nach laengerer Suche im 'Secret Garden' ein - der einzigen schoenen & preiswerten Bungalow-Anlage, die wir entdecken koennen. Ein ausgewanderter Englaender (Tim) hat das Gelaende vor ein paar Jahren wieder in Schuss gebracht und betreibt das Homestay jetzt zusammen mit seiner Tauchschule 'Big Fish' bzw. 'Drift Divers'. Ich ueberlege mir stark, ob ich endlich mal meinen Open-Water-Kurs hier machen soll, aber nach dem ersten Tag Inselerkundung mit dem Roller ist klar, dass es hier nicht genug zu sehen gibt, um mehr als ein paar Tage zu bleiben.

Wo wir in Ubud noch gehadert haben, uns einen Roller auszuleihen (die balinesische Polizei ist bekannt fuer ihre gierigen Haende in Sachen International Driving License etc.), ist das hier gar kein Stress, was hauptsaechlich an den fehlenden Polizisten liegt. In knappen 3h hat man sehr gemuetlich beide kleinen Inseln abgefahren und dabei 2x die kleine gelbe Bruecke mit den ratternden Holzbrettern ueberquert. Auf Nusa Ceningan entdecken wir 'Jenny's Place', ein Riesenhaus mit Stelzenbungalows direkt an der Klippenkueste mit brillantem Blick auf die hohen hereinbrechenden Wellen. Jenny (Australien) und ihre Freundin (Kalifornien) - beide um die 60 ?? - haben das Ding vor ein paar Monaten erst hier aufgebaut, um dem stressigen Bali zu entfliehen (wo beide schon seit 12/14 Jahren leben) und ein paar Gaeste zu bewirten. Das Haus ist echt der Hammer. Eine riesen Haupthalle mit offener Kueche und extralangem Essenstisch, deren Seite zum Meer komplett mit Fenstertueren verkleidet ist. Wir trinken Tee mit den beiden Ladies und ueberlegen uns stark hierher umzuziehen, was wir aus Bequemlichkeit dann aber sein lassen -> mit dem 'Secret Garden' sind wir auch sehr zufrieden.. Ansonsten haengen wir noch am 'Dream Beach' auf Lembongan ab (der einzige Strand ohne Boote vor der Schnauze, dafuer mit ziemlich hohen Wellen und starker Stroemung) und schauen am 'Devil's Tear' den Wellen zu, wie sie an die schroffen Klippen knallen und oft 20m Gischtfontaenen ueber die Felsen schiessen -> laut und beeindruckend.

Das absolute Highlight ist aber der Trip zur Manta-Bay mit Tim dem Tauchlehrer (hat eine gewisse Aehnlichkeit mit Willi Wills Wissen aus dem Fernsehen -> super Typ!), 3 Oldenburgern (-> Super Typen, Gruss ;-), die ihren Open-Water bei ihm machen und einer ziemlich redefaulen weil arroganten (weil schon Dive-Instructor und wir gar nix) Russin. Vor den Klippen der Nusa Penida gibt es einen Felsen, der als 'Cleaning Station' fuer Manta-Rochen fungiert, weil sie dort von den vielen kleinen Fischen geputzt werden. Waehrend die anderen in das 8-10m teife Wasser, wo es sonst nur Sand und Felsen zu sehen gibt, abtauchen, schnorcheln wir in Neoprenanzuegen auf die Klippen zu und entdecken bald den ersten grossen Manta ueber dem Sandboden dahinfliegen. Die Dinger sind minimum 3m breit, oben schwarz unten weiss und sehr beeindruckend (die ersten grossen Viecher, die ich unter Wasser sehe). Wir sehen ungefaehr 10 Manta-Rochen immer mal wieder im eher trueben Wasser auftauchen und unter uns hinweggleiten, bevor uns die Taucher zur eigentlichen 'Cleaning Station' winken. Da geht's dann richtig ab: In 4er-Gruppen schwimmen die Riesendinger 2-3 Meter entfernt direkt an und um uns vorbei und drehen majestetisch ihre Runden. Obergeil!

(Leider keine Unterwasser-) Bilder unter: http://www.getdropbox.com/gallery/198087/1/09-09%20Nusa%20Lembongan?h=ac560c

UPDATE: Ha! Ein Mantafoto habe ich gerade zufaellig auf dem Computer hier in Padangbai/Bali gefunden - zwar nicht meins, aber so sahen die Dinger aus..

Sonntag, 6. September 2009

News: Wir fliegen nicht nach KL, sondern bleiben..

An unserem heutigen letzten Tag in Ubud/Bali kam uns die Erleuchtung in Form eines aelteren Mannes mit seinem Riesenhund. Der hat uns erklaert, wie man das hier mit dem Visum-Verlaengern machen kann und der Mann hat es bestaetigt!

Auf "Immigration" spezialisierte Firmen (unsere heisst 'Highway' - wow!) treten als Sponsor auf und erledigen den Papierkram. Das lassen sich die Firmen natuerlich was kosten (ca. 70 Euronen fuer Visum + Service), was sich im Normalfall aber lohnt, da man sonst ja Flug und Unterkunft nach/in KL oder Singapur zahlen muss.

Sprich: Wir cancellen unseren Flug morgen nach KL und bleiben noch ein paar Tage in Ubud bzw. erkunden den Norden Bali's, bis wir naechste Woche unsere Reisepaesse wieder abholen koennen. Dann werden wir uns wohl auf nach Flores machen und die vielen Inseln wieder zurueck nach Bali hoppen. Bis Mitte Oktober duerfen wir jetzt in Indonesien bleiben und koennen dann theoretisch noch 3x unsere Visa fuer jeweils 1 Monat verlaengern (dann stellt sich nur die Frage wegen der Regenzeit, die im November beginnt).

Man wird sehen, es aendert sich sowieso immer alles. Aber jetzt sind wir erstmal froh, morgen nicht ins stressige Kuala Lumpur zu muessen und erstmal weiter in unserem geilen kleinen Haeuschen auf den Huegeln ueber Ubud bleiben zu koennen.

Samstag, 5. September 2009

News: Erdbeben in West-Java/Indonesien

Scheinbar gab es ja ein ziemlich heftiges und schlimmes Erdbeben mit Epizentrum in West-Java. Wir haben davon gar nichts gespuert und allen, die sich vielleicht Sorgen gemacht haben, sei gesagt: Uns geht's gut!

Hoffentlich war das Beben nicht allzu schlimm - wir haben bis jetzt noch nicht viel erfahren darueber.

Dienstag, 1. September 2009

Ubud (31.08. - 09.09.2009)

Bali, Indonesia

Tja, das mit dem spontanen Flug von Makassar/Sulawesi nach Denpasar/Bali hat geklappt - gegen 13:00 Uhr am Flughafen angekommen und um 16:30 abgeflogen. Der Flug dauert nur knappe 2h und bald sehen wir den hoechsten und heiligsten Berg Bali's (Gunung Agung) aus den Wolken herausragen. Mit einem anderen hollaendisch-neu-seelaendischen Paerchen teilen wir uns das teure und 1-std. Taxi nach Ubud noerdlich von Denpasar (Taxi's vom Flughafen kosten meist das Doppelte des normalen Preises fuer die Rueckfahrt zum Flughafen -> Touri-Abzocke halt).

Zuerst checken wir abends ins 'Ala Hibiscus II' in den Reisfeldern neben der Jl. Bisma ein, suchen aber gleich am naechsten Tag nach anderen Unterkuenften, weil sich eine Baustelle direkt vor unserer Terasse befindet und das angepriesene Idyll zu Nichte macht. Westlich von Ubud befindet sich das Doerfchen Penestanan auf einem Huegel - erreichbar ueber eine Lianen-bedeckte lange Treppe. Und dort entdecken wir zufaellig Junia's House - ein groesseres und ein kleineres vollausgestattetes Haeuschen einer 78-jaehrigen Australierin. Das Ding ist der Hit und wir wollen dahin! Der Typ vom 'Ala Hibiscus II' gestern noch harter Geschaeftsmann, dem wir nur mit Muehe und Not einen kleinen Rabatt abhandeln konnten, ist auf einmal ganz traurig und will uns das Zimmer doch ploetzlich fuer 150.000 Rph (das zahlen wir fuer das kleine Haeuschen) anstatt 200.000 Rph geben. Nach 2 Naechten ziehen wir also in unser neues Domizil um und freuen uns, dank der Kueche die eher teuren Restaurantpreise der Stadt zu umgehen (leider kaufen wir hungrig im extragrossen und gut sortierten Bintag(=Stern)-Supermarkt ein, was unsere Sparplaene wieder zu Nichte macht - dafuer gibt's mal wieder richtig gute Spaghetti zur Abwechslung).

Ubud ist mit Abstand die touristischte Stadt, die wir bisher gesehen haben - voll mit Pauschaltouris und massenweise westlichen Geschaeften (Dolce & Gabana und so'n Schmarrn - buy 1, get 2 ...), hunderten von Homestays und Luxushotels und noch mehr Bars und Restaurants. Angefangen hat die ganze Sache mal mit ein paar westlichen Kuenstlern, die in den 1930ern in das damalige Dorf ausgewandert sind, sich von der schoenen Umgebung (Huegellandschaf mit Fluesse, Schluchten und Reisfeldern) inspirieren haben lassen und den balinesischen Stil gepraegt haben. Vorher gab es den "Kuenstlerberuf" hier gar nicht, die Leute haben staendig kunstvolle Dinge hergestellt, um Zeremonien zu schmuecken oder Goetter zu ehren. Das, auf jeden Fall, macht die Stadt kulturell auch interessant, weil in jeder Ecke irgendwelche Galerien und Ausstellungen sind. Trotz der vielen Touris und der staendigen "Transport" und "Taxi"-Rufe auf den Strassen ist Ubud der erste Ort fuer uns, an dem wir uns vorstellen koennten, ein paar Jaehrchen zu leben - und dank unseres kleinen Haeuschens tun wir erstmal eine Woche so als ob.

Wir machen ein paar Wander- und Radlausfluege in alle vier Himmelsrichtungen von Ubud, verlaufen uns in riesigen Reisfeldern, durchqueren kleine Schluchten, ueberqueren Huegelkaemme, verfahren uns in den vielen gleich-aussehenden Doerfern, drehen grosse Runden obwohl wir eigentlich einem Fluss immer in Richtung Norden folgen wollen, besuchen die Affen im 'Sacred Monkey Forest Sanctuary' (ein kleiner Wald mit Tempeln im Sueden der Stadt -> jeder Balinese witzelt, ob man seine Verwandten besucht hat, wenn man erzaehlt, in Ubud gewesen zu sein), ueben unser Verhandlungsgeschick auf dem Markt, schauen uns eine balinesische Tanzauffuehrung an, essen den geilsten Schokokuchen (Chocolate-Mud-Cake) unserer bisher entdeckten Welt im 'Bali Buddha Cafe' und checken abends ein paar gemuetliche Bars der Stadt aus (wobei Bier trinken im Verhaeltnis immer am teuersten ist -> 25.000 Rph pro 600ml Flasche, also knappe 2 Euro).

Bilder unter: http://www.getdropbox.com/gallery/198087/1/09-09%20Ubud?h=5fd5aa

Montag, 24. August 2009

Pantai Bira (25.08. - 31.08.2009)

South-Sulawesi, Indonesien

Bira ist ein kleiner Ort an der Suedspitze Sulawesis und liegt etwa 5 Autostunden
(die wir mal wieder mit Kijang - sprich Private Car - und Bemo bewaeltigt haben) von Makassar entfernt. Zwischen dem Dorf Bira und dem Meer liegt dann Pantai Bira, also Pantai fuer Strand, also quasi der Touri-Ort, abgetrennt durch ein Tor mit Willkommensgruessen in verschiedenen Sprachen. Da fuehrt dann eine 1km lange Strasse zum Strand, die vollgestopft mit Homestays, Bungalows, Restaurants und Shops ist. Wo wir also auf unserer letzten Station - in Tana Toraja - zum ersten Mal auf unserer Reise mehr als 10 Touristen auf einem Fleck gesehen haben, steht uns hier wohl noch mehr bevor, vor allem, weil der Ort auch bei den Indonesiern beliebt ist.

Aber zu unserem Glueck ist der Ort eher wie ausgestorben, weil die Indonesier zum Grossteil gerade fasten (Ramdan), weil sie ja zum Grossteil Muslime sind und deswegen zum allergroessten Teil auch gerade nicht in den Urlaub fahren.

Wir checken in einer Bungalow-Anlage auf den Klippen (also etwa 5 Meter hoch) ueber dem Meer ein, die auf jeden Fall schon bessere Zeiten gesehen hat, aber mit dem gebotenen Meerblick immer noch viele Touristen anlockt, die die ueberteuerten Preise zahlen. Treppen fuehren auf die mit schimmligen, verrosteten oder morschen Gartenmoebeln edel verziehrte Terasse, die dem loechrigen und abgenutzten Wohnraum inklusive stinkendem Etwas von Bad vorgesetzt ist. Aber der Ausblick! Nicht nur wir geben uns damit zufrieden.. Der Service ist auch eher mau, weil die Jungs, die das Ding hier am Laufen halten, eigentlich nie da sind (einer ist immer im Mandi = Bad wenn man nach ihm fraegt) und eines Morgens gibt es keine Spiegeleier wie sonst, weil die Eier aus sind.. -> der naechste Shop, der das indonesische Grundnahrumgsmittel Ei verkauft ist etwa 45 Sekunden Fussweg entfernt. Naja, aber die Aussicht, direkt am Meer und man kann ueber Treppen einfach reinspringen ins 'kuehle' Nass. Wir bleiben und die anderen auch..

Unsere Tage hier in Pantai Bira verbingen wir relativ faul, vor allem weil die Sonne ab mittags so runter brennt und Aktivitaeten mit koerperlicher Anstrengung erst wieder 2 Stunden vor Sonnenuntergang zulaesst. Mit 3 anderen Deutschen fahren wir auf die gegenueberliegende kleine Insel 'Namen grad vergessen' zum Schnorcheln und Fisch-Essen (hier werden auch schoene bunte Tuecher gewebt/gewoben, fuer die die Leute hier -> Bugis <- neben ihrem hervorragenden Ruf als Bootsbauer und Segler bekannt sind. Wir wandern den ungefaehr 2km langen Oststrand entlang, wandern zum Weststrand, schauen uns ein Doerfchen an, in dem Boote gebaut werden, wandern auf den Huegel, auf dem es einen Haufen Affen geben soll, ohne einen von ihnen zu Gesicht zu bekommen, schauen uns die Sonnenuntergaenge an und geniessen das Meer.

Essen gibts immer in Rahman's Warung (=Restaurant, mehr Stand als Haus), der als so ziemlich einziger im Ort trotz Ramadan ganztagig geoeffnet hat und mit uns und den anderen Touristen bestimmt ein Vermoegen macht. Vor allem Abends und zum Biertrinken ist sein Warung jeden Tag voll.

Es ist wunderschoen hier, aber nach eine1 Woche gibts soweit einfach nichts mehr zu sehen und wir beschliessen, noch 1 Woche auf Bali zu verbringen. Die Inseln vor Pantai Bira, auf die wir eigentlich auch noch wollten, bieten laut anderer Touris auch nichts besonderes. Also nehmen wir uns wieder ein Kijang (=Private Car) nach Makassar und lassen uns zum Flughafen bringen, in der Hoffnung direkt einen Flug nach Denpasar/Bali zu bekommen.

Fotos unter: http://www.getdropbox.com/gallery/198087/1/08-09%20Pantai%20Bira?h=83a053

Freitag, 21. August 2009

Makassar, mal wieder (23.08. - 25.08.2009)

South-Sulawesi, Indonesien

Der Litha-Nachtbus von Rantepao nach Makassar war luxurioes, hat mich jedoch (in Verbindung mit dem TOP-Zustand der oertlichen Strassen, der hervorragenden Sicht auf das Geschehen in der ersten Reihe und etwas Essbaren, das meinem Magen scheinbar nicht bekommen ist) leider zum 2. Mal krank in Makassar ankommen lassen. Der Bus musste auf der Fahrt oefter mal fuer mich stehenbleiben und ich hab mir die Seele aus dem Leib geko...

Naja, nach einem Tag Bettruhe geht's mir heute (24.08.) wieder ganz passend, wobei ich mir Essen eher noch abstossend vorstelle. Na, da musste halt durch, ne..

Nachdem wir nochmal die westliche Rita Indah Mall hier in Makassar besucht haben und noch ein bisschen einkaufen waren, werden wir morgen ein weiteres Mal ein Private-Car nehmen und in den Sueden nach Pantai (Strand) Bira fahren. Dort und auf den vorgelagerten Inseln noch 2 chillige Wochen verbringen, bevor wir nach Bali und direkt raus nach Kuala Lumpur fliegen.

Samstag, 15. August 2009

Rantepao - Tana Toraja (17.08. - 22.08.2009)

South-Sulawesi, Indonesia

Die Anreise nach Tana Toraja von Bau Bau aus hat uns 2 anstrengende Tage gekostet. Zuerst in einem Speedboat 5h von Bau Bau nach Kendari, was an sich eine schoene Route nahe der Kueste ist - leider gibts keine Sitzplaetze an Deck, man sitzt eher wie in einem Flugzeug in 3er Reihen unter Deck und darf sich uebelste Karaoke oder tolle Actionfilme im Fernseher (Fast & Furious) anschauen. In Kendari dann eine Nacht pennen im Hotel Bintag (Bintag ist die einzige Biermarke, die wir bisher in Indonesien gesehen haben, heisst aber auch Stern -> schoen!) und am naechsten Morgen weiter zum Busbahnhof der haesslichen Wir-bauen-einfach-alle-Haeuser-an-eine-Hauptstrasse-Stadt. Dort erfahren wir, dass keine Busse am Busbahnhof abfahren, sondern entweder Bemos (die kleinen blauen Minibusse - da passen gern mal 20 Leute rein, wenn's sein muss) oder Private-Cars, sprich irgendwelche Jeeps/SUVs. In einem dieser SUVs fahren wir also nach ca 2h Wartezeit 4h lang ueber den Sued-Ost-Teil Sulawesis nach Kolaka. Der Fahrer nimmt auf der Strecke immer mal wieder neue Leute mit oder setzt andere ab und so entsteht ein reger Fahrgastwechsel, in dem er und wir die einzige Konstante bleiben. Der Beifahrersitz ist dabei oefters mal von 3 Leuten, die mittlere (unsere) und die Rueck- Bank von 5 statt 3 Leuten besetzt (plus ein paar Huehner eingequetscht im Kofferraum zwischen unseren Rucksaecken) - der Fahrer muss ja die Kosten wieder reinholen.. Naja, erschoepft kommen wir wieder abends in Kolaka an und uebernachten dort ein weiteres Mal. Schliesslich geht am folgenden Mittag ein weiteres Speedboat (diesmal mit ueberdachten Aussenplaetzen am Heck) in 3h rueber nach Siwa, vor dessen Kueste das Meerwasser mittels einer scharfen gezackten Linie zwischen tiefstblau und braun-grau getrennt ist. Mit einem Private-Car (diesmal alter Jeep) geht's nochmal 3h die Kueste hoch nach Palopo, wo wir bei Sonnenuntergang in unser letztes Gefaehrt nach Rantepao (nicht die Haupt-, aber die Touristenstadt Tana Torajas) umsteigen.

Das Gebiet Tana Toraja liegt im noerdlichen Teil Sued-Sulawesis und ist - eingerahmt von hohen Bergen - eine Welt fuer sich. Der Grossteil der Menschen hier sind Christen, die ihre Religion mit vielen Aspekten ihrer alten Tradition vermischen. Den christlichen Glauben merkt man hier an den vielen Kirchen (natuerlich gibt es auch Moscheen) sowie am Schweinefleisch und Bier auf den Speisekarten der staedtischen Restaurants. Der Tradition nach sind die Vorfahren der Tana Toraja-Bewohner damals von Indochina ueber den grossen Fluss in das Gebiet gekommen, weshalb die traditionellen Haeuser ein schiffsfoermiges Dach haben und auf Stelzen stehen. Vor allem aber haben die Bewohner hier eine traditionsreichen Totenkult, was die Gegend kulturell gesehen sehr spannend macht (auch landschaftlich ist es wunderschoen hier -> die Huegel der Berge sind gesaeumt von Reisfeld-Terassen und gespickt von grossen Felsbrocken, die Vulkane vor vielen vielen (vielen) Jahren durch die Gegend geschleudert haben). Jedes Jahr im Juli und August ist Funeral Season und die Familien der Verstorbenen veranstalten riesige Beerdigungsfeiern, um ihre Toten ehrenvoll zu verabschieden und das Familienglueck aufrecht zu erhalten. Viele Familien sparen ihr Geld 2-3 Jahre lang, um diese Feiern ausrichten zu koennen. Waehrend dieser Zeit werden die Toten im hinteren Raum der traditionellen "Schiffshaeuser" balsamierterweise aufgebahrt und wie Kranke behandelt, was bedeutet, dass immer mind ein Familienmitglied Wache haelt und dem "Kranken" Essen und Wasser gibt. Ausserdem besuchen andere Familienmitglieder den "Kranken" regelmaessig (nur dann verbreitet der Leichnam traditionsgemaess einen Geruch), reden mit ihm und wuenschen ihm gute Besserung. Wenn genug Geld angespart wurde und ein passender Termin gefunden wurde, findet (eben grossteils im Juli/August) eine riesige mehrtaegige (meist 3-6 Tage) Beerdigungsfeier statt, fuer die die Familie eigens Haeuser um einen Festplatz herum aufbauen laesst, die danach wieder abgerissen werden.

Wir haben so eine Beerdigungsfeier am wichtigsten Tag der Feierlichkeiten (dem Zeremonientag) im Sueden Rantepaos besucht - zusammen mit 2 Leuten aus Hamburg, unserem Tourguide und, wie wir dort angekommen feststellen mussten, etwa 200 anderen Touristen. Da die ausrichtende Familie wohl relativ wohlhabend ist, ging das Spektakel ganze 6 Tage lang auf einem riesigen Areal auf dem Huegel ueber einem Dorf. Von einer Enkelin des Verstorbenen wurden wir in eines der Gaestehaueser eingeladen (ueberdachte Boeden auf Stelzen) und bekamen suessen Tee, suessen Reis, Wasser und spaeter im Bambusrohr gegartes Schweinefleisch mit Reis serviert. Als Gegenleistung ueberreicht man ein Geschenk, was in unserem Fall aus einer Stange Zigaretten (in Indonesien immer super) und 5kg Zucker bestand, die unser Guide organisiert hatte. Gaeste, die wirklich etwas auf sich halten, bringen Schweine oder Bueffel (richtig teuer, minimum 10.000 Euro) mit, die dem Toten geopfert und von den Gaesten verspeist werden. An allen Ecken und Enden sieht man also Leute mit angeleinten Bueffeln rumstehen oder Schweine an Bambusrohre gebunden am Boden rumliegen. Diese Tiere werden auch mitten auf dem Gelaende geschlachtet, zerlegt und traditionsgemaess stueckchenweise im Bambusrohr ueber offenem Feuer gegart (etwa 1h lang). In einem grossen Kreis stehend erzaehlen Verwandte und Freunde tanzenderweise die Lebensgeschichte des Toten. Und irgendwann geht dann die Prozession los, in der der Tote in einem Miniatur-"Schiffshaus" einmal rund um das Dorf getragen wird und anschliessend im oberen Stockwerk des Zeremonienhauses aufgebahrt wird. In unserem Fall wurde das Totenhaus, angefuehrt von den Bueffeln und vielen alten Frauen, die den Toten an einem langen roten Tuch vor sich "herziehen", den Berg hinunter auf den Festplatz des Dorfes geschlittert und anschliessend wieder hoch getragen. Die Menschen sind dabei alle sehr gluecklich, beschmeissen den Toten mit allerlei kleinen Gaben (meist kleine Plastik-Wasserbecher) und feiern mit ihm. Am Festplatz erzaehlt der Zeremonienmeister am Mikrofon nochmal die Lebensgeschichte des Toten und dankt den Gaesten namentlich fuer ihr Kommen und ihre Geschenke (das dauert, weil bestimmt 2000 Leute hier sind). Die Feierlichkeiten gehen noch ein paar Tage weiter, in denen unter anderem die maennlichen Bueffel gegeneinander kaempfen und anschliessend geschlachtet und verspeist werden.

In ganz Tana Toraja gibt es Unmengen von traditionellen Graebern, zu denen wir auch einige Touren gemacht haben. Ganz frueher wurden die Toten in ihren Holzsaergen in grossen offenen Hoehlen mit all ihren wertvollen Gaben bestattet, was jedoch viele Grabraeuber angezogen hat. Seitdem werden Familiengraeber in monatelanger Arbeit in grosse Felsen geschlagen und mit einer kleinen Holztuer verriegelt. Bewacht werden die Graeber immer von sogenannten Tau-Tau-Figuren (aus Holz geschnitzt und den Verstorbenen nachempfunden, halten sie eine Hand fuer Essen und die andere zum Beten auf), die jedoch nur fuer reiche Tote angefertigt werden - genauso wie riesige Stein-Pylone, die am Boden aufgestellt werden. Auf diese traditionelle Art werden ausserdem nur Personen bestattet, die auf "natuerliche" Weise sterben und ein gewisses Alter erreicht haben. Babys zB werden, solange sie noch keine Zaehne bekommen haben, in riesigen Baumstaemmen (Baby Trees) bestattet. Leute, die zB bei einem Verkehrsunfall sterben, werden wie bei uns einfach begraben.

Nach all den Touren hier, lassen wir es noch ein paar Tage ruhig angehen und schauen uns die Stadt Rantepao und den nahen Markt, der alle 6 Tage in Bolu stattfindet und auf dem auch hunderte von Bueffeln und Schweinen zum Verkauf angeboten werden, an. Leihen uns einen Roller aus und machen noch eine kleine Tour durch die Doerfer rund um die Stadt. Ausserdem besuchen wir eine Indonesierin, die wir im Hafen von Makassar kennengelernt haben und die uns in ihr Zuhause in Rantepao eingeladen hat - mittlerweile wohnhaft in Makassar, kehrt sie fuer den Fastenmonat Ramadan zu ihrer muslimischen Familie nach Rantepao heim.

Nach 5 Naechten in dieser anderen Welt, kaufen wir uns Tickets fuer den 8-stuendigen Luxus-Nachtbus zurueck nach Makassar.

Bilder unter: http://www.getdropbox.com/gallery/198087/1/08-09%20Tana%20Toraja?h=9f17ea

Freitag, 7. August 2009

Hoga Island (09.08. - 13.08.2009)

South-East-Sulawesi, Indonesien

Hoga Island gehoert zu den Tukangbesi Islands, die suedlich von Sued-Ost-Sulawesi liegen und zum Grossteil dem Wakatobi Marine National Park angehoeren. Touristisch "erschlossen" ist dabei nur Hoga, worauf sich 2 Bungalow-Ressorts und eine britische Meeresforschungsstation befindet. Die "Hauptstadt" hier ist Kaledupa (45min mit dem Motorboot von Hoga), welcher das Seenomadendorf 'Sampela', das auf Stelzen und aufgeschuetteten Steinen mitten im Meer liegt, vorgelagert ist.

Wir lassen uns auf 'Sampela' absetzen und mit einer Nusschale von Motorboot rueber nach Hoga fahren, wo man uns gleich in einem Bungalow im 'Island Garden Ressort' direkt am Strand einquartiert. Am naechsten Tag ziehen wir aber in das etwas billigere 'Hoga Cottages' um, das 5min den Strand runter ist, wo wir sowohl das englische Paerchen von den Banda Islands als auch das italienische Paerchen von Bau Bau wieder treffen. Wir 6 plus 3 Hollaender plus 1 Kanadier (im 'Island Garden') sind also die einzigen Touristen gerade auf dieser traumhaften Insel.. abgesehen von den ca 200 englischen Studenten, die in der Forschungsstation weiter runter den Strand "arbeiten", sprich vormittags Tauchen, Lunch, nachmittags Tauchen, Dinner..

Mit einer Hollaenderin, die hier seit 17 Jahren wohnt und einen Tauchshop direkt neben unseren Bungalows hat, machen wir mit den Englaendern und Italieniern einen Tauchausflug (bzw Schnorcheln, Tauchkurs hab ich noch nicht gemacht). Auch hier ist die Unterwasserwelt wirklich superschoen - diesmal gibt's Barakudas zu sehen. Leider ist die Stroemung ziemlich stark und der Tauchgang faellt etwas kurz aus.. Die Hollaenderin engangiert sich hier ziemlich fuer die Seenomaden (vor allem die Kinder) auf 'Sampela' und hat ihnen unter anderem eine Schule gebaut (weshalb die Nomaden jetzt keine Nomaden mehr sind) und ihnen mehrere Boote geschenkt, damit sie Touristen herumfahren und ein bisschen Geld verdienen koennen.

Neben Tauchen bzw Schnorcheln und Strand gibt es hier natuerlich nicht allzuviel zu tun - es fuehren noch nicht einmal Wege in das Innere der Inseln. Und so verbringen wir unsere Zeit (vor allem in der Mittagshitze) viel mit Lesen und wandern nachmittags/abends den Strand entlang, der vor Sonnenuntergang mit 1000en von kleinen Muschelkrebsen bevoelkert ist und sich zu bewegen scheint. Ausserdem spiele ich jeden Abend mit einem Kanadier und einem Hollaender am Strand vor dem 'Island Garden Ressort' gegen die Kids Fussball.

Einen Tag nehmen wir uns Zeit und besuchen das Gypsydorf 'Sampela' - zusammen mit Kundang, der dort wohnt. Kundang ist Anfang 30, hat mit 15 eine 36-jaehrige Englaenderin geheiratet, wurde mit 16 Vater und hat 3 1/2 Jahre in London gewohnt, bevor er sich getrennt hat und wieder nach 'Sampela' zurueckgekehrt ist. Er kann fliessend Englisch und Spanisch sowie ein paar indonesische Sprachen aus der Umgebung (so ziemlich jede Region in Indonesien hat eine eigene Sprache -> Bahasa, die indonesische Regierungssprache, ist quasi die 1. Fremdsprache) und hat sogar ein paar Woerterbuecher verfasst, die er Freunden leiht, wenn sie eine Sprache lernen wollen. Also sehr talentiert und engagiert der Kerl (unterrichtet auch die Kinder in Englisch und hat die Geschichte der Seenomaden von 'Sampela' zusammengetragen und aufgeschrieben). Bevor wir die Tour durch das Dorf beginnen, werden wir auf die Terasse des Hauses seines Bruders eingeladen und bekommen suessen Tee serviert (Tee & Kaffee trinkt man grundsaetzlich sehr suess in Indonesien). Natuerlich versammelt sich gleich eine ganze Traube von Menschen um uns und Vera packt ihre Geschenke aus, die wir in Makassar fuer die Kiddies hier gekauft haben. Den ganzen Nachmittag laufen wir ueber das Labyrinth von Stegen durch das Dorf, gefolgt von einer abwechselnden Schar von Kindern, waehrend uns Kundang alles erklaert. Hier gibt es eine eigene Moschee, Schulen, mehrere Shops, Elektrizitaet sowieso, einen Fussballplatz und einen grossen Betonsteg, auf dem die Politiker des Dorfes im Abendlicht debattieren. Die Leute hier (ca 500) versorgen sich komplett selbst, verdienen ein bisschen was mit dem Verkauf von Meeresfruechten und helfen sich allen gegenseitig aus (Neuankoemmlingen wird zB vom ganzen Dorf geholfen ein Haus zu bauen). Eine unglaubliche Vielfalt verschiedener Kulturen aus dem ganzen asiatischen Raum trifft hier zusammen und verschmilzt zu einer grossen Familie - arm, aber gluecklich und sehr gastfreundlich! Abends essen wir noch mit Kandungs Grossfamilie vor ihrem Haus (Gegrillter Fisch und Reis, natuerlich mit den Haenden gegessen) und schauen uns mit den Kids einen Bruce Lee Film an, bevor wir wieder nach Hoga zurueckgefahren werden.

Am naechsten Morgen machen wir uns auf den Rueckweg nach Bau Bau. 12h geht die Fahrt in einem Direct-Boat, das 2 jeweils 1,20m hohe Stockwerke hat. Die lange Zeit bis wir abends in Bau Bau ankommen, verbingen wir also liegenderweise auf dem Holzboden mit Schlafen, Starren und Musik hoeren - Sitzen, Stehen, Lesen ist nicht moeglich, weil zu niedrig plus der Wellengang..

Bilder unter: http://www.getdropbox.com/gallery/198087/1/08-09%20Hoga%20Island?h=d21bf2

Mittwoch, 5. August 2009

Bau Bau (06.08. - 09.08. + 13.08. - 15.08.2009)

South-East-Sulawesi, Indonesia

Gegen Mittag kommen wir nach 12h an Deck des Pelni-Schiffes endlich in Bau Bau an. Wir quartieren uns in einer wunderschoenen Bungalow-Anlage (-> Hillhouse Ressort) auf den Huegeln ueber der Kuestenstadt ein. Auf der riesigen Holzterasse hat man einen wunderbaren Panoramablick ueber die Bucht und die Stadt, rechts geht die Sonne ueber den Bergen auf, links geht sie ueber dem Meer unter. Mit einer Franzoesin und einem italienischen Paerchen machen wir am naechsten Tag eine Bootstour zu den gegenueberliegenden Sandstraenden und in ein abgelegenes Fischerdorf, wo wir als scheinbar sehr seltene Touristen grosse Aufregung verursachen (das halbe Dorf winkt uns zum Abschied). Ansonsten verbringen wir unsere 3 Tage in Bau Bau eigentlich nur auf unserer Terasse mit Lesen, Reden und Essen.

Die Eigentuemer des Ressorts sind ziemlich wohlhabende Indonesier und Nachfahren des letzten Sultans (vor ca. 700 Jahren) von Bau Bau. Sie haben mehrere grosse Anwesen hier in der Stadt und weitere Ressorts auf der Insel Hoga im Tugangbesi National Park (nochmal 12h suedlich von Bau Bau mit einem kleinen Boot). Er ist Politiker, was in Indonesien scheinbar nur die allerreichsten sind, da quasi jede einzelne Waehlerstimme gekauft werden muss) und hat eine kleine Fabrik fuer Snacks, sie ist schon viel in der Welt herumgekommen und studiert gerade nochmal in Makassar.

Auch wegen den Bildern von Hoga Island, die die beiden uns zeigen, beschliessen wir, weiter auf die Tukangbesi Islands zu schippern. Mit einem mittelgrossen Boot geht's ueber Nacht (9h) nach Wanci (man schlaeft einfach auf duennen Matten ueberall an Deck) und von dort mit einem kleinen Speedboat weitere 2h nach Kaledupa.

Siehe naechster Post -> Hoga Island

Zurueck von den Hoga Islands machen wir nochmal einen Tagesausflug mit der Franzoesin vom 'Hillhouse' und ein paar Indonesiern, die uns mit den Rollern zur Kueste fahren und uns als "Guides" begleiten, sprich ihren freien Tag mit uns verbringen. Mit dem Motorboot fahren wir eine knappe Stunde auf die unbewohnte 'Snake Island' westlich von Bau Bau. Hier soll es einen Haufen Schlangen geben, die vor allem auf der felsigen Haelfte der Insel wohnen - einer der Indonesier erzaehlt uns von einer 10m langen und 30cm breiten roten Anaconda. Allerdings sehen wir keine einzige Schlange, warum, die kommen nur nachts raus erzaehlt man uns, OK.

Die Franzoesin mochte in dieser Nacht das Pelni-Schiff nach Makassar nehmen (mit dem wir hergekommen sind), das gegen 23:00 Uhr losfahren soll. Zum Glueck haben wir nicht den selben Plan, denn - neuer Rekord - das Schiff hat 12h Verspaetung und die Franzoesin eine schlaflose Nacht. Wir machen uns am Mittag auf den Weg nach Tana Toraja, dh wir nehmen das Boot nach Kendari.

Bilder unter: http://www.getdropbox.com/gallery/198087/1/08-09%20Bau%20Bau?h=6f0330

Montag, 3. August 2009

Makassar (02.08. - 05.08.2009)

South Sulawesi, Indonesia

Makassar ist eine indonesische Grossstadt im Sueden Sulawesis, die an sich nicht viel zu bieten hat, ausser dass sie bekannt fuer Seafood ist. Es gibt eine alte hollaendische Festung (Fort Rotterdam) an der Uferpromenade und die Chinesen bauen gerade eine riesige kuenstliche Insel mit Hotels, Freizeitparks und Shopping Malls. Wir wollen erst einmal ein paar Tage hier bleiben, weil ich erkaeltet von Schnorcheln und Klimaanlagen bin und checken ins Hotel 'Lestari' mit Sat-TV und Warmwasser ein.

Gleich um's Ecks gibt es eine grosse Shopping Mall, die mehr einem Markt auf 8 Stockwerken - verbunden mit Rolltreppen - aehnelt. Im Keller ein riesiger Supermarkt, dann 3 Ebenen Klamotten, 3 Ebenen Technikkram und Restaurant plus Spielcenter. Im Sueden der Stadt gibt es noch die ziemlich westliche 'Ratuh Inda Mall', in der die reichen Mittelschicht-Kids Skater/Surfer-Klamotten kaufen und bei Dunkin' Donuts abhaengen. Ausserdem gibt es nahe unserem Hotel ein Internet/Gaming-Center mit schneller Leitung, wo ich endlich mal ein paar Fotos hochladen kann (sorry, aber in den allermeisten Internetcafes brauche ich 1h fuer 5 Bilder, die kommen also immer ein bisschen verspaetet online..). An 50 Computern zocken hier die Schulkids in Uniform den ganzen Tag Baller- oder Rollenspiele (natuerlich alle mit voll aufgedrehten Boxen).

Also alles nix besonderes hier, aber zum gesund werden und ein paar Sachen einkaufen ganz gut. Nach 4 Naechten lauft am Abend unser naechstes Pelni-Schiff Richtung Bau Bau aus -> planmaessig um 18:00, in Wirklichkeit gegen Mitternacht. Wir warten also mal wieder 6h im Hafen.. Zum Glueck lernen wir ein paar junge Indonesier in den 20ern kennen, die teilweise ganz gut Englisch sprechen koennen, was die lange Wartezeit etwas verkuerzt. Als sie mitkriegen, dass wir einen Facebook-Account haben, wollen alle sofort unsere Facebook-Freunde werden, um Englisch ueben zu koennen. Die meisten jungen Leute haben hier Multimedia-Handys und haengen damit in jeder freien Minute im Internet, also muss die Sache auch sofort an Ort und Stelle erledigt werden.

Die Ueberfahrt nach Bau Bau im Suedosten Sulawesis dauert insgesamt 12h und wir machens uns wieder draussen an Deck halbwegs bequem (diesmal ist komplett jeder Platz schon mit Matten belegt, die man erneut kaufen muss, wenn man sich irgendwo hinsetzen/legen will -> die Ferien haben angefangen und die Geschaeftemacher wittern Geld). Diesmal sind wir hoechstwahrscheinlich die einzigen Touristen der 3000 Passagiere und die (juengeren) Leute wieder sehr interessiert an uns (ein paar weitere Facebook-Freunde, mit denen wir Englisch ueben sollen ;-)

Die Pelni-Schiffe sind hier in Indonesien an sich eine super Moeglichkeit , billig weite Strecken zurueckzulegen, aber die lange Wartezeit im Hafen und das Schlafen am Boden (Economy-Class) machen die Trips schon eher anstrengend. Es gibt zwar 1. bis 3. Klasse mit 2er, 4er und 6er Kabinen plus Mahlzeiten, aber irgendwie fuehlt man sich an Deck der heillos ueberfuellten (eigtl. ausgelegt fuer 800 Leute) und z.T. 30 Jahre alten (die Indonesier loben die deutsche Wertarbeit) Schiffe fuer den Ernstfall auf See doch besser aufgehoben -> in den unteren 7 Decks sind die Chancen wohl eher gering rauszukommen.

Bilder unter: http://www.getdropbox.com/gallery/198087/1/08-09%20Makassar%20%26%20Pelni?h=2ade6a

Dienstag, 28. Juli 2009

Banda Islands, Maluku (26.07. - 02.08.2009)

Malukken, Indonesia

Das Schiff auf die Banda Islands startet mit ca 6h Verspaetung im Hafen von Ambon - waehrend der langen Wartezeit lernen wir noch ein paar andere Touristen kennen, die auch auf die Banda Islands wollen und treffen uns nochmal mit Hamid in der Stadt. Fuer ca. 800 Leute ausgerichtet, stuermen 3000 Indonesier und etwa 10 Touristen auf das Boot, um sich Plaetze zu sichern. Am Schluss ist wirklich jeder Quadratmeter - innen wie aussen - auf der 'Ceremai' besetzt. Wir lassen uns auf dem obersten Deck mit 3 Englaendern nieder und verbringen die Nacht auf See.

In Banda Naira, der Hauptstadt der ca. 10 Banda Inseln, quartieren wir uns in ein kleines Guesthouse im Kolonialstil direkt am Meer ein (Vita Guesthouse) - mit Blick auf die 400m entfernte Vulkaninseln Pulau (Insel) Gunung (Berg) Api (Feuer). Auf dieser Insel gibt es einen Haufen einzelner Doerfer, die alle mehr oder weniger miteinander verbunden und zu 90% von Muslimen bewohnt sind. Eine 1km lange Start- und Landebahn durchtrennt die Insel im unteren Drittel und verbindet sie somit mittels kleiner Turboprop-Maschinen der Merpati Airline mit Ambon bzw Seram - gestartet wird dabei bergab, gelandet bergauf. Am ersten Tag laufen wir erstmal diese Hauptinsel ab und fuehlen uns einmal mehr wie irgendwelche Stars, weil von allen Seiten Menschen (vor allem Kinder) auf uns zukommen und uns freundlich begruessen.

Die Banda Islands bieten eine sehr artenreiche Unterwasserwelt - vor allem an den ins Meer reichenden Lavastroemen des zuletzt 1988 ausgebrochenen Vulkans. Mehrere Tage chartern wir mit anderen Touristen ein kleines Boot und machen Schorchelausfluege zu den umliegenden Spots. Die Korallen und Fische sind unheimlich bunt und zahlreich und vor allem intakt, da hier weder mit Dynamit gefischt, noch allzuviel Muell ins Meer geworfen wird. Wir sehen zwar keine Haie, dafuer aber gemaechliche Schildkroeten und graziele Seeschlangen.

Aufgrund des indonesischen Unabhaengigkeitstages am 17. August, findet ein 2-woechiges Fest in der Stadt statt, das wir mit einem jungen Kunstlehrer besuchen. Auf einer kleinen Buehne mit schrecklicher Soundanlage laeuft ein Sing- und Tanzwettbewerb, aussenherum stehen zahlreiche Staende, an denen man entweder auf Zahlen tippen (Bingo, Drehrad, etc) oder Ringe ueber Gegenstaende (Flaschen, Gaense, etc) werfen muss - zu gewinnen gibt es immer Zigaretten. Die meisten Indonesier (zumindest die Maenner - bei Frauen ist es verpoent) rauchen Kette, meist ziemlich starke Kippen mit Nelkenaroma. Gut nur, dass die Leute hier auf den Banda Islands glauben, dass eine Tasse Kaffee am Tag (immer getrunken mit Unmengen von Zucker) den Koerper wieder von den Giftstoffen einer Schachtel Zigaretten reinigt.. Nach dem Fest schauen wir noch auf einer auslaufenden Hochzeit vorbei, wo die Dorfjugend zu Scooter-aehnlicher Musik tanzt -> 2 gegenueberliegende Stuhlreihen fuer Jungs und Maedels, nach jedem Song wird sich kurz hingesetzt und zum naechsten Lied fordern die Jungs die Maedels erneut zum Tanzen auf.

Fuer 2 Naechte ziehen wir auf die Insel Ay/Ai um (1h Bootsfahrt von Bandaneira), die komplett von weissem Sandstrand umgeben ist und quartieren uns im 'Green Coconut' ein. Zu sehen gibt es hier ausser Strand und ein bisschen Wald nicht viel, aber es ist sehr entspannend. Die Nachbarinsel von Ay - Runh - haben uebrigens die Hollander irgendwann mal mit den Englaendern gegen Manhattan getauscht. Zwischen den beiden Nationen herrschte frueher immer mal wieder Krieg um die Vormacht auf den Banda Islands, da sie so reich an Gewuerzen waren (vor allem Muskatnuss, auch heute noch).

Am letzten Abend zurueck in Bandaneira laedt uns der Kunstlehrer nochmal ein, diesmal wird ein traditioneller Tanz fuer die ganzen Segler aufgefuehrt. Hier findet gerade die 'Sail Indonesia' Regatta von Darwin nach Singapur statt, an der etwa 150 Segelboote teilnehmen und deren grossteils aeltere und gutbetuchte Teilnehmer so langsam die komplette Insel ueberschwemmen. Der Tanz, auf jeden Fall, wird nicht aufgefuehrt sondern an uns als Versuchskaninchen gezeigt: 8 Leute stellen sich nebeneinander und umklammern mit ihren Armen ein langes (heiliges) Bambusrohr, das den Boden nicht beruehren darf. Zu Trommelsound laeuft ein Indonesier mit einem (heiligen) Schaelchen staendig von einem zum anderen Ende des Bambusrohrs und blaest den Rauch des (heiligen) Feuers im Schaelchen in die Oeffnungen. Ganz wichtig dabei ist, dass keine Leute mit Goldzaehnen mitmachen, da das Gold die Geister vertreibt und der Tanz nicht gelingt. Das Trommeln und der Feuerblaeser werden immer schneller und wir am Bambusrohr torkeln ein wenig durch die Gegend, weil immer wieder gegen die beiden Enden des Rohres geschlagen wird. Und dann auf einmal.. ist der Tanz vorbei und wir haben die Geister zum Leben erweckt. Es hat zwar keiner irgendwas gemerkt und alle 30 anwesenden Touristen schauen sich mit fragenden Gesichtern an. Naja, wir haben's mitgemacht und gesehen.

Am Sonntag morgen steigen wir auf dem Mini-Flughafen in die kleine Twin Otter fuer 22 Leute ein, starten die kurze Landebahn bergab, drehen noch eine steile kurve ueber die Banda Islands hinweg und fliegen in einer knappen Stunde wieder zurueck nach Ambon. Dort nehmen wir gleich eine Maschine nach Makassar im Sueden Sulawesis und verlassen somit die Malukken.

Bilder unter: http://www.getdropbox.com/gallery/198087/1/08-09%20Banda%20Islands?h=958aeb